Technisch genial gelöste Eigenheiten von Haushalt-Nähmaschinen

Hier können alle Technischen Dinge eingetragen werden, die nicht Marken oder Hersteller spezifisch sind.
Also diese die Technisch in allen Nähmaschinen vom Grundprinzip her gleich sind.
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HusPfaSing
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Technisch genial gelöste Eigenheiten von Haushalt-Nähmaschinen

#1 Beitrag von HusPfaSing »

Ich möchte Euch gerne dazu bewegen, genial gelöste Eigenheiten von Nähmaschinen hier vorzustellen, natürlich auch von Euch selbst genial gelöste Änderungen. Irgendwann vielleicht (eher warscheinlich nicht) wird sich dann einer DIE wahnsinns geniale Nähmaschine beuen, welche keine Wünsche mehr offen lässt biggrin.

Ich beschränke mich hier vorwiegend auf mechanische Maschinen ev. noch mit Nadelstop oben und werde mich ausdrücklich noch über die Nachteile einer vollelektronischen 1471 Creativ äussern.

Ich fange mal an was da so alles mir bekanntes verbaut wurde oder eben auch nicht.

Genialitätspunkte von mir 1 bis 10 (0-4 = störend bis unnötig, 5-6 = ok, 7-8 = gut gelöst, 9-10 = Sehr gut gelöst bis notwendig.

10 Punkte für den Zickzack. Ausser z.B. der Elna 1, der Bernina 121 und der sehr schönen Helvetia 404 haben die meisten mir bekannten Haushaltnähmaschinen eine ZZ Funktion. ZZ benötige ich für einen Riegel (Knopfloch z.B.), selten für die Randversäuberung und für Folien.

10 Punkte für den umschaltbaren Vorwärts- bzw. Rückwärtstransport der Pfaff 12xx, welche Maschine hat dies noch verbaut?:
Alle gewählten ("vorwärts") Stiche werden dabei durch die Timingverschiebung um 180° in absolut gleicher Länge sowohl vorwärts wie auch rückwärts genäht, vermutlich ist diese einmalige Funktion den wenigsten 12xx Besitzern bewusst.
Nebenbei sind nur dadurch zusätzliche Stiche möglich, welche mit der Rückwärtstaste und Stichlänge gegen 0 vorwärts genäht werden! (Die Automatik will rückwärts nähen, der Rückwärtsschalter kehrt dies aber um in einen Vorwärtsstich.)

10 Punkte für Schnappfüsse. Neuere Elnas, Pfaffs ab 1229 und Tiptastenmodelle, Berninas: Füsse werden bei mir dauernd gewechselt, vor allem zwischen Zierstich, Normal, Reissverschluss und offener Fuss bei heiklen Stellen.

10 Punkte für den Obertransport: die meisten der Pfaff 12xx, einige der Tiptastenmodelle: Mit Obertransport zu nähen ist eine andere Welt, ich möchte nicht mehr darauf verzichten! Einmal Obertransport, immer Obertransport.

10 Punkte für die frei wählbare Nadelstellung Links/Mitte/Rechts: Berninas, Elnas, Phoenix, Pfaff 26x, 36x, 12xx (Nutzstiche nicht), Keller: Sehr wichtig für heikle Stellen und je nach dem für den Reissverschluss.

10 Punkte für den Freiarm: So gut wie alle Haushalt-Nähmaschinen hier in Europa haben einen Freiarm. Gut, zu 90 % nähe ich mit Tisch, aber für die restlichen 10% ist mir der Freiarm 10 Punkte Wert.

09 Punkte für den elektronischen Tempomat. Pfaff 1071, 1471, 1229: Wirklich sehr sehr gut, ausser sie steigt aus... Ein mechanisches Zweigang Getriebe (Elna 1, Husqvarnas) wäre auch OK:-)

09 Punkte für werkzeugloses entfernen der Stichplatte. Elnas, Berninas, Pfaff Tiptastenmodelle: Ja, für mich in der Praxis wirklich sehr nützlich, schade haben dies einige Maschinen nicht.

