Veritas 8014 ,Nadel schleift an Stichplatte

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Achim (js_hsm)
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Re: Veritas 8014 ,Nadel schleift an Stichplatte

#11 Beitrag von Achim (js_hsm) »

Ramses hat geschrieben: Montag 19. Januar 2026, 21:13 Das Teil soll federn! Härtung wäre da kontraproduktiv.
Nein, sonst hast Du plastische Verformung und das will man bei einer Feder keinesfalls.
Gruß, Achim

Der Maschinen(um)bauer
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Ramses
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Re: Veritas 8014 ,Nadel schleift an Stichplatte

#12 Beitrag von Ramses »

Achim (js_hsm) hat geschrieben: Montag 19. Januar 2026, 21:22
Ramses hat geschrieben: Montag 19. Januar 2026, 21:13 Das Teil soll federn! Härtung wäre da kontraproduktiv.
Nein, sonst hast Du plastische Verformung und das will man bei einer Feder keinesfalls.
Sorry! Entweder stehe ich jetzt auf dem Schlauch...

Etwas Gehärtetes, jedenfalls was ich kenne, also Greifer, wohl auch Spulenkapsel, das verformt sich so gut wie gar nicht, sondern bricht.

Federstahl hat ganz andere Festigkeit als 08/15 Stahl, ist aber verformbar.
Verformt man ihn zu stark, dann handelt es sich um plastische Verformung, die nicht von selber wieder in die Ausgangslage geht.

Diese Friktionsscheibe, wie sie bei Veritas heißt, dürfte bestenfalls aus Federstahl betehen, was ich aber auch bezweifle.
Ich kann mich nur wiederholen: Diese Nuten habe ich schon nach außen gebogen, um eben das besagte Problem zu lösen.

Wenn Du sagst, die Dinger sind aber bei Pfaff gehärtet, da würde ich nicht streiten, weil ich damit keine Erfahrung habe!

Zu dem anderen Problem:
Ich habe jetzt gerade absolut keine Lust, meine 8016/3 hervorzukramen, weiß aber, daß das Problem zumindest nicht ganz "intuitiv" lösbar ist.

Ich würde zuerst den Nadelhalter zerlegen und wieder sorgfältig zusammensetzen.
Dann würde ich mal schauen, ob die Stichplatte verschiebbar ist, mich also um das eigentliche Problem "herumzumogeln".
Manche Stichplatten sind mit Senkschrauben fixiert, da dürfte es schwieriger sein, andere über Bolzen und Schrauben, da ist meist eine Winzigkeit Luft.
Bei solch einer alten Maschine befürchte ich aber die erste Möglichkeit.

Ansonsten stelle doch mal Bilder der Nadelstange und deren Halterung ein, vielleicht kann man sogar so schon eine Möglichkeit erkennen, wie man sie justieren kann.

Wäre das nicht möglich, dann würde Deine Nadel auch nicht an der Stichplatte schrammen!

Ramses
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Re: Veritas 8014 ,Nadel schleift an Stichplatte

#13 Beitrag von Ramses »

Ramses hat geschrieben: Montag 19. Januar 2026, 22:52
Achim (js_hsm) hat geschrieben: Montag 19. Januar 2026, 21:22
Ramses hat geschrieben: Montag 19. Januar 2026, 21:13 Das Teil soll federn! Härtung wäre da kontraproduktiv.
Nein, sonst hast Du plastische Verformung und das will man bei einer Feder keinesfalls.
Sorry! Entweder stehe ich jetzt auf dem Schlauch...

Etwas Gehärtetes, jedenfalls was ich kenne, also Greifer, wohl auch Spulenkapsel, das verformt sich so gut wie gar nicht, sondern bricht.

Federstahl hat ganz andere Festigkeit als 08/15 Stahl, ist aber verformbar.
Verformt man ihn zu stark, dann handelt es sich um plastische Verformung, die nicht von selber wieder in die Ausgangslage geht.

