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Re: Riemenscheibe im 3D Druck erstellen

Verfasst: Samstag 11. Juli 2026, 18:37
von Flickflak
bianchifan hat geschrieben: Freitag 10. Juli 2026, 19:10
Flickflak hat geschrieben: Freitag 10. Juli 2026, 14:44 Die Maschine benötigt vor jedem Druck 5–10 Minuten für mehrere Selbstkalibrierungen.
Bei mir wird das Druckbett auf Temperatur gebracht und anschließend der Auto leveling Prozess angestoßen.
Danach die Düse erhitzt und Zwei kurze Bahnen an den Rand gelegt um zu schauen, ob alles im Fluss ist oder ein Problem besteht.
Und dann geht's los...
Ich war heute im FabLab und habe einen PETG-Druck erstellt. Dabei habe ich mir auch die Einführungsübungen genauer angesehen, die 7 Minuten dauerten.
Die Maschine extrudierte gut 4 Minuten lang Filament nach links, wobei die Düse gleichzeitig eine deutlich höhere Temperatur als die normale Drucktemperatur aufwies. Danach scheint Folgendes zu passieren:
Suche nach mechanischer Resonanz für den Regelungsalgorithmus
Höhenmessung vorne
Höhenmessung hinten und Reinigung des Düsenkopfes am Gummiblock
Höhenmessung an 9 mittleren Positionen
Druck von Streifen vorne.

Die Standardtemperatur für den PETG-Druck war auf 255 °C eingestellt, auf der Filamentrolle stand jedoch 210–235 °C. Ich habe sie auf 235 °C geändert. Die Betttemperatur betrug ca. 79 °C, auf der Rolle stand aber nur 0–60 °C. Ich habe versucht, auf 60 °C zu wechseln, habe die Temperatur aber wahrscheinlich auf einem anderen Druckbett eingestellt. Es war mir etwas unklar, ich glaube, ich habe versehentlich die Temperatur verstellt. Man kann die Temperatur für verschiedene Druckbetten einstellen, was mich etwas verwirrt hat.
Bambu slicer temperature settings1.png
Aber das Ergebnis war in Ordnung.

Das Fablab bezieht PLA von verschiedenen Herstellern, und alle Benutzer verwenden es gleich. Die drei gedruckten Objekte stammen vom selben Bambu-Drucker, und die beiden grünen stammen von derselben Spule, allerdings mit einem zeitlichen Abstand von etwa vier Wochen. Das pinkfarbene Filament könnte daher von einem anderen Hersteller stammen als das grüne.

Leider habe ich nicht recherchiert, welche Temperatur üblicherweise für PLA verwendet wird. Ich meine, mich zu erinnern, dass es 220 °C sind, bin mir aber nicht ganz sicher.

Grüß Viggo

Re: Slicer im 3D Druck

Verfasst: Samstag 11. Juli 2026, 20:52
von sputnik
Es muss nicht ein anderer Hersteller sein. Ich habe normalerweise nur PLA gedruckt und bei jeder neuen Spule vorher die optimalen Parameter mit ein paar ganz kleinen Testobjekten getestet. ... oft reichen 2°C Temperaturunterschied bei Bettplatte oder Düse um ein deutlich besseres/schlechteres Ergebnis zu erzielen. Auch zwischen 2 Farben oder einer neuen Charge sind leichte Unterschiede feststellbar.
Wenn ich eine Spule neu ausgepackt und getestet hatte, machte ich bei optimalen vorhandenen Parametern ein rotes "OK" mit einem Häkchen, ansonsten kamen Etiketten mit Hinweisen für die Benutzung drauf.
Saubere Bettplatte und stabile klimatische Bedingungen sind natürlich auch vorteilhaft.
Bei mir war in der Anfangszeit ein Zettel mit der Aufschrift: "Bitte die Bettplatte nicht anfassen!" eines der erfolgreichsten Mittel. Der Drucker stand immer offen damit die Schüler ihn ansehen können. Einer hat mir erzählt das sie in seiner Ausbildung Probleme mit einem Kollegen und seiner Handcreme hatten wenn der Platte angegriffen hatte. Der Zettel schützt die Platte gleichzeitig auch vor Staub (wir hatten vor dem Fenster riesige Bäume mit einer entsprechenden Pollenbelastung).
Die Bettplatte vom alten Prusa hat bei fast täglichem Betrieb ~3 Jahre durchgehalten.
Ich habe ausser bei den ersten Versuchen nie Klebstoff oder ähnliches verwendet ... normal immer nur Spülmittel und Wasser ... und ganz selten Alkohol beerchug

Re: Slicer im 3D Druck

Verfasst: Samstag 11. Juli 2026, 21:01
von Achim (js_hsm)
Tja und ich drucke alles was an PLA reinkommt mit 55° Betttemperatur und 220° Hotend
Keine Probleme und saubere Druckergebnisse wink