09 Punkte für die eingebaute, kombinierte ZZ und Transporteur Automatik. Einige Maschinen: Wirklich nötig für mich sind nur der 3 Fach ZZ in voller Breite, der 3 Stichzickzack und der damit verbundene Hexenstich (aber bitte jeweils auch rückwärts!!).

09 Punkte für den oben zugänglichen Elna Umlaufgreifer: Die Spule liegt zwar etwas gewöhnungsbedürftig oben hinter der Nadel, aber der Greifer läuft hervorragend und leise. Er ist der einzige mir bekannte Greifer mit mechanisch aufgehendem Spalt für den reibungslosen Durchlass des Fadens nach der Umschlingung. Der Spulenwechsel geht mit einem Magneten mit Griff super schnell und auch mit angebautem Tisch.

08 Punkte für die Momenttasten von Geradstich und ZZ der Pfaff 36x: Der Hebel ermöglicht mitten im Steppen kurz den ZZ, bzw. während dem ZZ nähen kurz den Stepstich zu benützen ohne die gewählte Einstellung zu ändern. Dies kann z.B. für das Knopfloch benützt werden.

08 Punkte für die mechanische Zweigang Schaltung: Benötigt keine Elektronik, wurde verbaut in div. Husqvarnas und der Elna 1. Damit kann ohne elektronischen Tempomat echt langsam genäht werden, was bei heiklen Stellen und/oder dickem Stoff sehr nützlich ist.

08 Punkte für den Versenkbaren Transporteur, welcher aus- und einschaltbar ist von aussen, ohne den Nähfuss anheben zu müssen! Pfaff 12xx, Husqvarnas: Sehr nützlich um dicken Stoff - vor und während dem Nähen - einfacher verschieben zu können. Manchmal auch benütze ich den Versenker um am Ende der Naht den letzten Nadeleinstich exakt zu verkürzen. Zum Stopfen taugt die Transporteurabdeckung der Elnas und Singers genau so gut bis besser.

08 Punkte für den Nadeltop oben gekoppelt mit dem Fusslifter: Pfaff 362, 12xx: Absolut praxistaugliche und elektronikfreie Funktion, auf die ich ungern verzichte!

08 Punkte für den ausschaltbaren elektronichen Nadelstop oben/unten. Husqvarna 6690, Satrap 906E: Wenn schon dann so!! Bei der Husqvarna 6690 hat der Schalter 3 Positionen (oben, aus, unten), bei der Satrap wird der Nadelstop durch einen Knopf einmalig ausgelöst. Permanenter und nicht ausschaltbarer Nadelstop kommt für mich nicht in Frage.

08 Punkte für den seitlich und direkt eingebauten mitschwenkenden Umlaufgreifer der Keller: Die Idee ist Brilliant, da die Nadel seitlich eingefädelt wird wie bei reinen Steppstichmaschinen. Damit aber trotzdem ZickZack genäht werden kann, schwenkt der Umlaufgreifer synchron mit der Nadel zusammen nach links und rechts, wobei sowohl das Timing von Nadel zu Greifer wie auch der Nadelabstand zum Greifer immer identisch bleiben. Bemerkenswert natürlich auch der Leichtlauf dieses Greifers, da kein Zahnrad involviert ist. Prinzipiell ist bei dieser Konstruktion ein sehr breiter ZZ möglich ohne damit in einen Timingkonflikt zwischen Nadel und Greifer zu kommen, in der damals patentierten Keller Ausführung aber sind es leider nur 4 mm.

08 Punkte für den Einfädler. Pfaff 36x, 12xx, Tiptastenmodelle, Singer 670: In meinem Alter sehr nützlich, vor allem auch, da ich viel und dauernd den Faden wechsle.

08 Punkte für den Metal Umlaufgreifer unten/vorne (Pfaff 26x,36x, 12xx, Tiptastenmodelle, Turissa, Satrap 906E: Der Spulenwechsel ist zwar nur von vorne aus möglich (mühsam wenn fast immer mit Tisch genäht wird), der Greifer aber funktioniert ausgezeichnet und bleibt auch bei Hochgeschwindigkeit angenehm leise.