Diese Friktionsscheibe, wie sie bei Veritas heißt, dürfte bestenfalls aus Federstahl bestehen, was ich aber auch bezweifle.
Ich kann mich nur wiederholen: Diese Nuten habe ich schon nach außen gebogen, um eben das besagte Problem zu lösen.

Wenn Du sagst, die Dinger sind aber bei Pfaff gehärtet, da würde ich nicht streiten, weil ich damit keine Erfahrung habe!

Zu dem anderen Problem:
Ich habe jetzt gerade absolut keine Lust, meine 8016/3 hervorzukramen, weiß aber, daß das Problem zumindest nicht ganz "intuitiv" lösbar ist.

Ich würde zuerst den Nadelhalter zerlegen und wieder sorgfältig zusammensetzen.
Dann würde ich mal schauen, ob die Stichplatte verschiebbar ist, mich also um das eigentliche Problem "herumzumogeln".
Manche Stichplatten sind mit Senkschrauben fixiert, da dürfte es schwieriger sein, andere über Bolzen und Schrauben, da ist meist eine Winzigkeit Luft.
Bei solch einer alten Maschine befürchte ich aber die erste Möglichkeit.

Ansonsten stelle doch mal Bilder der Nadelstange und deren Halterung ein, vielleicht kann man sogar so schon eine Möglichkeit erkennen, wie man sie justieren kann.

Wäre das nicht möglich, dann würde Deine Nadel auch nicht an der Stichplatte schrammen!

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Achim (js_hsm)
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Re: Veritas 8014 ,Nadel schleift an Stichplatte

#14 Beitrag von Achim (js_hsm) »

Ramses hat geschrieben: Montag 19. Januar 2026, 22:52 Sorry! Entweder stehe ich jetzt auf dem Schlauch...

Etwas Gehärtetes, jedenfalls was ich kenne, also Greifer, wohl auch Spulenkapsel, das verformt sich so gut wie gar nicht, sondern bricht.

Federstahl hat ganz andere Festigkeit als 08/15 Stahl, ist aber verformbar.
Verformt man ihn zu stark, dann handelt es sich um plastische Verformung, die nicht von selber wieder in die Ausgangslage geht.
Bei Härte gibt es natürlich verschiedene Stufen.
Federn sind anders gehärtet als Stichplatten oder Schneidstähle.
Federstahl kann ich verformen aber die Gefahr eines Bruchs besteht und der kündigt sich nicht an.

Im vorliegenden Fall würde ich eher eine 0,1 oder 0,2mm Passscheibe dazwischen setzen wenn es so nicht geht.
Gruß, Achim

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sputnik
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Re: Veritas 8014 ,Nadel schleift an Stichplatte

#15 Beitrag von sputnik »

Ich kenne das auch das die Nasenscheibe nicht festgeschraubt wird sondern bei festgezogener Kupplungsschraube nur lose drinnenliegt. Der soll ja nur verhindern dass die Kupplungsschraube zu weit aufgedreht wird. Die Kupplungsschraube drückt normalerweise auf des Ende der Hauptwelle. Wenn sich die Kupplung nicht festziehen lässt wird die Nasenscheibe um 180° verdreht montiert, dann sollte wieder alles passen. Falls nicht ist möglicherweise die Hauptwelle oder das Handrad seitlich verschoben?
Handradauslösung.jpg

Zur streifenden Nadel ... bei Stickmaschinen werden die Nadeln zum Greifer durch biegen der Nadelstangen eingestellt. Das funktioniert bei anderen Maschinen auch. Ich hab dafür ein Biegeeisen mit geschätzt 8mm Stärke, das schiebe ich ober dem Nadelhalter über die Nadelstange und bewege die Nadelstange ganz nach oben ... und dann vorsichtig biegen. Mein Biegeeisen hat sicher schon 5000 ZSK Nadelstangen gebogen. wink

Herzliche Grüsse vom Sputnik
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Und sehen wir uns nicht in dieser Welt
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Re: Veritas 8014 ,Nadel schleift an Stichplatte

#16 Beitrag von 3607 »

Hallo,

ich habe den Eindruck, dass für georgy das Thema bzw. die Maschine längst beendet ist.
Interessante Ansätze findet der interessierte Schrauber trotzdem:

der Nadelhalter - könnte theoretisch verstellbar sein. Gibt es bei der Claas 200 (Schuhmacherreparaturmaschine). Bei der Veritas aber....