Re: Slicer im 3D Druck

Verfasst: Samstag 11. Juli 2026, 22:54
von nadelheld
Man kann bei Orca über calibration einen temp tower drucken. Damit kann relativ gut die optimale Einstellung für die Düse rausfinden.
Sollte bei allen Orca Derivate da sein.
22-49-23.png
Manche machen das für jede Rolle neu... :lol27:

Re: Slicer im 3D Druck

Verfasst: Samstag 11. Juli 2026, 23:08
von sputnik
Manche machen das für jede Rolle neu... :lol27:

Ja ... ich hab das gemacht weil es bei den Rollen die bei uns herumlagen bis zu 20° Temperaturunterschiede gab ... und ich dadurch die Beschädigungen des Druckers um ~70% verringern konne.
Einmal hat ihn ein Kollege über Nacht unbeaufsichtigt laufen lassen ... und am nächsten Morgen war der gesamte Druckkopf in einer riesigen Plastikkugel eingeschmolzen ... hat ~1 Woche gedauert bis ich das wieder repariert hatte. Da sind die Test für jede neue Rolle die maximal unter 2 Std. nebenbei brauchen das kleinere Übel.

Re: Slicer im 3D Druck

Verfasst: Samstag 11. Juli 2026, 23:46
von Achim (js_hsm)
sputnik hat geschrieben: Samstag 11. Juli 2026, 23:08 Einmal hat ihn ein Kollege über Nacht unbeaufsichtigt laufen lassen ... und am nächsten Morgen war der gesamte Druckkopf in einer riesigen Plastikkugel eingeschmolzen
Das passiert wenn das Druckobjekt sich vom Druckbett löst und an der Düse klebt bzw. von dieser übers Druckbett geschoben wird.

Re: Slicer im 3D Druck

Verfasst: Sonntag 12. Juli 2026, 01:52
von sputnik
Das passiert wenn das Druckobjekt sich vom Druckbett löst und an der Düse klebt bzw. von dieser übers Druckbett geschoben wird.

Genauso war es. wink

Re: Slicer im 3D Druck

Verfasst: Sonntag 12. Juli 2026, 02:02
von Achim (js_hsm)
sputnik hat geschrieben: Sonntag 12. Juli 2026, 01:52
Das passiert wenn das Druckobjekt sich vom Druckbett löst und an der Düse klebt bzw. von dieser übers Druckbett geschoben wird.

Genauso war es. wink
Hat also nichts mit der Drucktemperatur zu tun

Bett unsauber, schlechte Z Kalibrierung oder zu kaltes Druckbett wink

Re: Slicer im 3D Druck

Verfasst: Sonntag 12. Juli 2026, 06:53
von sputnik
Ich war nicht dabei ... ich habe aber z.B. festgestellt das bei vielen Filamenten eine leichte Anpassung der Bettemperatur (max. +/- 5° ... häufig +2° bis +4°) eine deutliche Verbesserung der Haftung der ersten Schicht brachte.
Ich hab mir dann eben eine Reihe von sehr kleinen Testobjekten gebastelt (der alte Prusa war ja nicht sehr schnell ... alle unter 10min Druckzeit) die ich auch als Giveaways nutze und die eine Auflagefläche von max. 1cm² hatten. Damit sieht man dann schnell welche Temperatur die meiste Haftung bringt. Vor den Tests wurde die Bettplatte immer mit Wasser und Spülmittel gewaschen. Und die Schüler freuten sich immer den Drucker beobachten zu können und über die vielen kleinen Giveaways. smile
Ein gutes Testobjekt/Giveaway waren auch verkleinerte "Flugdrachen" und "Fledermäuse" welche zum grossen Teil nur aus der ersten Schicht bestehen. Da sieht man sofort ob das eine Schicht zusammenhängende Schicht mit dem Profil der Bettplatte wird.

Zwischendurch gabs dann auch gelegentlich Videos wie Häuser aus Beton gedruckt werden etc.

Re: Slicer im 3D Druck

Verfasst: Sonntag 12. Juli 2026, 07:50
von nadelheld
sputnik hat geschrieben: Sonntag 12. Juli 2026, 06:53 Zwischendurch gabs dann auch gelegentlich Videos wie Häuser aus Beton gedruckt werden etc.
da ist die Düsentemperatur zum Glück nicht von Bedeutung

Die Temperatur an der Düse ist, wenn nicht krass daneben, nicht der Grund wenn es sich löst.
Das hat mehr Auswirkung aufs Druckbild.

Haftung ist:
Düsenabstand zu groß,
Platte verschmutzt, ungeeignete, zu kalt,
Überextrusion (schreibt man das so?)
Verzug bei massiven Teile durch Schrumpfung beim abkühlen (offener Bauraum)
Lüfter bei den ersten Lagen aktiv
zu geringe Kontaktfläche (Brim verwenden)