07 Punkte für den Elna Supermatic Tranporteur: Die Zacken sind Pyramidenförmig und transportieren den Stoff vorwärts und rückwärts gleich gut. Alle Maschinen mit einem Knopflochautomat wären damit besser bedient als mit den allgemein verwendeten Zacken. Vielleicht hat dieser Elna-Transporteur ja auch Nachteile, die ich noch nicht kenne.

06 Punkte für den Knopflochautomat ohne den Stoff drehen zu müssen. Wird von vielen Marken im oberen Preissegment angeboten: Die Funktion ist für mich im grosen ganzen ganz praktisch, aber nicht wirklich wichtig. Ohne dieses Future benötigt man einfach einen ZZ mit Nadelposition L, einen entsprechenden Nähfuss und der Stoff muss halt gedreht werden.

05 Spulenkapselsystem. Bernina, Pfaff, Keller, und viele mehr ohne Elna und Singer: Es können zwei oder drei Kapseln mit unterschiedlicher Fadenspannung für unterschiedliche Anwendungen benützt werden. Bei offenem System muss jeweils die Fadenspannung verstellt werden.

05 Punkte für werkzeugloses öffnen des Deckels oben. Pfaff 36x, 12xx (ohne 1229), Bernina: Ist praktisch, aber nicht soooo wichtig.

05 Punkte für werkzeugloses öffnen des Freiarmes. Keller und Bernina.

05 Punkte für den Versenkbaren Transporteur: haben die meisten Nähmaschinen, die Elnas und Singer 4xx, 6xx benötigen zum Stopfen eine Transporteurabdeckung.

05 Punkte für den immer wagrecht laufenden Transporteur: Pfaff 12xx, Elna ZZ/SU/SP/TSP, Keller: Die Wichtigkeit ist wahrscheinlich überbewertet, ich finde sie prinzipiell sinnvoll.

05 Punkte für Nadelstellung Links/Mitte/Rechts Teilweise wählbar: Pfaff Tiptasten Modelle, Pfaff 12xx (Automatikstiche), Husqvarnas, Elna Carina: Tia, irgendwie wurde diese Funktion wegrationiert, vermutlich auch wissen nur wenige damit etwas anzufangen.

05 Punkte für die Geschwindigkeitsbegrenzung. Elnas, Pfaff 1229, 1071: Ist schon gut, vor allem gegen Abend, wenn die Nachbarn schlafen möchten.

05 Punkte für die vorgesehene Spulung des Unterfadens durch die Nadel: Husqvarna 2000 und 6690. Vor allem bei eingebautem Einfädler ist diese Funktion vernachlässigbar.

05 Punkte für den aussen angebauten Motor. Helvetia 404, Phoenix, Privileg: Bei Ausfall kann der Motor relativ einfach getauscht oder sogar durch ein anderes Model ersetzt werden.

05 Punkte für die stufenlose und unabhängige Wahl von Länge zu Dichte bei den Zierstichen. Pfaff 36x, 12xx (mit Zierstichfunktion). Wenn schon klassische Zierstiche, dann so. Ich könnte ganz auf Zierstiche verzichten, wäre da nicht eine sinnvolle Funktion bei den 12xx verbunden: Mit einem der Zierstichen (Einstellung 0 = die Funktion bleibt an Ort uns Stelle stehen) kann eine bestimmte Zickzackbreite gewählt und danach unabhängig davon die Stichlänge verstellt werden. Diese sinnvolle Funktion ist bei den 12xx Pfaffs nicht vorgesehen und deren Lösung per Zierstich auch nicht dokumentiert.

04 Punkte für den Bernina CB Greifer: Er funktioniert zwar hervorragend, ist aber wegen der Oszillierenden Funktion nur bedingt für dauernd hohe Geschwindigkeiten tauglich. Mir passt kein CB Greifer, auch der der Bernina.

