Jaja, das passt schon.
Der Lack auf diesen Urmelalt-Teilen ist eine wesentlich härtere Nummer, als unser modernes, weichgespültes Zeug.
Es kann bei Deiner Maschine nötig sein, mehrere Runden einzupampfen, da Lack ja auch in mehreren Schichten aufgetragen wurde. Lass' Dich dadurch also nicht entmutigen.
Wenn Du neu lackieren willst (wovon ich ausgehe),
muss der ganze alte Kram runter, bis aufs Blech. Danach kannst Du das Metall so glatt, wie einen Babypopo schleifen, schmirgeln, schmusen. Alle Macken, die jetzt noch übrig bleiben, wirst Du nachher gnadenlos im neuen Lack wiederfinden. Also: Weg damit! Die Vorarbeit ist beim Lackieren das, was die Schneiderin/der Schneider macht, bevor er sich an die Maschine setzt.
Ein guter Freund von mir hat seine Uhrmacherdrehmaschine in den nächsten KFZ-Lackierbetrieb geschleppt. Die haben nicht schlecht geguckt, als er mit dem Ding da unterm Arm bei denen auftauchte und die Maschine auf dem Tresen wuchtete: "Ick hab' jehört, ihr könnt lackieren, wa?" - ist halt ein Berliner...
Aber... aber sie haben sich echt Mühe gegeben. Es entstand eine ellenlange Diskussion darum, welche Farbe man ihr verpassen könnte. Heraus kam ein Moccabraun-Metallic von BMW (glaub' ich...) und dann haben die Jungs losgelegt, sämtliche Register gezogen und nach aller Kunst des Handwerks eben dieses Handwerk eben der Drehe angedeihen lassen.
Ergebnis: Bom-bas-tisch!
Richtig geil und ein echter Blickfang:
https://uhrmachermeister-nitzsche.de/we ... ation.html