Hallo,
ich bin Nähanfängerin und Erbin einer Bernina 700 (ohne Anschiebetisch, falls jemand weiß, wo ich so einen noch herbekomme, immer gerne).
Im Prinzip bin ich sehr zufrieden mit ihr, sie ist voll funktionstüchtig, und wurde im Nähzimmer gelagert. Vor der ersten Benutzung habe ich sie entfusselt und geölt.
Jetzt lief sie auch etwa einen Monat gut, aber in letzter Zeit rutscht der Keilriemen immer wieder durch. Ich vermute, das gute Stück ist einfach fertig, da fallen auch größere Stücke ab. Im Forum hatte ich irgendwo gelesen, dass er auf Fingerdruck auch nur 0,5 cm nachgeben sollte, das ist eher 1 cm - zu locker ist er vermutlich auch.
Ich würde ihn daher gerne wechseln - habe aber noch nie an einer Nähmaschine rumgeschraubt (außer das Aufmachen zum Ölen), bin aber handwerklich nicht total unbegabt. Kann ich das selbst machen? Dem Forum habe ich entnommen, dass er nicht nur gewechselt, sondern auch eingestellt werden müsste - wie das geht, weiß ich nicht. Und dass die Bernina, wenn der Keilriemen ab ist, sich wie Butter bewegen lassen sollte, sonst hakt es noch irgendwo in den Interna, wo ich dann einmal potenziell verharztes Öl entfernen und neu ölen müsste.
Ich hab raus gefunden, was ich für einen Keilriemen brauche, aber auf https://www.occaphot-ch.com/ habe ich leider keine Anleitung gefunden, wie man das denn nun macht.
Kann mir jemand helfen?
Vielen Dank!
Bernina 700 Keilriemen wechseln
Re: Bernina 700 Keilriemen wechseln
das ist recht einfach =
vom Motor die beiden Halteschrauben(mit denen er am Halter befestigt ist) entfernen, den alten Riemen vom Pulley(Motorantriebsrad) und vom Handrad abziehen, den neuen ebenso auflegen, den Motor mit den 2 Halteschrauben nur schwach anziehen, dann den Motor nach rechts ziehen und danach die Halteschrauben "grad so" anziehen, dass der Motor nicht mehr verrutscht; am Riemen mit 2 Fingern prüfen, ober sich grad noch um max. 90 Grad verdrehen lässt; danach die Schrauben endgültig nachziehen, fertig !

vom Motor die beiden Halteschrauben(mit denen er am Halter befestigt ist) entfernen, den alten Riemen vom Pulley(Motorantriebsrad) und vom Handrad abziehen, den neuen ebenso auflegen, den Motor mit den 2 Halteschrauben nur schwach anziehen, dann den Motor nach rechts ziehen und danach die Halteschrauben "grad so" anziehen, dass der Motor nicht mehr verrutscht; am Riemen mit 2 Fingern prüfen, ober sich grad noch um max. 90 Grad verdrehen lässt; danach die Schrauben endgültig nachziehen, fertig !


Re: Bernina 700 Keilriemen wechseln
Das klingt tatsächlich sehr machbar, vielen Dank!
Ich werde aus der Beschreibung zwar noch nicht ganz schlau, aber das wird dann hoffentlich, wenn ich dabei bin, sonst muss ich nochmal fragen
Ich werde aus der Beschreibung zwar noch nicht ganz schlau, aber das wird dann hoffentlich, wenn ich dabei bin, sonst muss ich nochmal fragen

Re: Bernina 700 Keilriemen wechseln
einen 700er Tisch hab ich auch noch da, bitte eine Mail;
Gruss