01 Punkt für den permanennten elektronichen Nadelstop oben/unten. Pfaff 1071, 1471, Elna Carina electronic: Ein permanennter Nadelstop ist die reinste Katastrophe beim nähen von heiklen Stellen, weil die Elektronik einfach weiter näht, obwohl ich schon lange vom Pedal weg bin. Heikle Stellen können so absolut nur mit dem Handrad genäht werden. Bei meiner Elna Carina habe ich es per Magnet geschafft, sowohl den Nadelstopp ganz auszuschalten, wie auch anstatt permanennt oben je nach Stellung der Nadel sowohl einen oberen, wie auch einen unteren Stopp zu haben.

00 Punkte für das Vergessen des zuletzt gewählten Stiches. Pfaff 1471: So ein Schrott!!! Die 1471 Creative kann sehr viel, sogar können Stiche neu einprogrammiert und wieder abgerufen werden. Sie kann schreiben, Stichkombinationen speichern, Stiche Spiegeln, rückwärts nähen usw. usw. Aber nach dem Einschalten näht sie stur den Geradstich 2 mm, pasta.

Von allen mir bekannten Nähmaschinen überzeugt mich am meisten die Pfaff 1229 Synchromatic.
Sie verfügt über: intelligente Stichwahl, Nadelposition LMR, Knopflochautomat, Rückwärtsgang für fast alle Stiche, Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzung, Fadenwächter, Obertransport, Nadelstop oben per Fusslifter, super Umlaufgreifer, schnell und leise, mechanische Nadel und Transporteursteuerung.

Bei Interesse bitte weitere, sowohl für Dich subjektiv gut gelöste Eigenheiten von Nähmaschinen
als auch Nähmaschinen zu meinen bereits vorhandenen Eigenschaften beifügen.

Schön ist, wenn hier so eine Art Enzyklopädie von zu lösenden Nähaufgaben und deren technischen Umsetzung entsteht. smile
Zuletzt geändert von HusPfaSing am Samstag 2. November 2024, 10:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Technisch genial gelöste Eigenheiten von Haushalt-Nähmaschinen

#2 Beitrag von adler104 »

Was soll denn das Ziel der Bewertungspunkte sein? Eine Gesamtnote in Form einer Gesamtpunktzahl für eine Nähmaschine? Soll es da dann mal ein LIste der Modelle geben? Du erwähnst zwar diverse Maschinen aber für die jeweilige Maschine entsteht ja kein Gesamtbild / keine Gesamtbewertung. Oder wie soll das gedacht sein. Ohne vorher ein "allgemeingültiges" oder Foren-internes Wertesystem / Bewertungssystem (???) festgelegt zu haben, das von alle akzeptiert wird, sind deine Bewertungspunkte ja eher subjektiv, oder? huh Ob das insgesamt sinnvoll ist, weiß ich nciht aber ich kann es nicht wirklich sinnvoll nachvollziehen warum ich z.B. dem werkzeuglosen Öffnen eines Deckels an einer Nähmaschinen eine bestimmte Punktzahl geben sollte. IMO - viel Text aber kein Fazit zu bestimmten Maschinen. Selbst wenn sich das jemand durchliest, was soll er mit den Informationen anfangen? Sorry, aber ich kann damit nichts anfangen.
Middem Öl nich spaasam sein! wink

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Re: Technisch genial gelöste Eigenheiten von Haushalt-Nähmaschinen

#3 Beitrag von HusPfaSing »

Der Sinn No. 1 soll die Weitergabe von technischem Wissen in Bezug zu der praktischen Anwendung sein. In der damaligen Zeit haben die Ingenieure unglaublich viele mehr oder auch weniger sinnvolle Konstruktionen ausgedacht, die meisten davon sind wirkich interessant: Pfaffs 12xx Rückwärtsgang, Singers 4 und 6xx nur von Ingenieuren bedienbarer Zierstichansteuerung, Kellers technisch genialer ZZ, usw. usw.

Sinn No. 2:

Es gibt wahrscheinlich viele, die hier herumstöbern mit dem Ziel die Auswahl der für Ihre Bedürfnisse am Besten geeigneten Nähmaschinen einzugrenzen.

Falls nun z.B. Deiner Ansicht nach ein nicht ausschaltbarer Nadelstop überhaupt keinen Nachteile hat, kannst Du dies hier begründen und der Leser hat ein Gegenargument. Umgekehrt könntest Du dies auch bekräftigen.

