Adler Freihandstickmaschine

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Janet
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Re: Adler Freihandstickmaschine

#11 Beitrag von Janet »

Hallo Sputnik,

vielen Dank für die Liste, da wäre die 9-35 für mich das Sahnehäupchen gewesen.

Stöhn...

Hummelbrummel
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Re: Adler Freihandstickmaschine

#12 Beitrag von Hummelbrummel »

Janet hat geschrieben: Dienstag 20. Mai 2025, 15:46 Hallo Hummelbrummel,

ja klar, man kann sich irgendwie zu helfen wissen. Aber genau das Entscheidende: Hände frei und die Maschine ist wirklich dazu konzipiert.
Ich war am Wochenende auf dem historischen Handwerkermarkt in Eibenstock und dort wurde durch Fa. Diersch & Schmidt eine solche Maschine mit großer Fertigkeit der vorführenden Dame präsentiert.
Ich war hin und weg und kann nun nur noch sabbern :-)
Seit Jahren bin ich begeisterte Maschinenstickerin und es gibt für mich nichts erholsameres, als einer Maschine zuzusehen, wie sie ihre programmierten Muster abarbeitet, auch wenn mich andere dafür für verrückt erklären.
Ich habe als Kind viel mit der Hand gestickt, habe gehäkelt, gestrickt und geklöppelt. Danach habe ich elektronische Datenverarbeitung gelernt (so nannte man IT zu meiner Zeit) und somit bin ich zu Strick- und Stickmaschinen gekommen. Mich fasziniert die Technik.
Diese alte Maschine hat wirklich mein Herz erwärmt.
Sollte nun jemandem ein solches Angebot über dem Wege laufen ... denkt bitte an mich. Vielen lieben Dank.
Verstehe ich alles aus eigener Erfahrung sehr gut smile
Aber die alten z.B. Singer sind durchaus auch dafür konzipiert, nur dass sie die "Zickzack"-Auslenkung nicht selbst machen.
Hast Du mal ein Video von M. Lee angeschaut?
https://www.youtube.com/@MarilynLeefabr ... ist/videos

Eine Adler-Stickmaschine ist aber sicher supertoll und ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Suche.

Hach - ich liebe es (und ich will Dich nicht zutexten, aber ich habe das schon sooo lange auf meiner To-Liste und bin immer wieder angefixt....
https://www.youtube.com/@sewmaniac6056/videos
https://www.youtube.com/watch?v=AOUw9Ht4ie0
https://www.youtube.com/watch?v=E4DT0Aes_K4
https://www.youtube.com/watch?v=PNWSbY6jkD8

Sie nutzt den Zickzackstich einer normalen Nähmaschine: https://www.youtube.com/shorts/CyH2af5ROXk
sie auch: https://www.youtube.com/shorts/QaJgU_Z-mE8
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Janet
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Re: Adler Freihandstickmaschine

#13 Beitrag von Janet »

Hallo Hummelbrummel,

ja, ich bin gestern bereits einem Link, den ich hier fand, gefolgt und schwupp die wupp waren 2 Stunden weg. Ich weiß, nicht wo die hinwaren?
Gaaanz böse Sache, kann ich sagen!
Es hat meine Sucht keinesfalls gelindert :-) Und wenn du wieder was Interessantes findest, bitte texte mich zu.

Gruß Janet

Manfred _2
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Re: Adler Freihandstickmaschine

#14 Beitrag von Manfred _2 »

Welche Vor- und Nachteile / Einsatzbereiche haben die Stickmaschinen, die vor- und zurück bzw. rechts-links schwingen?

Hummelbrummel
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Re: Adler Freihandstickmaschine

#15 Beitrag von Hummelbrummel »

Manfred _2 hat geschrieben: Montag 26. Mai 2025, 08:10 Welche Vor- und Nachteile / Einsatzbereiche haben die Stickmaschinen, die vor- und zurück bzw. rechts-links schwingen?
Vorteil:
Du kannst recht komfortabel sowas wie Kalligrafie machen.
Also Buchstaben, die in Einzelbereichen schmaler sind, dann auf breitere Bereiche ausschwingen, dann wieder schmal werden, wie mit einer breiten Feder gezeichnet.
Bei den Adler-Maschinen steuerst Du die "Strichbreite" mit einem Kniehebel, so dass Du beide Hände frei hast, um den Stoff zu führen.

Bevor jeder Haushalt eine Waschmaschine hatte, wurde Wäsche mit Monogrammen gekennzeichnet, damit jeder aus dem Gemeinschaftswaschhaus, der Wäscherei oder vom Bleichanger seine eigenen Stücke wieder mit nach Hause brachte. Die Zeichen wurden auf nahezu jedem Wäschestück (Geschirrtücher, Nachthemden, Tischdecken) benötigt, also sehr viel ...
Das Zeichnen der Wäsche war quasi ein Berufszweig, für den es eigene Maschinen gab.

