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Re: China Servo für alternative Aufgaben verwenden
Verfasst: Donnerstag 3. September 2026, 22:04
von Achim (js_hsm)
3607 hat geschrieben: Donnerstag 3. September 2026, 17:52
sputnik hat geschrieben: Mittwoch 2. September 2026, 11:31
Auf meiner Standbohrmaschine ist jetzt ein 550W Kobold Dauerläufer montiert. Ein Nähmaschinenmotor aus den 1950er Jahren der zuvor neue Lager bekam und SIcherheitsüberprüft wurde. Der orginale (220V) Motor war doppelt so gross/schwer und um ein vielfaches lauter. Da ich jede Menge Drehstrommotore herumliegen habe ich das eben auch mit dem China-FU getestet und bin bisher damit sehr zufrieden.
Hallo Achim,
deine Bohrmaschine hat jetzt einen Drehstrommotor dran? den du über FU bedienst.
Für einphasig gewickelte Motore (wie er früher womöglich an der Bohrmaschine hing) gibt es noch keine FU ... sehe ich das richtig?
Grüße, Jürgen
Das war Sputniks Bohrmaachine
Ich hab auch 2 aber mit 3 Phasen Motoren und FU (das ist bei Sputnik auch so denke )
Re: China Servo für alternative Aufgaben verwenden
Verfasst: Freitag 4. September 2026, 09:36
von 3607
sputnik hat geschrieben: Donnerstag 3. September 2026, 19:04
Ich denke Du meinst mich
Herzliche Grüsse vom Sputnik
Hallo Sputnik,
da hab ich dich doch gleich mal mit "Achim" angesprochen, war nicht mit Absicht..
Vielen Dank für die Auskunft. Es ist eine Bestätigung dessen, was ich auch schon dachte zu wissen.
Grüße, Jürgen
Re: China Servo für alternative Aufgaben verwenden
Verfasst: Freitag 4. September 2026, 19:54
von gadai
Heute getestet: Funktioniert auch mit 10k Ohm Poti einwandfrei.
Galvanische Trennung: Phasenprüfer glimmt an den Kontakten des Reglers kaum sichtbar, egal welche Richtung der Schukostecker eingesteckt ist.
Eventuell Spannung über einen Kondensator?
Re: China Servo für alternative Aufgaben verwenden
Verfasst: Freitag 4. September 2026, 20:01
von Achim (js_hsm)
Re: China Servo für alternative Aufgaben verwenden
Verfasst: Freitag 4. September 2026, 20:59
von sputnik
Ein Kondensator lässt keine Gleichspannung durch (dafür aber die Wechselspannung was Du ja verhindern möchtest). Normalerweise löst man sowas über Optokoppler, dazu ist aber die aktuelle Datenlage zu nebulös.
Die nächste Frage welche ja Achims (und meine) Glaskugel auch beschäftig ... worum geht es aktuell überhaupt?

Was hast Du womit probiert ?
Herzliche Grüsse vom Sputnik
Re: China Servo für alternative Aufgaben verwenden
Verfasst: Freitag 4. September 2026, 21:30
von gadai
Da der Motor für eine Frässpindel verwendet werden soll, wollte ich einen Ersatz für den Drehzahlregler welcher normal mit einem Fußpedal verbunden wird.
Siehe Bild Post 4.
Das Poti kann man ja in den Steuerkasten einbauen.
sputnik hat geschrieben: Mittwoch 2. September 2026, 11:31
Lieber Gadai,
Mir ging es bei der Warnung darum das Du ein gut isoliertes Poti wie bei einem Dimmer (Kunststoffachse+Welle) brauchst um Dich keiner Gefahr auszusetzen und bei den Anschlüssen aufpassen musst. Der Motor entspricht auch nicht unseren, die Sicherheit betreffenden gesetzlichen Vorgaben (Anschlüsse/Isolation).
Ich dachte an DAS:
"Die Verbindung zwischen der Primär- und Sekundärseite eines Steckernetzteils (Schaltnetzteils) über einen Kondensator dient der Elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) und der Funkentstörung.
