Gritzner R

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nessty86
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Re: Gritzner R

#11 Beitrag von nessty86 »

Ärmel hat geschrieben: Samstag 14. März 2026, 09:12
von nessty86 » Samstag 14. März 2026, 08:50
Und die erste Besitzerin halte ich auch in Ehren ❤️
Uroma Anna
Da macht es gleich viel mehr Spaß, sie wieder ein wenig aufzuhübschen und noch für die nächste Generation wieder hübsch zu machen ❤️
Genau so ist es... beerchug
Zudem lässt es sich mit so einer Gritzner Schwingschiff auch prima nähen.
Eine von meinen ist die von meiner Mutter, damit hat meine Sammel-Leidenschaft angefangen.
Grüße Heinrich
Mein Mann fragte auch schon, wie lange es dauert, bis wir ein Museum eröffnen können 😂 Dabei habe ich nur diese und noch eine Singer 401G, die älter sind.
Mit dem Tritt muss ich tatsächlich noch üben, den Schwung muss man erstmal raus haben, aber dann 😇
Mir geht's ja eher ums Nähen, als um das Sammeln...

Makatea
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Re: Gritzner R

#12 Beitrag von Makatea »

Bevor Du an irgendeine Form von Lackierung denkst, muß allerdings der Rost weg, sonst rostet es unter dem neuen Lack fröhlich weiter:

Entweder bis auf das blanke Gußeisen wegschleifen, Schleifschwamm und im Randbereich Glasfaserstift, danach sofort grundieren, bevor neuer Flugrost kommt.

Oder Du nimmst Rostumwandler, wie etwa Phosphorsäure, dadurch wird das Eisenoxid in Eisenphosphat umgewandelt und es wird dort nicht mehr weiterrosten.
Anschließend Säurereste mit reichlich Wasser abspülen.

Die Golddeko sollte keine Flüssigkeiten abbekommen, sie wird von einer dünnen Schellackschicht geschützt, die schnell aufweicht...

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Berit
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Re: Gritzner R

#13 Beitrag von Berit »

nessty86 hat geschrieben: Samstag 14. März 2026, 08:43 Das habe ich auch noch nicht gehört... Shelllack kenn ich nur vom Fingernägel machen und da braucht es UV. Musste gerade erstmal schauen, ob ich meine Lampe umbauen muss 😂
Hast du davon zufällig Bilder, wie es aussah? Die Stelle ist ja recht unscheinbar, da würde ein leichter Unterschied nicht auffallen. Am Rand unten schon eher...
Es handelt sich um eine Mauser Overlock. Sie war auf dem Anschiebetisch abgeschabt mit bisschen Rost.
So sah es aus:
IMG_0121.jpeg
Und so, nachdem ich da den Klavier-Schellack drauf gepinselt hatte. Das Foto idealisiert es etwas. Man sieht schon bisschen die Pinselstriche. Ich kann nachher versuchen nochmal ein Detailbild zu senden
E8929A9C-6CDD-4A9B-ACAE-A8AFE9C5D0F3.jpeg
Ich bin damit sehr zufrieden. Es ist schön glatt, wo der Stoff rüber rutscht. Schellack ist nicht so einfach zu verarbeiten. Er wird schnell fest. Man muss zügig arbeiten und bei der Verarbeitung mit dem Pinsel, kann man nicht nochmal überstreichen, bevor es gut durchgetrocknet ist. Er löst sich schnell wieder an. Aber das kannst du ja vorher an einem Probestück bisschen üben.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Viele Grüße, Berit

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Asumata
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Re: Gritzner R

#14 Beitrag von Asumata »

Gratuliere zu deiner tollen Schwingschiffchen Nähmaschine! Würde in meiner Sammlung auch noch fehlen von Gritzner.

Probeanstrich empfehlenswert, wenn es um Ausbesserungen des Lacks geht nach Entfernung des Rostes. Moderne Klavierlacke sind meist Polyurethanlacke, die eigentlich auf alten, voll ausgehärteten Nitrozelluloselacken gut halten an den Übergansstellen. Möglichst dünn walzen und mehrmals nach guter Trocknung mit 400 - 600 Schleifpapier schmirgeln, gut entstauben, nochmals lackieren.

Klavierlacksysteme können aber auch auf Polyesterbas sein, schlecht haften können und nicht ratsam wären hierfür.

Schellackieren will gelernt sein. Besser wäre, beim selben Lacksystem zu bleiben ( Nitrolack auf Nitrolack z.B), um Unverträglichkeiten auszuschließen. Mit feinem Schleifpapier ( 400 und feiner) leicht anschleifen um eine mechanische Verankerung f. den Schellack zu geben. Schellack bis zu gewünschtem Glanzgrad dünn mit Ballen auftragen ( nie von Mitte weg, immer vom Rand weg streichen). Er trocknet sehr rasch, was Übung beim Auftrag erfodert. Die Ballen sind feuersicher ( luftdicht!) zu lagern in verschraubbaren Gläsern z.B. oder auch zu verbrennen, um mögliche Brände auszuschließen.

Viel Freude mit der Aufhübschung deiner neuen Maschine weiterhin!

Übrigens: Foto einer Nähprobe, um das Stichbild sehen zu können, würde mich auch sehr interessieren wink

LG
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Berit
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Re: Gritzner R

#15 Beitrag von Berit »

Der Schellack, den ich verlinkt habe, ließ sich gut streichen. Generell stimmt es, was Asumata geschrieben hat, mit der Balkenpolitur. Das ist sehr schwierig schon an glatten Flächen. Falls deine Maschine ursprünglich auch mit Schellack lackiert ist, würde sich der Lack anlösen, wenn du da rüber polierst und dann wird es schlechter. Du kannst ausprobieren, ob sich der Lack mit Ethanol anlösen lässt. Dann könnte es Schellack sein. Am besten an der Unterseite testen. Ich würde es wirklich nur mit Pinsel auftragen. Ich denke auch, dass es mit anderen Lacken keine Komplikationen gibt. Auch an der Unterseite vorher testen. Ich habe schon mehrere Maschinen mit kleineren Defekten damit behandelt und nie ein Problem gehabt.
Zur Schellackpolitur an Nähmaschinen habe ich hier mal in einem Thread einen Versuch dokumentiert. So würde ich es bei deiner Maschine aber nicht angehen.
Suche gleich noch den Link
Hier ist er https://www.naehmaschinentechnik-forum. ... =Schellack
Viele Grüße, Berit

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Re: Gritzner R

#16 Beitrag von Asumata »

nessty86 hat geschrieben: Samstag 14. März 2026, 08:43 Das habe ich auch noch nicht gehört... Shelllack kenn ich nur vom Fingernägel machen und da braucht es UV.
Nur damit hier nichts falsch verstanden wird- musste mich erdt erkundigen, da ich natürliche Nägel habe und nicht wusste, was du wohl gemeint haben kannst- der von dir genannte 'Schellac'= Nagellack mit UV- Gel.
Er hat nichts mit Schellack tierischen Ursprungs gemeinsam der Holzmöbeln einen tollen Glanz verleiht oder auch blattvergoldete Oberflächen schützt und immer wieder mal erneuert gehört, da er sich abnutzt mit den Jahren bei machnaischer Belastung.

LG
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