Das Forum ist ja vor allem Markenspezifich geordnet und die Themen drehen sich meistens um Probleme und deren Behebung. Hier soll es aber nur um sinnvolle bis sinnlose technische Eigenheiten von bekannten und unbekannten, in top Zustand befindlichen Nähmschinen gehen, Quasi ein Loblied der damaligen Nähmaschinen-bau-kunst.

Ich habe einfach einmal angefangen, um zu schauen ob da eine Resonanz existiert, oder ich damit ev. komplett auf dem Holzweg bin.

Gerne kann dabei eine mit Argumenten bekräftigte Bestoff oder auch Worstoff Nähmaschinen Liste entstehen. Und vielleicht muss dabei getrennt werden zwischen der Linie super funktionell und ewig haltbar.
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Re: Technisch genial gelöste Eigenheiten von Haushalt-Nähmaschinen

#4 Beitrag von Ostrod »

Moin!

Ich finde es allein schon interessant zu erfahren, was es so alles gibt und auch, wie andere das (für sich) bewerten.
Auch wenn ich beruflich und an ganz anderen Maschinen nähe, heißt das ja nicht zwingend, daß es nicht doch irgendwo Potential zu sinnvoller Veränderung geben kann, von dem ich einfach nix weiß. Aber, selbst wenn da nichts direkt für mich dabei sein sollte, so ist es doch kein "schädliches" Wissen.

Am Ende kann das auch eine Art der Hilfe zur Entscheidungsfindung bei Kaufambitionen sein. Schließlich wird mit tausend Zaubereien geworben (ich ware noch auf die Zahl der integrierten Cupholder >70mm wink ), die manche Interessenten meist gar nicht wirklich oder gar sinnvoll bewerten können.

Gruß, Lukas

PS: Wg Nadelstopp: Bei den Servomotoren ist die Charakteristik einstellbar, also ab welchem Moment der wirksam wird und mit welcher Geschwindigkeit. Vielleicht verbirgt sich ja auch bei den Maschinen da entsprechendes in den Tiefen der Einstellungen.

PPS: Mir ist mal eine, in meinen Augen, völlig sinnfreie Funktion untergekommen. Eine extra fürs Knopfannähen und sogar mit Extrafuß. Da grübel ich bis heute, was die anders macht, als Zickzack bei Transport auf null, was auch mit dem normalen Fuß geht.
Geist ist geil!

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Re: Technisch genial gelöste Eigenheiten von Haushalt-Nähmaschinen

#5 Beitrag von HusPfaSing »

Genau um das geht es, Du machst mir Mut Lukas :-)
Ostrod hat geschrieben: Samstag 2. November 2024, 11:26 (ich ware noch auf die Zahl der integrierten Cupholder >70mm wink ), die manche Interessenten meist gar nicht wirklich oder gar sinnvoll bewerten können.
Das verstehe ich nun nicht: Was ist ein Cupholder?
Ostrod hat geschrieben: Samstag 2. November 2024, 11:26 PS: Wg Nadelstopp: Bei den Servomotoren ist die Charakteristik einstellbar, also ab welchem Moment der wirksam wird und mit welcher Geschwindigkeit. Vielleicht verbirgt sich ja auch bei den Maschinen da entsprechendes in den Tiefen der Einstellungen.
Mir geht es weniger um die Charakteristik, sondern um die Möglickait der Ausschaltung dieser Funktion, damit der Motor in dem Moment stoppt, wo ich weg bin vom Pedal.
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Re: Technisch genial gelöste Eigenheiten von Haushalt-Nähmaschinen

#6 Beitrag von Ostrod »

Das mit den Cupholdern war ein Scherz, weil wohl die Amis ihre Autos u.a. mit der Zahl der Getränkehalter bewerben, was in meiner Welt wohl eines der letzten Kriterien wäre, wonach ich ein Auto kaufen würde.

