"Anti Glue" bzw "Antihaft" Nadeln ...verfügbare Nadelsysteme ?
- js_hsm
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"Anti Glue" bzw "Antihaft" Nadeln ...verfügbare Nadelsysteme ?
Für Haushaltsmaschinen gibt es ja von verschiedenen Herstellern die "Anti Glue" bzw "Antihaft" Nadeln.
Weiß jemand ob es die auch für andere Nadelsysteme, z.B. 134 oder DPx17 gibt?
Gruß, Achim
Weiß jemand ob es die auch für andere Nadelsysteme, z.B. 134 oder DPx17 gibt?
Gruß, Achim
Der Maschinen(um)bauer
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Re: "Anti Glue" bzw "Antihaft" Nadeln ...verfügbare Nadelsysteme ?
Bei Industrie heisst das halt dann anders, weil in einem normalen Industriebetrieb dann ja auch genug Fachkräfte (Meister, Textiltechniker, Anwendungstechniker, etc) herumlaufen und deshalb auch eher die korrekten Termini verwendet werden.
Im Prinzip bemühen sich alle grossen Hersteller den Firmen behilflich zu sein weil sie ja auch ihre Nadeln verkaufen wollen. In Deutschland gibt es dann auch noch eine menge Textilforschungsinstitute und ähnliche Einrichtungen die sehr hilfreich sein können.
Im Allgemeinen müssern erst einmal die Ursachen gefunden werden. Da sind unter anderem der Stoff, die Fäden, die Nadeln und die Maschinen beteiligt. Dann gehts weiter mit Personal, Wissen und Arbeitsabläufen. So verusrsacht z.B. eine zu hohe Spannung beim Aufwickeln der Stoffballen eine grössere Schrumpfung beim ersten Mal waschen. Oder eine um wenige Grad zum Fadenlauf veränderte Naht eine deutliche Verstärkung oder Verringerung von Nahtkräuseln.
Von vielen Nadelherstellern gibt es dann eben spezielle Nadeln für unterschiedliche Problemstellungen. Da gibt es dann z.B. grössere Hohlkehlen, breitere Fadenrillen, Beschichtungen oder entsprechend angepasste Geometrien. Ein Beispiel von Schmetz -> https://www.schmetz.com/mm/media/de/web ... itze_D.pdf.
Herzliche Grüße vom Sputnik
Im Prinzip bemühen sich alle grossen Hersteller den Firmen behilflich zu sein weil sie ja auch ihre Nadeln verkaufen wollen. In Deutschland gibt es dann auch noch eine menge Textilforschungsinstitute und ähnliche Einrichtungen die sehr hilfreich sein können.
Im Allgemeinen müssern erst einmal die Ursachen gefunden werden. Da sind unter anderem der Stoff, die Fäden, die Nadeln und die Maschinen beteiligt. Dann gehts weiter mit Personal, Wissen und Arbeitsabläufen. So verusrsacht z.B. eine zu hohe Spannung beim Aufwickeln der Stoffballen eine grössere Schrumpfung beim ersten Mal waschen. Oder eine um wenige Grad zum Fadenlauf veränderte Naht eine deutliche Verstärkung oder Verringerung von Nahtkräuseln.
Von vielen Nadelherstellern gibt es dann eben spezielle Nadeln für unterschiedliche Problemstellungen. Da gibt es dann z.B. grössere Hohlkehlen, breitere Fadenrillen, Beschichtungen oder entsprechend angepasste Geometrien. Ein Beispiel von Schmetz -> https://www.schmetz.com/mm/media/de/web ... itze_D.pdf.
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- js_hsm
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Re: "Anti Glue" bzw "Antihaft" Nadeln ...verfügbare Nadelsysteme ?
In dem Schmetz Prospekt (was ich kannte) steht nichts über Beschichtungen um Anhaftungen durch Kleber zu vermindernsputnik hat geschrieben: ↑Sonntag 15. September 2024, 02:36 https://www.schmetz.com/mm/media/de/web ... itze_D.pdf.

Gruß, Achim
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Re: "Anti Glue" bzw "Antihaft" Nadeln ...verfügbare Nadelsysteme ?
Ich weiss nicht woher, aber ich weiss das Schmetz teflonbeschichtete Nadeln hat.
Möglicherweise auch andere Oberflächenbeschichtungen?
Man weiss es nicht.
Prost!
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- adler104
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Re: "Anti Glue" bzw "Antihaft" Nadeln ...verfügbare Nadelsysteme ?
Organ hat da was, bei den LP Nadeln wird Klebstoff (Glue) erwähnt.
https://www.organneedle.com/sondernadeln.html
Denke das wird bei andern Herstellern nicht anders sein. Schmetz NIT Nadel wird sicher ähnlich sein.
https://www.schmetz.com/de/industrienae ... chichtung/
Bei denen steht bei NIT:
Bei den Titanbeschichteten steht:
Problem wird vermutlich sein, einen Händler für den "Otto-Normal-Näher" zu finden, der solche NIT Nadeln im gesuchten Nadelsystem und in üblichen Mengen anbietet.
