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Re: Hartlöten an Stichplatten

Verfasst: Sonntag 21. Dezember 2025, 18:25
von TröpfchenÖl
Am Ende wird es darauf ankommen, welche Möglichkeiten gegeben sind und welcher Aufwand als gerechtfertigt angesehen wird. Schweißen, Löten, Drehen, Fräsen, Drahterodieren...
Es ist ja schön, jede Maschine benutzbar zu halten, die mal hergestellt wurde. Aber wir leben (hier und jetzt) in einer Welt des Überflusses und die Nachfrage und Anwendungshäufigkeit von Nähmaschinen ist gering.

Bezüglich des Hartlötens fallen mir noch ein paar Punkte ein:
- Früher war Silberlot oft mit Cadmium legiert, damit sollte man höchstens rumhantieren, wenn man wirklich weiß was man tut und wie man Reste entsorgt.
- Ich benutze umhülltes Castolin-Silberlot cadmiumfrei. Man muss ein bisschen üben wie man Flussmittel und Lot am besten einbringt, dann flutscht das
- Silberlot ist teuer aber man kann oft mit 1-2cm von einer Stange eine wertvolle Reparatur durchführen
- Propan-Luft reicht für kleine Teile aus. Mehr Wärme kann man im Teil halten wenn man es in Keramikwolle hüllt.

Der Grund für HSS im Profibereich Nähen ist die hohe Abriebbeständigkeit, viel besser als ein gleich harter reiner Kohlenstoffstahl.

Zeige doch mal ein Foto, Tom. Vielleicht beflügelt das unsere Gedanken. angel

Re: Hartlöten an Stichplatten

Verfasst: Sonntag 21. Dezember 2025, 21:08
von sputnik
#21 Ungelesener Beitrag von TröpfchenÖl »
... Der Grund für HSS im Profibereich Nähen ist die hohe Abriebbeständigkeit, viel besser als ein gleich harter reiner Kohlenstoffstahl.
Danke für die Erklärung! biggrin Ich habe mir nur zusammengereimt das es wegen der einfachen Beschaffbarkeit (kleine Mengen, plangeschliffen, viele Stärken, günstiger Preis) verwendet wurde.

Herzliche Grüsse vom Sputnik

Re: Hartlöten an Stichplatten

Verfasst: Dienstag 23. Dezember 2025, 20:05
von TOM_MUE
… anbei noch das Ergebnis von der Überarbeitung der Stichplatte.

Vorher:
IMG_2412.jpeg
Nachher:
IMG_2485.jpeg
VG und frohes Fest ;-)

Re: Hartlöten an Stichplatten

Verfasst: Dienstag 23. Dezember 2025, 20:12
von TröpfchenÖl
TOM_MUE hat geschrieben: Dienstag 23. Dezember 2025, 20:05 … anbei noch das Ergebnis von der Überarbeitung der Stichplatte.
Das sieht prima aus, WIG-geschweißt?

Re: Hartlöten an Stichplatten

Verfasst: Mittwoch 24. Dezember 2025, 06:07
von TOM_MUE
TröpfchenÖl hat geschrieben: Dienstag 23. Dezember 2025, 20:12
TOM_MUE hat geschrieben: Dienstag 23. Dezember 2025, 20:05 … anbei noch das Ergebnis von der Überarbeitung der Stichplatte.
Das sieht prima aus, WIG-geschweißt?
Dankeschön :-). Ich habe es bei dieser Platte gelötet und etwas geschliffen.

VG, TOM_MUE

Re: Hartlöten an Stichplatten

Verfasst: Freitag 26. Dezember 2025, 22:58
von nadelheld
Inzwischen setzt sich für solche Sachen gerne CuSi3 löten durch.
Geht mit MIG und WIG.

Alternativ wäre mit MIG und 1.4718 paar Punkte setzen, glätten und wieder ein Loch machen. 1.4718 wird zum Panzern von Verschleißteile verwendet.
Mit Gefühl und Nadelfeile lässt sich so auch wieder ein schönes Langloch machen (ok, Chrom ist futsch)

Re: Hartlöten an Stichplatten

Verfasst: Samstag 27. Dezember 2025, 10:27
von Tom Buzzard
TOM_MUE hat geschrieben: Dienstag 23. Dezember 2025, 20:05 … anbei noch das Ergebnis von der Überarbeitung der Stichplatte.

Vorher:
IMG_2412.jpeg

Nachher:
IMG_2485.jpeg

VG und frohes Fest ;-)
Wundergut gemacht... Hast was drauf... muss man dir neidlos zugestehen...

Re: Hartlöten an Stichplatten

Verfasst: Samstag 27. Dezember 2025, 14:29
von TOM_MUE
… vielen Dank für die Blumen beerchug
Ich glaube das ist Anfängerglück ;-)
Aber ich konnte damit auch Erfahrung sammeln.

VG, TOM_MUE

Re: Hartlöten an Stichplatten

Verfasst: Samstag 27. Dezember 2025, 17:08
von 3607
nadelheld hat geschrieben: Freitag 26. Dezember 2025, 22:58 Inzwischen setzt sich für solche Sachen gerne CuSi3 löten durch.
Geht mit MIG und WIG.

Alternativ wäre mit MIG und 1.4718 paar Punkte setzen, glätten und wieder ein Loch machen. 1.4718 wird zum Panzern von Verschleißteile verwendet.
Mit Gefühl und Nadelfeile lässt sich so auch wieder ein schönes Langloch machen (ok, Chrom ist futsch)
....als praktizierender Ossi staune ich nicht schlecht, was hier für Fachwissen vorhanden ist und bin auch noch so blöd zu erwähnen, dass ich - obwohl ich schon 1979 beruflich mit dem Schweißen begonnen habe und es bis heute noch tue, weiterhin an der Materie sehr interessiert bin - also zu erwähnen, dass ich weder von CuSi3 löten noch von 1.4718 jemals irgendetwas auch nur gehört habe.

Nun könnte ich die Kugel befragen und dann den schlauen Max raushängen lassen....

Viel mehr würde mich interessieren, wie viele hier im Forum wissen, wo sie ihre Stichplatte hintragen müssen, damit die Platte mit CuSi3 gelötet bzw. mit 1.4718 gepunktet werden kann. heul huh boewu oder macht ihr das zu Hause direkt neben der Maschine?

"Gute Nacht Freunde....."

der Jürgen

Re: Hartlöten an Stichplatten

Verfasst: Samstag 27. Dezember 2025, 18:16
von nadelheld
Gehört eigentlich nicht viel dazu.

MIG Alu und VA hab ich schon genug gebraten. WIG arbeite ich mich aber auch gerade erst in ein.

Wer MIG/MAG kann und Argon-Mix verwendet, da gibt es kleine Rollen z.B.
https://www.ebay.de/itm/186264061277

CuSi3 gibt es als "Stangen" oder auch auf Rolle, setzt aber Argon vorraus.
Wer WIG oder MIG Alu/Edelstahl bratet, der kann das auch zuhause machen.
https://www.ebay.de/itm/291014120873 oder https://www.ebay.de/itm/115182689110

Die Links sind zufällig ausgewählt, ich hab mit den Verkäufern nix am Hut.

Zu deiner Frage, ich mach das in der Garage biggrin