Bei diesem Bauteil handelt es sich um einen speziellen Sicherheitskondensator, meist einen Y-Kondensator"
Re: China Servo für alternative Aufgaben verwenden
Verfasst: Freitag 4. September 2026, 21:40
von Makatea
Was der Lügenstift sieht, werden PWM-Signale sein, da ist ja kein Filter drin, der nur 50 Hz. durchläßt.
Ob das wirklich netzisoliert ist bzw. ob da für den Menschen gefährliche Spannungen und Ströme ankommen,
dafür müßte man wohl die Schaltung analysieren oder sorgfältig messen.
Re: China Servo für alternative Aufgaben verwenden
Verfasst: Freitag 4. September 2026, 21:41
von Achim (js_hsm)
Ich würde erstmal den originalen Geber öffnen um zu sehen/verstehen wie er elektrisch/elektronisch aufgebaut ist.
Re: China Servo für alternative Aufgaben verwenden
Verfasst: Freitag 4. September 2026, 22:33
von sputnik
Genau was
Maketa sagt ist der springende Punkt.
In der Elektrotechnik/Elektronik gibt es den schönen Merkspruch: "Wer misst misst Mist."
Das soll heissen:
Ich brauche für den Messvorgang und die Interpretation des Messergebnisses das notwendige Wissen.
Z.B. das ich nichts messen kann ohne gleichzeitig das Ergebnis zu verfälschen (analoges Beispiel: auch der Zeiger der Sonnenuhr wirft einen Schatten).
Alle in der Elektrotechnik üblichen Messverfahren haben Rückwirkungen auf die Signalquelle. Die können wir heute zwar relativ klein halten, aber trotzdem sind sie da.
Ich kann heute ganz einfach über einen Draht mehrere relativ unabhängige Signale/Ströme gleichzeitig übertragen ... das macht z.B. jede Satanlage ... da wird über ein Antennenkabel die Versorgungsspannung für den Empfänger, die Steuerspannung für die Einstellung und das empfangene Signal übertragen.
Bei einem normalen 230V Dimmer kommt es durch die Phasenverschiebungen zu Spannungen bis über 300V. Deshalb müssen die Benutzer von solchen Geräten vor dem Kontakt mit dieser Spannung geschützt werden. Deshalb verwendet man dort keine (häufig billigeren) Potis mit Metallachse sondern speziell für diesen Zweck isolierte aus Kunststoff. Und nur weil ich etwas nicht messen kann und deshalb nichts davon weiss bin ich davor noch nicht geschützt.
Und wie
Achim bereits schrieb:
von Achim (js_hsm) » Freitag 4. September 2026, 21:41
Ich würde erstmal den originalen Geber öffnen um zu sehen/verstehen wie er elektrisch/elektronisch aufgebaut ist.
Das Verstehen ist dabei ein wesentlicher Punkt.
Heute ist in Österreich (lt. ORF-Seite) bereits ein Mann beim Wechseln einer Glühbirne verstorben. ... Der hat sich möglicherweise gedacht: " Wenn ich schon das Licht ausgeschaltet habe kann ich ja auch gleich die Fassung schön sauber machen." Das Licht aus nicht Spannungsfrei bedeutet hat er möglicherweise nicht gewusst/verstanden/bedacht.

Re: China Servo für alternative Aufgaben verwenden
Verfasst: Samstag 5. September 2026, 00:10
von Makatea
Wobei der 87-jährige nicht direkt am Stromschlag, sondern an Genickbruch, z. N. Sturz von der Leiter, verstorben ist ;-(
Da hat allerdings, wer auch immer die Deckenlampe installiert hat, übel gepfuscht, denn da sollte nun wirklich die Phase geschaltet werden...
Und mit aktueller Installation mit FI wäre das höchstwahrscheinlich auch nicht passiert, es sei denn, er hat sehr unsicher auf der Leiter gestanden und ist von dem kurzen Schock vorm Eingreifen des FI bereits aus dem Gleichgewicht gebracht worden. Mit 87 nicht auszuschließen...
Wir schalten natürlich immer die zuständige Sicherung ab, prüfen die Spannungsfreiheit, sichern gegen Wiedereinschalten (das mit dem Erden und Kurzschließen sparen wir uns mal für den Hausgebrauch ;-) ) und arbeiten dann erst an fest verkabelten Installationen...