Titannadeln von unterschiedlichen Herstellern sind weiter verbreitet, finde ich.
Alternativ einen Fadenöler mit Silikonöl verwenden.
Quelle: Denke das wird bei andern Herstellern nicht anders sein. Schmetz NIT Nadel wird sicher ähnlich sein.
https://www.schmetz.com/de/industrienae ... chichtung/
Bei denen steht bei NIT:
Anti-adhäsive hört sich für mich an nach: Da klebt nüscht dran.Anti-adhäsive Oberfläche mit NIT (Nickel-Phosphor-PTFE)
Bei den Titanbeschichteten steht:
Würde sagen, dann wäre NIT die Nadel der Wahl bzgl Klebstoffanhaftungen.Leicht anti-adhäsive Nadeloberfläche
Problem wird vermutlich sein, einen Händler für den "Otto-Normal-Näher" zu finden, der solche NIT Nadeln im gesuchten Nadelsystem und in üblichen Mengen anbietet.
Titannadeln von unterschiedlichen Herstellern sind weiter verbreitet, finde ich.
Alternativ einen Fadenöler mit Silikonöl verwenden.
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Middem Öl nich spaasam sein!
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Re: "Anti Glue" bzw "Antihaft" Nadeln ...verfügbare Nadelsysteme ?
Üblicherweise findet man eben mit Nadelwahl, Fadenwahl, Maschine, Kleber & Arbeitsweise die beste Möglichkeit. Das ist Mal besser und ein anderes Mal schlechter. Ein problemlos gibts dabei häufig nicht.
Ich hatte einmal einen Kunden der teure Ledergürtel anfertigte. Da musste verklebt werden und nach einem Nadelbruch war dann meistens der Gürtel kaputt. Nach monatelangen Experimenten mit unterschiedlichen Nadeln von allen brauchbaren Herstellern, Fadenölern, Klebstoffen und deren Anwendung (Trocknungsdauer & Temperatur, etc) war klar ... wir schaffen nur wenige Gürtel mit einer Nadel ... dann wird ein Nadelbruch immer wahrscheinlicher. Die Lösung war dann, das er von mir die Nadeln zum Industriepreis bekommen hat und alle 5 Gürtel eine neue Nadel eingesetzt hat. Damit gab es die für Ihn beste Lösung. Die Nadelpreise waren damals wesentlich günstiger als heute und mit Industriepreis gabs dann halt nochmal ~ -20% vom Listenpreis.
Normalerweise schafft man es mit Klebstoff, Nadel und Faden die Situation so hinzubekommen das der Faden die restlichen Ablagerungen aus der Nadel wieder mitnimmt und eine Nadel zumindestens mehrere Stunden durchhält. Aber manchmal klappt das eben auch nicht.
Je nach Situation wird eine Stelle des Oberfadens hunderte mal durch das Nadelöhr gezogen, was dann zu den erwähnten Problemem führt. Durch die Reibung kann es sein dass sich der Faden aufdreht und dadurch vom Greifer beschädigt wird, oder das sich die Schlinge um die Nadel dreht und vom Greifer nicht mehr erwischt wird. Und diese Umstände können mit jeder Farbe/Charge vom identischen Faden/Stoff unterschiedlich sein und oft nur vermutet oder (bei Nähgeschwindigkeit mit einem Stroboskop) gesehen werden. Manchmal können aber auch nach jahrelangen Experimenten unter Einbeziehung der Lieferanten die genauen Umstände nicht analysiert werden.
Ich hatte einmal einen Kunden der teure Ledergürtel anfertigte. Da musste verklebt werden und nach einem Nadelbruch war dann meistens der Gürtel kaputt. Nach monatelangen Experimenten mit unterschiedlichen Nadeln von allen brauchbaren Herstellern, Fadenölern, Klebstoffen und deren Anwendung (Trocknungsdauer & Temperatur, etc) war klar ... wir schaffen nur wenige Gürtel mit einer Nadel ... dann wird ein Nadelbruch immer wahrscheinlicher. Die Lösung war dann, das er von mir die Nadeln zum Industriepreis bekommen hat und alle 5 Gürtel eine neue Nadel eingesetzt hat. Damit gab es die für Ihn beste Lösung. Die Nadelpreise waren damals wesentlich günstiger als heute und mit Industriepreis gabs dann halt nochmal ~ -20% vom Listenpreis.
Normalerweise schafft man es mit Klebstoff, Nadel und Faden die Situation so hinzubekommen das der Faden die restlichen Ablagerungen aus der Nadel wieder mitnimmt und eine Nadel zumindestens mehrere Stunden durchhält. Aber manchmal klappt das eben auch nicht.
