Stickmaschinennadeln

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Also diese die Technisch in allen Nähmaschinen vom Grundprinzip her gleich sind.
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Flickflak
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Stickmaschinennadeln

#1 Beitrag von Flickflak »

Sind Stickmaschinennadeln für eine Overlockmaschine besser geeignet?

In einem offenen Workshop habe ich einige dieser Nadeln auf einer Janome Mylock 644D gesehen, die ansonsten HA-1SP-Nadeln verwendet.
Embroidery needles.jpg
Laut Schmetz sollten diese Nadeln ein größeres Nadelöhr haben. Bedeutet das, dass man in diesem Fall üblicherweise eine kleinere Nadelstärke für die gleiche Garnstärke wählen kann?

https://www.schmetzneedles.com/blogs/bl ... 4Pe8W8KH1Y
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Knopp1
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Re: Stickmaschinennadeln

#2 Beitrag von Knopp1 »

Es gibt ein kleines Heftchen, sowohl im Internet als auch gedruckt mit 36 Seiten von Schmetz: 'Nadel ABC' für Haushaltsnähmaschinen.
Da dürftest Du Informationen dazu finden, oder alternativ Schmetz eine Anfrage schicken.
Ähnliches gibts von Organ.

Nachtrag 15.03.2026:
Zu Organ Needles gibts hier Infos:
https://www.organneedle.com/

Viel Erfolg!
Phoenix,
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sondern Nähmaschinenfabrik Baer und Rempel, Bielefeld 1865 - 1968

bianchifan
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Re: Stickmaschinennadeln

#3 Beitrag von bianchifan »

Flickflak hat geschrieben: Samstag 14. März 2026, 23:20 Sind Stickmaschinennadeln für eine Overlockmaschine besser geeignet?
Das hängt von mehreren Faktoren ab, Maschine (echte Stickmaschinen nutzen Db irgendwas Rundkolbennadeln;) ) Stoff e.t.c
Flickflak hat geschrieben: Samstag 14. März 2026, 23:20 In einem offenen Workshop habe ich einige dieser Nadeln auf einer Janome Mylock 644D gesehen, die ansonsten HA-1SP-Nadeln verwendet.
Die genannte Maschine ist mir nicht bekannt, dem Namen zufolge ein Haushaltsmodell.
HA-1SP ist eine sogenannte Superstretchnadel, die ist für (sehr) elastisches Gewebe notwendig.
Wenn Du Bündchen mit Sweatstoff verbinden möchtest, ist das sehr sinnvoll!
Sticknadeln sind da definitiv nicht erste Wahl.
Flickflak hat geschrieben: Samstag 14. März 2026, 23:20 Laut Schmetz sollten diese Nadeln ein größeres Nadelöhr haben.
Das ist richtig.
Die von Dir gezeigten hatte ganz zu Beginn mein Stickkarriere, seitdem nie wieder.
Die sind permanent abgebrochen. Im NAchinein betrachtet lag das aber nicht an den Nadeln.
Nichtsdestotrotz bevorzuge ich Schmetz Gold oder Super Universal.
Oder Black in süperdünn, NM 60/65.
Flickflak hat geschrieben: Samstag 14. März 2026, 23:20 Bedeutet das, dass man in diesem Fall üblicherweise eine kleinere Nadelstärke für die gleiche Garnstärke wählen kann?
Ausprobieren!
Die Schmetz superdünn benötigt in jedem dünnes Spezialgarn, NM60 anstatt 40.

sputnik
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Re: Stickmaschinennadeln

#4 Beitrag von sputnik »

Das bedeutet primär das die Nadel wegen dem geschwächten Querschnitt leichter abbrechen kann, was man zugunsten des schöneren optischen Ergebnis in Kauf nimmt zumal beim Maschinensticken die auftretende Belastung gut abschätzbar ist. Grösseres Öhr scheuert den Faden weniger ab und schwächt die Nadel. Alle dezidierten Stickmaschinennadeln haben ein möglichst grosses Öhr, wobei richtige Stickmaschinen keine Flachkolbennadeln verwenden weil ich damit die Nadel nicht mehr verdehen kann (was häufig eine wichtige Hilfe bei problematischen Materialien ist). Das ist ja auch der Grund warum es keine Industriemaschinen mit Flachkolbennadel gibt.

Wenn in einem Industriebetrieb die ganze Woche dieselben Kleidungsstücke mit demselben Stoff/Faden produziert werden sieht man sofort den Unterschied wenn ich z.B. die Nadel um 2° verdrehe und diese Woche dann statt 500 Fadenbrüche nur mehr 30 habe und nur mehr 1/10 soviele Nadeln verbrauche.

Die höher/besser belastbaren Nadeln sind z.B. die Serv7 die bei problematischen Materialien häufig eindeutig bessere Ergebnisse bringen. Bei meinen Kunden teilweise weit über 50% weniger Nadel-/Fadenbrüche ... aber auch das immer nur bei bestimmten ungünstigen Materialien. Bei Serv7 ist der Bereich ums Öhr dicker, durch den dann dünneren Schaft flattert der Stoff weniger und durch die verbesserte Geometrie ist die Schlingenbildung stabiler.

Im Normalfall verwendet man eine normale Nadel welche ja auch bereits dafür optimiert wurde. Und die Erfahrung lehrt einem dann welche Nadeln man bei diesem Arbeitsgang probieren könnte um das Ergebnis zu verbessern, wobei die Verbesserung eine Aspektes durchaus zur Verschlechterung eines anderen führen kann. Bei Sticken ist dann oft die Entscheidung zwischen Ausschussquote und Aussehen. Ganz heikel sind z.B. unterschiedliche Spitzenformen deren Auswirkungen man oft erst nach dem zehnten Mal waschen erkennen kann (wenn sich dann Beschädigungen/Laufmaschen bilden).