Und: mal wieder Sputnik:
sputnik hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 01:03 Zur streifenden Nadel ... bei Stickmaschinen werden die Nadeln zum Greifer durch biegen der Nadelstangen eingestellt. Das funktioniert bei anderen Maschinen auch.
Von so etwas habe ich noch nie gehört. Das soll aber nicht heißen, dass ich das in Frage stelle!!!
Ramses hat geschrieben: Montag 19. Januar 2026, 22:52 Ansonsten stelle doch mal Bilder der Nadelstange und deren Halterung ein, vielleicht kann man sogar so schon eine Möglichkeit erkennen, wie man sie justieren kann.

Wäre das nicht möglich, dann würde Deine Nadel auch nicht an der Stichplatte schrammen!
Ramses, es gibt noch die Möglichkeit, dass die mal auf die Nadelstange gefallen ist und:

Ich bin davon überzeugt, dass Maschinen mit derartigen "Fehlern" auch aus dem Werk in den Laden gekommen sind.
Diese sehen heute noch wie neu aus, weil die Näherin geglaubt hat, dass sie zu blöd zum Nähen ist und das Gerät in die Ecke gestellt hat...

Grüße, Jürgen

Ramses
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Re: Veritas 8014 ,Nadel schleift an Stichplatte

#17 Beitrag von Ramses »

Achim (js_hsm) hat geschrieben: Montag 19. Januar 2026, 23:41 Im vorliegenden Fall würde ich eher eine 0,1 oder 0,2mm Passscheibe dazwischen setzen wenn es so nicht geht.
Ganz ehrlich?

Bevor ich da ein zusätzliches Teil einbaute, das mir garantiert bei der nächsten Demontage - weil unerwartet - herausfällt und ich es suchen muss, würde ich mich bei eBay oder den Kleinanzeigen umschauen.
Es gibt praktisch immer irgendjemanden, der eine Veritas verschrottet und die Einzelteile dann vertickt.
Die Friktionsscheibe ist ziemlich sicher über die Baujahre kompatibel - bis auf die Famula (evtl. dann auch bei den Rubinas), die von den Nähmaschinenwerken GmbH & Co in Wittenberge gebaut wurden, also die 5000er Serie bei den Famulas. Da kenne ich zumindest Handräder, welche eine Bohrung geringeren Durchmessers aufweisen.
Dann hätte man eine zusätzliche Scheibe und könnte die vorliegende mal auf Biegen testen, ohne Gefahr, wenn es doch brechen sollte!

sputnik hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 01:03 Ich kenne das auch das die Nasenscheibe nicht festgeschraubt wird sondern bei festgezogener Kupplungsschraube nur lose drinnenliegt. Der soll ja nur verhindern dass die Kupplungsschraube zu weit aufgedreht wird. Die Kupplungsschraube drückt normalerweise auf des Ende der Hauptwelle. Wenn sich die Kupplung nicht festziehen lässt wird die Nasenscheibe um 180° verdreht montiert, dann sollte wieder alles passen. Falls nicht ist möglicherweise die Hauptwelle oder das Handrad seitlich verschoben?
Habe ich nicht ganz verstanden!