Je nach Situation wird eine Stelle des Oberfadens hunderte mal durch das Nadelöhr gezogen, was dann zu den erwähnten Problemem führt. Durch die Reibung kann es sein dass sich der Faden aufdreht und dadurch vom Greifer beschädigt wird, oder das sich die Schlinge um die Nadel dreht und vom Greifer nicht mehr erwischt wird. Und diese Umstände können mit jeder Farbe/Charge vom identischen Faden/Stoff unterschiedlich sein und oft nur vermutet oder (bei Nähgeschwindigkeit mit einem Stroboskop) gesehen werden. Manchmal können aber auch nach jahrelangen Experimenten unter Einbeziehung der Lieferanten die genauen Umstände nicht analysiert werden.
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- gadai
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Re: "Anti Glue" bzw "Antihaft" Nadeln ...verfügbare Nadelsysteme ?
Ich habe einmal selbstklebendes Klettband genäht- mit 3M Kleber. Katastrophe....
Die Schmetz Super Universal die ich danach kaufte, hatte ich noch nicht in Verwendung.
Also habe ich jetzt einen kleinen Test gemacht- mit der beschichteten Super Universal einige Löcher durch besagtes
selbstklebende Klett gemacht. Ging zwar schwer, aber die Nadel blieb sauber.
Vergleichstest mit einer neuen Schmetz Jeans Nadel- ein Stich und Die Nadel 2 Minuten mit Lösungsmittel gesäubert.
https://www.naehmaschinentechnik-forum. ... n&start=20
Deine Erfahrungen mit dem Fadenöler waren ja nicht so gut ?
- js_hsm
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Re: "Anti Glue" bzw "Antihaft" Nadeln ...verfügbare Nadelsysteme ?
Funktioniert gut aber bei manchen Persenningstoffen sind die Ölflecken sichtbar. Die kann man nicht 100% vermeidengadai hat geschrieben: ↑Sonntag 15. September 2024, 14:09 https://www.naehmaschinentechnik-forum. ... n&start=20
Deine Erfahrungen mit dem Fadenöler waren ja nicht so gut ?
Beim nächsten mal werde ich eine "Pril"/Wasserlösung 1:1 testen
Gruß, Achim
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- Edelschrauber
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Re: "Anti Glue" bzw "Antihaft" Nadeln ...verfügbare Nadelsysteme ?
Ich weiß nicht, ob die Art des Klebers einen Unterschied machen kann. Ich habe auf dem LKW-Plan viel Velcro angenäht. Hier habe ich Velcro mit Kleber verwendet. Da hier aber ein Kleber in der Länge nicht dehnbar genug ist, habe ich mit einem M20 Serafil entlang der Kante des 50 mm breiten Bandes genäht. Hier habe ich einfach eine Universalnadel verwendet und nie Probleme gesehen.
Sie erhalten diese Art von Klettverschluss mit unterschiedlichen Klebern. Hier ist ein Foto von einer Rolle, die ich verwende: Der Code für den Kleber lautet hier PS18 ADHES.
Grüß, Viggo
Sie erhalten diese Art von Klettverschluss mit unterschiedlichen Klebern. Hier ist ein Foto von einer Rolle, die ich verwende: Der Code für den Kleber lautet hier PS18 ADHES.
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Pfaff 30, Pfaff 11, Köhler VS, Gritzner 1, Vesta ?, Singer 201k, Singer 66k, Singer 48k
Singer 237, Bernina 910, Husqvarna Viking 6010
Youtube channel: https://www.youtube.com/channel/UCtdxan ... /playlists
Singer 237, Bernina 910, Husqvarna Viking 6010
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Re: "Anti Glue" bzw "Antihaft" Nadeln ...verfügbare Nadelsysteme ?
Das ist definitiv so!
Kürzlich lernte ich, daß es selbst bei den doppelseitigen Klebebändern, die z.B. die Segelmacher verwenden und Achim im Nebenthread zeigte, Unterschiede gibt. Bei den normalen Klebstoffen sowieso. Da kommt es sehr auf das Auftragen an. Viel hilft viel. Besonders beim Verkleistern der Nadel.
Es ist schon ein Unterschied, ob ich SABAspray oder SABA Sattlerspray benutze aber mehr Einfluß hat die Auftragsdicke. Da sollte man möglichst geizen und gut trocknen lassen.
Irgendwann hatten wir das schon mal und ich habe die Gebedur-Nadeln gegen normale Schmetz R-Nadel getestet. Dabei kam heraus, daß der Kleber des Tapes an der normalen Nadel weniger hängen blieb.
Ein befreundeter Sattler benutzt die, um sicher zu gehen, daß er wirklich eine 120er Nadel passend zum 20er WR-Faden in der Maschine hat, weil er die nur in dieser Stärke kauft.

Ich würde also eher an der Kleberei experimentieren, als mich auf Zaubernadeln zu verlassen.
Gruß, Lukas
Geist ist geil!