Gruss
Re: Bernina 700 Keilriemen wechseln
So, es ist vollbracht.
Damit der nächste ahnungslose Mensch, der über Google herkommt, noch mehr Informationen erhält, dokumentierte ich mal meine Erkenntnisse.
Erstens, Ersatzkeilriemen. Ich wusste ja dank occaphot-ch.com, dass ich einen in der Größe 5x322-340 mm brauche. Naiv wie ich war hab ich einfach einen 5x322 mm Keilriemen bei Amazon bestellt (Omnibelt), um dann festzustellen, dass er Zähne hat, der ursprüngliche (Leder?)Riemen jedoch nicht. Um es kurz zu machen: das muss so sein, das ist kein Zahnriemen, das mindert in der Größe Verschleiß, weil er besser biegbar ist.
Ich hab dann wie von uu4y beschrieben, die 2 Halteschrauben gelöst, konnte den Keilriemen aber nicht abziehen, da er dafür zu stramm saß. In seiner Beschreibung hatte uu4y aber auch was von Motor nach rechts schieben geschrieben und ich hab dann entdeckt, dass der Motor von zwei Schrauben an der Nähmaschine befestigt ist und man ihn, wenn man diese lockert, zwar nicht nach links und rechts, aber nach oben und unten verschieben kann.
Also nach oben geschoben, Keilriemen ab, 60 Jahre Lederstaub wegepinselt und einmal feucht gewischt und getrocknet, neuer Riemen dran, runter geschoben, festgezogen, Halterung wieder drauf.
Spannung richtig einstellen, fand ich schwierig, trotz des Dreh- und Drücktests, die hier im Thread beschrieben sind. Beim ersten Mal war es zu stramm und sie nähte in Zeitlupe, jetzt ist es besser, aber sie ist noch einen Ticken langsamer und vor allem lauter als davor.
Ist das am Anfang immer so oder muss ich noch weiter lockern? Oder muss ich die Schrauben, die den Motor befestigen, noch fester ziehen (sie waren so fest, ich hab sie nur mit einer Rätsche aufbekommen und sie jetzt normal fest mit Schraubenzieher gezogen)?
Damit der nächste ahnungslose Mensch, der über Google herkommt, noch mehr Informationen erhält, dokumentierte ich mal meine Erkenntnisse.
Erstens, Ersatzkeilriemen. Ich wusste ja dank occaphot-ch.com, dass ich einen in der Größe 5x322-340 mm brauche. Naiv wie ich war hab ich einfach einen 5x322 mm Keilriemen bei Amazon bestellt (Omnibelt), um dann festzustellen, dass er Zähne hat, der ursprüngliche (Leder?)Riemen jedoch nicht. Um es kurz zu machen: das muss so sein, das ist kein Zahnriemen, das mindert in der Größe Verschleiß, weil er besser biegbar ist.
Ich hab dann wie von uu4y beschrieben, die 2 Halteschrauben gelöst, konnte den Keilriemen aber nicht abziehen, da er dafür zu stramm saß. In seiner Beschreibung hatte uu4y aber auch was von Motor nach rechts schieben geschrieben und ich hab dann entdeckt, dass der Motor von zwei Schrauben an der Nähmaschine befestigt ist und man ihn, wenn man diese lockert, zwar nicht nach links und rechts, aber nach oben und unten verschieben kann.
Also nach oben geschoben, Keilriemen ab, 60 Jahre Lederstaub wegepinselt und einmal feucht gewischt und getrocknet, neuer Riemen dran, runter geschoben, festgezogen, Halterung wieder drauf.
Spannung richtig einstellen, fand ich schwierig, trotz des Dreh- und Drücktests, die hier im Thread beschrieben sind. Beim ersten Mal war es zu stramm und sie nähte in Zeitlupe, jetzt ist es besser, aber sie ist noch einen Ticken langsamer und vor allem lauter als davor.
Ist das am Anfang immer so oder muss ich noch weiter lockern? Oder muss ich die Schrauben, die den Motor befestigen, noch fester ziehen (sie waren so fest, ich hab sie nur mit einer Rätsche aufbekommen und sie jetzt normal fest mit Schraubenzieher gezogen)?