Zum Nadelstop: Bei Industriemaschinen ist es üblich, sie auf Stopp unten einzustellen und durch Rückwärtstritt aufs Pedal anzuheben. Das ist auch einfach umkehrbar. Man muß sich allerdings vor Nähbeginn entscheiden. smile Schon rein logisch kann es da keine Zwischenstopps geben. Um die Funktion auszuschalten muß man schon richtig ins Menü gehen. Das macht man aber eher nicht. Gewöhnlich passt man einfach die Nähgeschwindigkeit so an, daß man mit der gewählten Endlage leben kann.
Und ja, es passiert halt manchmal, daß man sich den Stopp anders vorstellte. Dann weiß man, daß man zu schnell sein wollte. -boewu-
Ich finde die Variante des Einzelstiches (einfach kurzes Antippen des Pedals) für kniffelige Sachen sinnvoll. Das sichere Halten des Nähgutes nach jedem Stich ebenso.

Gruß, Lukas
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Re: Technisch genial gelöste Eigenheiten von Haushalt-Nähmaschinen

#7 Beitrag von claude »

Das Thema hier finde ich jedenfalls interessant.

Spannend wäre sicher ein Wiki, in dem es zu den Maschinen jeweils Artikel im Nähmaschinen-Verzeichnis-Stil gäbe, nur eben mit dem Unterschied, daß jeder mitmachen kann und es insofern sehr viel schneller wachsen könnte.
Ostrod hat geschrieben: Samstag 2. November 2024, 11:26 PPS: Mir ist mal eine, in meinen Augen, völlig sinnfreie Funktion untergekommen. Eine extra fürs Knopfannähen und sogar mit Extrafuß. Da grübel ich bis heute, was die anders macht, als Zickzack bei Transport auf null, was auch mit dem normalen Fuß geht.
Die Funktion ist wohl für Näh-Analphabeten, die sonst nicht drauf kämen, oder um damit rumzustrunzen, wie viele Funktionen die Maschine hat ;-)

Aber das Füßchen hat mir schon oft geholfen, wenn ich manche Knöpfe mit dem Universalfuß nicht richtig zu fassen gekriegt habe.

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Ostrod
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Re: Technisch genial gelöste Eigenheiten von Haushalt-Nähmaschinen

#8 Beitrag von Ostrod »

claude hat geschrieben: Samstag 2. November 2024, 16:06 Aber das Füßchen hat mir schon oft geholfen, wenn ich manche Knöpfe mit dem Universalfuß nicht richtig zu fassen gekriegt habe.
Ja, mein Lieber,

den Widerspruch hatte ich eingepreist. Es gibt Knöpfe, bei denen der nützlich ist. Aber es gibt auch Knöpfe, bei denen er gar nicht funktioniert.
Polsterer haben meist aus Daumen und Zeigefinger eher eine Art Kneifzange entwickelt. Das hält jeden Knopf unter jedem Fuß. wink biggrin

Abgesehen davon, ist das eh eher für "Wäscheknöpfe" gedacht und sonst nur eine Krücke / ein Pfusch, gegenüber dem handgenähten Knopf mit Stiel (Stil wink).

Gruß, Lukas
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Re: Technisch genial gelöste Eigenheiten von Haushalt-Nähmaschinen

#9 Beitrag von Noffie »

claude hat geschrieben: Samstag 2. November 2024, 16:06 Das Thema hier finde ich jedenfalls interessant.

Spannend wäre sicher ein Wiki, in dem es zu den Maschinen jeweils Artikel im Nähmaschinen-Verzeichnis-Stil gäbe, nur eben mit dem Unterschied, daß jeder mitmachen kann und es insofern sehr viel schneller wachsen könnte.
der Unsinn würde in gleichem Maße - also sehr viel schneller wachsen .

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Re: Technisch genial gelöste Eigenheiten von Haushalt-Nähmaschinen

#10 Beitrag von claude »

Ja, das ist wirklich von Knopf zu Knopf sehr unterschiedlich, wie man ihn am besten zu fassen kriegt.

Aber Daumen und Zeigefinger, das ist ein interessanter Ansatz, werde ich mal ausprobieren.

Kein Wechsel spart natürlich erheblich Arbeit, allemal, wenn es kein Klickfüßen ist.

Jedenfalls ist das Leben definitiv zu kurz, um Knöpfe mit der Hand anzunähen ;-)

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