Hermann Jänisch 603-11

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Cucina
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Hermann Jänisch 603-11

#1 Beitrag von Cucina »

Hallo zusammen!
Mir ist eine Hermann Jänisch Kettelmaschine 603-11 zugelaufen.
Ich habe sie entmüllt (!) und soweit geölt. Sie lässt sich am Handrad aber leider nur eine viertel Umdrehung weit drehen. Leider finde ich den Punkt nicht, wo sie hakt. Lässt sich auch nicht mit Gewalt weiterdrehen biggrin .
Vielleicht hat jemand eine Idee?
Wenn nein, was mache ich mit dem wunderschönen Stück?
Danke für Antworten!
Viele Grüße
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Britta
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Achim (js_hsm)
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Re: Hermann Jänisch 603-11

#2 Beitrag von Achim (js_hsm) »

Erstmal reinigen, entrosten und polieren.
Dabei versuchen die Funktion der einzelnen Teile herauszufinden.

Evtl. hat hier ja jemand Unterlagen zu dieser Maschine.
Gruß, Achim

Der Maschinen(um)bauer
Adler 30,48,67,68,69 Pfaff 142,145,335,1222, Typical GC20606-18, Sailrite 9" Clone und..
https://youtube.com/@Special_Solutions
BLDC-Servos https://www.naehmaschinentechnik-forum. ... 33#p119733

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Ärmel
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Re: Hermann Jänisch 603-11

#3 Beitrag von Ärmel »

Die ganze Maschine mal ordentlich mit Petroleum einweichen und einwirken lassen.
Danach gut warmfönen oder in den Backofen bei ca. 50°C.
Anschließend wieder ölen und sie sollte laufen.
Oder gleich mir zusenden... rolleyes
Grüße Heinrich
Das Wichtigste ist zu wissen, was das Wichtigste ist.

Cucina
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Re: Hermann Jänisch 603-11

#4 Beitrag von Cucina »

Danke für die Antworten!
Ich werde es versuchen, aber zum Teil lässt sich die Mechanik entspannt bewegen. Dass finde ich komisch.
Auch isst die Stange an der die Nadel hängt oben abgebrochen. Ich fürchte, irgend ein Teil ist verbogen.
Ich forsche weiter!

Makatea
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Re: Hermann Jänisch 603-11

#5 Beitrag von Makatea »

Zunächst mal:
Was auch immer Du für Lockmittel auslegst, damit Dir solche Maschinen zulaufen,
schick mir mal ne PN, wie Du das machst ;-)

Hier kommen nur Blau- und Kohlmeisen, Kleiber, (und die Schlingel kommen nur wegen der Meisenknödel ;-), Rotkehlchen, der gelegentliche Eichelhäher und Eichhörnchen vorbei.
Wir machen irgendwas falsch ;-)

Ansonsten, wie hier im Konsens empfohlen wurde:
Erstmal alles, was geht, gängig machen.
Petroleum, Wärme, tagelang.

Das dauert unterschiedlich lange, hör genau hin, Pfaff Zickzacksteller-Sorgenträger seufzen an dieser Stelle über mehrere Tage laut solidarisch ;-)

Danach erst kannst Du versuchen, den kompletten Mechanismus in seiner ungehemmten Bewegungsabfolge zu verstehen.

Nächste Eskalationsstufe:
Wenn irgendwo unzweifelhaft etwas klemmt:
Demontieren.
Immer Positionen von potentiell zu justierenden Teilen mit einer Wolframkarbid-Reißnadel markieren.
Das ist in der Regel alles gehärteter Werkzeugstahl.

Fotos machen. Zuviel geht nicht.

Keine Schrauben massakrieren.
Nichts ist Standard-metrisch, -zöllig oder -Whitworth an Nähmaschinen.

Seltene Ausnahme bestätigen die Regel, aber betrachte alle Schrauben als potentiell unersetzbar.
Es sei denn, es hängt eine baugleiche Teile-Maschine dran ;-)

Schmodder an Einzelteilen, der mit Petroleum nicht abgeht:
In heißer, gesättigter Sodalösung baden.
Danach sofort ölen, sonst Flugrost.

Mit etwas Glück hat einer von unseren Archiv-Nerds, wie etwa der legendäre Kollege ravemachine, Material zu verlinken,
ansonsten bleibt es ein hoch unterhaltsames, mechanisches Abenteuer, bei dem ich Dir viel Spaß wünsche...

Das ist jedenfalls eine sehr spannende Technik, die Dir da in die Hände gefallen ist.

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