ich konnte neulich nicht widerstehen und habe mir diese Mundlos 52 Z zugelegt. Für Mundlos Nähmaschinen konnte ich mich ja schon immer begeistern und an diesem ungewöhnlichen Exemplar bin ich einfach nicht vorbeigekommen (Das ist aber nun wirklich die letzte Maschine, die ich kaufe - ehrlich!

Die Firma Mundlos war in Magdeburg ansässig und ist nach dem zweiten Weltkrieg erloschen. Laut Peter Wilhelm ist die 52 Z jedoch eine Nachkriegsmaschine. Er schreibt in seinem Buch "Alte Nähmaschinen", dass einige Modelle - darunter die 52 Z - zwischen 1952 und 1962 unterstützt durch den Konstrukteur Richard Mundlos von der Bayerischen Nähmaschinengesellschaft mbH (ggr. durch Heinrich Schweiger) gebaut wurden. Offenbar hat man dann auch mit neuen Seriennummern begonnen, denn meine Maschine hat die Nummer 61044.
Die 52 Z ist eine Zick Zack Maschine mit querstehendem Rundgreifer. Die Nadelposition kann links, rechts und mittig eingestellt werden. Das Nadelsystem ist 130 und es gab besondere Biesenzwillinge mit bis zu 4mm Nadelabstand.
Soweit alles, was ich zu der Maschine weiß. Da ich vermute, dass man die wirklich selten sieht und es auch sehr wenig bis gar keine Informationen dazu im Internet gibt, habe ich mal ein paar Bilder gemacht. Die dazugehörige schwarze Lampe habe ich durch die dunkelgrüne ausgetauscht. Die ist also nicht original. Oben hat sie leider einen derben Schaden. Der Cut geht bis in das Metall hinein. Ansonsten ist der Zustand der Maschine sehr gut. Die Fadenanzugsfeder fehlt leider, bzw. war kaputt. Da experimentiere ich noch, was sich aber leider recht schwierig gestaltet... An der ZZ Verstellung kann man die Überstichbreite stufenlos bzw. auch gerastert regulieren. Außerdem können Endanschläge eingestellt werden. Mit dem schwarzen Rädchen wird die Stichlage geregelt. Da muss ich noch dran arbeiten, denn das geht sehr schwer und nach rechts bekomme ich die Nadel noch nicht verstellt. Wie alles an dieser Maschine ist auch der Stichsteller sehr schön gefertigt worden. Auch eine Bedienungsanleitung war dabei. Bei Interesse scanne ich die gerne ein.
Und so sieht ein Biesenzwilling aus: Soweit die kleine Bilder-Show - ich hoffe, ich konnte euch auch ein wenig für diese schöne Maschine begeistern.
Viele Grüße, Berit