Herzliche Grüsse vom Sputnik

P.S.: Bianchifan war schneller ... aber ich wollte nicht mehr alles ändern und finde das sich unsere Aussagen durchaus ergänzen wink

P.P.S.: Es kommte beim Sticken auch immer darauf an was ich besticke ... sticke ich Abzeichen ... Badetücher ... oder sehr teure fertige Kleidungsstücke.
Und sehen wir uns nicht in dieser Welt
dann sehen wir uns in Bielefeld! (Udo Lindenberg)

Flickflak
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Re: Stickmaschinennadeln

#5 Beitrag von Flickflak »

Vielen Dank für Ihre Antworten. Ich habe keinerlei Erfahrung mit Overlockmaschinen und versuche daher, mich darüber zu informieren und sie zu verstehen.

Meine Schlussfolgerung ist derzeit, dass diese Nadeln nicht optimal für die Overlockmaschine geeignet sind.

Die Bedienungsanleitung für Mylock 644d finden Sie hier auf Manualslib:
https://www.manualslib.com/manual/51482 ... -644d.html

Hier ist eine Tabelle von Seite 76:
Needle and thread Mylock.png
Ich habe das Garn in der Maschine gemessen und untersucht. Es handelte sich um Tex 29 und ein 2-fädiges Nähgarn. Ich habe gelesen, dass 2-fädiges Garn in Overlockmaschinen üblich ist. Ich denke, das bedeutet, dass man für diese Garnstärke eine etwas größere Nadel im Verhältnis zum Tex-Wert verwenden sollte als für die üblichen 3-fädigen Garne.

Ich habe einige Artikel gelesen, die versuchen, die japanischen Garnbezeichnungen zu erklären, aber ich habe noch keine wirklich einheitliche Beschreibung gefunden. Ich glaube, Nr. 50 entspricht etwa Tex 21 und Nr. 60 etwa Tex 17. Nr. 80–100 ist ein dünneres Garn als in Europa üblicherweise verwendet wird.

Hier finden Sie eine Vergleichstabelle für Haushaltsnähmaschinennadeln von Schmetz:
https://www.schmetz.com/mm/media/en/web ... Nadeln.pdf

Und hier ein Auszug, der sich auf die von Janome empfohlene Nadel HA-1SP und die im Lieferumfang enthaltene Nadel 130/705H-E konzentriert:
Needles for Embroidery-overlocker.png
Die Konstruktion der Nadeln unterscheidet sich in mehreren Punkten.
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sputnik
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Re: Stickmaschinennadeln

#6 Beitrag von sputnik »

Servus Viggo,

Du zäumst das Pferd vom Schwanz her auf. biggrin

Bei Overlock hat man ja ganz andere Kriterien was jemand mit einer Naht bezwecken will als mit einer normalen Nähmaschine.
Normalerweise stellt sich nicht die Frage welches Garn man verwendet, sondern z.B. die Erzeuger von Strumpfhosen nehmen das selbe (Bausch)Garn mit dem sie ihre Strumpfhosen wirken.
Die Frage ist dann immer welche Art Overlocknaht? 2 oder 3 Fädig nur um die Kante zu versäubern und die Naht anschliessend zu öffnen (eine Naht öffnen = jedes Teil wird mit 3 Fäden geendelt und die beiden Stoffteile werden anschliessend auf beide Seiten der Naht aufgebügelt) verwendet man, vor allem bei dünnen Stoffen meistens Fadenstärken von 150 bis 200. Der Faden braucht ja nur die Fäden des Stoffes gegen ausfransen zu schützen und wird nicht belastet.

Anderes Extrem wenn man bei Jeans/Arbeitshosen mit einer 5 Faden Overlocknaht z.B. die Hosenbeine auf der Innenseite schliesst. Da braucht man Fäden welche diese nicht unerhebliche Belsatung aushalten. Da werden häufig Fadenstärken zwischen 70 bis 100 verwendet.

Oder Strick-/Wirkware welche mit der sehr elastischen 4-Faden Sicherheitsnaht auch gleichzeitig geschlossen wird.

Manchmal verwendet man normales Garn als Nadelfaden und Bauschgarn für die Greifer um eine bessere Abdeckung bei weniger auftragender Naht zu erreichen ... usw.

Je nachdem was genäht wird möchte man manchmal die Naht sehen ... meistens aber nicht.

Ein Taschenbeutel für eine Hose wird auf jeden Fall mit anderen Fäden genäht als ein Hemd-/Blusenkragen.

Was die Nadeln angeht sollten die zum Stoff passen. Normale Stoffe mit normalen Spitzen, elastisches Material meisten mit SES (kleine Kugelspitze) oder SUK (grössere Kugelspitze). Das ist bei T-Shirts und Wäsche wichtig damit der Stoff nicht beschädigt wird.

In meiner uralt (~1930) Singer 3-Faden Overlock ist seit vielen Jahren EINE Schmetz Nadel #80 SES eingesetzt die sicher schon 10Km Naht hinter sich hat und immer noch wie neu aussieht (ich hätte noch ein paar tausend Reservenadeln vorrätig). Damit nähe ich von Putzfetzen bis T-Shirts alles was mit 3-Fäden (meistens Stärke 120) genäht wird. Manchmal auch Jeansstoff, Einkaufstaschen oder Abdeckhauben.

Herzliche Grüsse vom Sputnik
Und sehen wir uns nicht in dieser Welt
dann sehen wir uns in Bielefeld! (Udo Lindenberg)

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