Bei den Veritassen hat man, wenn man die Fiktionsscheibe verkehrt herum eingebaut hat, praktisch gar keinen Kraftschluss.
Der Kraftschluss ergibt sich über die Nuten der Friktionsscheibe, die in die Handradbuchse greifen. Bei festgezogener Handradschraube ergibt sich durch die entstehende Reibung auf das Handrad dann auch ein Kraftschluss auf die Armwelle.

sputnik hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 01:03 Zur streifenden Nadel ... bei Stickmaschinen werden die Nadeln zum Greifer durch biegen der Nadelstangen eingestellt. Das funktioniert bei anderen Maschinen auch.
Echt jetzt?
Meinen (an der Stelle geringen) Erfahrungen nach, hat man sofort einen Schwergang, wenn die Nadelstange auch nur wenigst krumm ist!
3607 hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 15:30 Ramses, es gibt noch die Möglichkeit, dass die mal auf die Nadelstange gefallen ist und:
Es gibt noch eine Möglichkeit, das traue ich mir aber gar nicht zu schreiben, ist zum Glück sehr unwahrscheinlich!
Und zwar, daß das Oberteil der Maschine gegen die Arbeitsplatte verrutscht ist.
Bei den neueren Modellen wird das über zwei Schrauben (M8?) zusammengehalten, was aber zusätzlich mittels Bolzen in Position gehalten wird.

Bei diesem Modell kann ich eine Lösung leider nicht aus dem Ärmel schütteln, bei neueren Modellen wäre es aber ganz einfach!

3607
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Re: Veritas 8014 ,Nadel schleift an Stichplatte

#18 Beitrag von 3607 »

Hallo Ramses,

die Fiktionsscheibe war mir eigentlich fast keine Erwähnung wert weil ich denke: einfach nur falsch eingebaut...
Ramses hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 16:42 daß das Oberteil der Maschine gegen die Arbeitsplatte verrutscht ist.
...3 Schrauben M8 + 2 Passtifte 6mm... und deutliche Spuren am Lack...

Hier:

https://www.naehmaschinentechnik-forum. ... hp?t=11949

hab ich meine Erlebnisse mit meiner Altenburg beschrieben. Abstand Nadel Greiferspitze waren mindestens 0,4mm statt den angestrebten 0,1.

Besonders interessant finde ich, dass man erst ins Kalkül ziehen muss: Es handelt sich um "Ausschuss". Nur dann kann man geeignete Maßnahmen ergreifen. Mit Einstellen kommt man da nicht weiter weil es keine Möglichkeit dazu gibt.

Grüße, Jürgen

Ramses
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Re: Veritas 8014 ,Nadel schleift an Stichplatte

#19 Beitrag von Ramses »

3607 hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 18:47 Hier:

https://www.naehmaschinentechnik-forum. ... hp?t=11949
Nein, die in der Abbilung halten nur das Greifergehäuse.
Die ich meine, sind unter der Säule:
Unteransicht.jpg
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rubberduck
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Re: Veritas 8014 ,Nadel schleift an Stichplatte

#20 Beitrag von rubberduck »

Hallo,

wenn die Nadel sogar manchmal auf die Stichplatte trifft, so muß ja irgendwo "Bewegung" sein müssen, die "Keiner braucht"!
Ursache sind mit Verscheiß behaftete Lager der Nadelstange, die nicht mehr "spielfrei" sind, was alleine schon des Alters geschuldet sein kann, aber meistens eher durch langjährige Vernachlässigung der Wartung und das Vielleicht noch durch Überanforderung verursacht wurde.
Feststellen kann man sowas ganz einfach: Einfach an der Nadelstange ziehen und drücken und dann sollte vermutete "Nicht-Spielfreiheit" ermittelbar sein!
Normal der Tod jeder Nähmaschine, da es diese Buchsen garantiert nicht mehr original gibt und dessen Anfertigung bestimmt den Wert einer Veritas 8014 übersteigen würde.
Aber es gibt das Internet: Man muß nur genau wissen, was man braucht und dann kosten zwei benötigte Lagerbuchsen vielleicht weniger als dessen Versand von fünf Euro.
Der Tausch solche Buchsen ist kein Hexenwerk.
Alles erforderliche demontieren, dann messen, um die Maße der Buchse/n ermitteln und dann erfolgreich finden!

Grüsse.

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