Man kann das auch mit einer Geradstichmaschine machen, muss dann aber den Stoff für jeden einzelnen Stich händisch hin und her führen, was viel mehr Geschick erfordert und aufwändiger ist.
Und man kann es mit vielen Zickzackmaschinen machen, z.B. lässt sich bei der Pfaff 362 oder 260 die Zickzackbreite ebenfalls "gleitend" mit einem Hebel regulieren. Der wird aber von Hand bedient, so dass man zum Führen des Stoffes nur noch eine Hand frei hat.
Mit eingeschaltetem Transporteur kann man sehr hübsche Ziereffekte erzielen, mit ausgeschalteten Transporteur braucht's mehr Geschicklichkeit und Übung.

"Nachteil":
Die Adlerstickmaschine hat gar keinen Transporteur, weil sie den als Stickmaschine für Freihandführung nicht braucht. Man kann damit also nicht "normal" nähen.
Vorteil: Man muss den Transporteur nicht abdecken oder versenken und die Stiche gelingen auf der optimalen Stichplatte gut.

Vielleicht auch interessant: https://www.naehmaschinentechnik-forum. ... 782#p61782
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sputnik
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Re: Adler Freihandstickmaschine

#16 Beitrag von sputnik »

Mechanisch gesehen (konstruktiv) kein Unterschied ... es geht darum was damit genäht/gestickt wird. Früher waren häufig Festons auf Bettwäsche das Aufgabengebiet. Dafür gab es dann auch entsprechende Weiterentwicklungen welche z.B. automatisch Bögen genäht haben. Beim Festonnähen an Bettwäsche ist ein wesentlicher Faktor die Handhabbarkeit der teilweise doch sehr grossen Werkstücke. Es geht letztendlich immer darum Werkstücke zu verzieren was eine besondere Gleichmässigkeit erfordert.

Heute werden auch Festons häufig auf entsprechend ausgestatteten Kleinstickmaschinen produziert (Kleinstick bedeutet in diesem Zusammenhang Maschinen mit unter 12 Meter Länge). Dabei können dann ohne Umspannen auch weitere Verzierungen in einem Arbeitsgang gestickt werden und eine Person kann auch ohne viel Übung mehrer Maschinen zeitgleich bedienen.

Grüsse vom Sputnik
Und sehen wir uns nicht in dieser Welt
dann sehen wir uns in Bielefeld! (Udo Lindenberg)

Manfred _2
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Re: Adler Freihandstickmaschine

#17 Beitrag von Manfred _2 »

Den Einsatz der Stickmaschinen verstehe ich Grundsätzlich. Aber wann ist eine von Vorteil, die vor- und zurück pendelt und wann eine, die rechts-links pendelt?

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Re: Adler Freihandstickmaschine

#18 Beitrag von Hummelbrummel »

Manfred _2 hat geschrieben: Montag 26. Mai 2025, 12:43 Den Einsatz der Stickmaschinen verstehe ich Grundsätzlich. Aber wann ist eine von Vorteil, die vor- und zurück pendelt und wann eine, die rechts-links pendelt?
Da sehe ich keine Vorteile. Ist sozusagen Gemschmacksache, ob man von der einen oder der anderen Seite her denkt.

Nur bei der Oekaki ergibt sich die rechts-links-Auslenkung daraus, dass sie eben auch als Nähmaschine nutzbar ist, und der Überstich sowohl zum Freihandsticken als auch zum Zickzacknähen und für andere Stiche Verwendung findet.
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sputnik
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Re: Adler Freihandstickmaschine

#19 Beitrag von sputnik »

Es geht um die Handhabung ... wenn man eine schöne grosse Tagesdecke mit Festonrand näht hat man ein Stoffteil von bis zu 2,5m x 3m Grösse ... und das muss man unter dem Arm der Maschine handhaben können und dabei absolut gleichmässig bleiben.

Heute wird auf das Bettzeug ja dann häufig nur eine Festonbordüre drangenäht (= billiger) ... oder die hochwertigeren mit einer Stickmaschine mit Bordürenrahmen bestickt (soll die Hochwertigkeit darstellen).

Edit: Ergänzung:

Klassische Festonmaschine Dürkopp Klasse 43-6
Festoniermaschine Dürkopp 43-6.jpg

Klassischer Festonrand
Festonrand.jpg
Festonbettwäsche (pro Garnitur ~150,-€)
Feston Bettwäsche.jpg


Das wird dann auf Damast ab Fadenzahl grösser 500 gestickt. Es gab nach der recht alten Dürkopp auch verschiedene andere Maschinen von Baratto, Adler und anderen Herstellern, bei welchen mittels tauschbarer Kurvenscheiben die Bögen und die Überstichbreite automatisch gesteuert wurden. Ausserdem waren die je nach Anwendungsgebiet auch mit zusätzlichenTransportrollen/-pullern/-bändern ausgestattet und vor allem schneller.

Fortschrittlichere Feston-Stickmaschine Adler 9-20
Adler 9-20.jpg
Weitere Infos zur Adler 9-20 -> https://www.naehmaschinentechnik-forum. ... php?t=5596

Video Baratto Festoniermaschine -> https://www.youtube.com/watch?v=0a16SJ9sUW0

Das was heute auch als Festonrand bezeichnet wird, ist die Stichart die früher nur für Pferdedecken und andere billigste Anwendungen genutzt wurde.
Pferdedeckenstich.jpg
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