Stickmaschinennadeln
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Flickflak
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Stickmaschinennadeln
Sind Stickmaschinennadeln für eine Overlockmaschine besser geeignet?
In einem offenen Workshop habe ich einige dieser Nadeln auf einer Janome Mylock 644D gesehen, die ansonsten HA-1SP-Nadeln verwendet.
Laut Schmetz sollten diese Nadeln ein größeres Nadelöhr haben. Bedeutet das, dass man in diesem Fall üblicherweise eine kleinere Nadelstärke für die gleiche Garnstärke wählen kann?
https://www.schmetzneedles.com/blogs/bl ... 4Pe8W8KH1Y
In einem offenen Workshop habe ich einige dieser Nadeln auf einer Janome Mylock 644D gesehen, die ansonsten HA-1SP-Nadeln verwendet.
Laut Schmetz sollten diese Nadeln ein größeres Nadelöhr haben. Bedeutet das, dass man in diesem Fall üblicherweise eine kleinere Nadelstärke für die gleiche Garnstärke wählen kann?
https://www.schmetzneedles.com/blogs/bl ... 4Pe8W8KH1Y
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Pfaff 30, Pfaff 11, Pfaff 230, Singer 201k, Singer 237, Singer 66k, Singer 48k, Köhler VS, Husqvarna Viking 6010,
Bernina 910, Dürkopp 291.
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Re: Stickmaschinennadeln
Es gibt ein kleines Heftchen, sowohl im Internet als auch gedruckt mit 36 Seiten von Schmetz: 'Nadel ABC' für Haushaltsnähmaschinen.
Da dürftest Du Informationen dazu finden, oder alternativ Schmetz eine Anfrage schicken.
Ähnliches gibts von Organ.
Nachtrag 15.03.2026:
Zu Organ Needles gibts hier Infos:
https://www.organneedle.com/
Viel Erfolg!
Da dürftest Du Informationen dazu finden, oder alternativ Schmetz eine Anfrage schicken.
Ähnliches gibts von Organ.
Nachtrag 15.03.2026:
Zu Organ Needles gibts hier Infos:
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Phoenix,
weder aus der Asche noch aus Arizona,
sondern Nähmaschinenfabrik Baer und Rempel, Bielefeld 1865 - 1968
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bianchifan
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Re: Stickmaschinennadeln
Das hängt von mehreren Faktoren ab, Maschine (echte Stickmaschinen nutzen Db irgendwas Rundkolbennadeln;) ) Stoff e.t.c
Die genannte Maschine ist mir nicht bekannt, dem Namen zufolge ein Haushaltsmodell.
HA-1SP ist eine sogenannte Superstretchnadel, die ist für (sehr) elastisches Gewebe notwendig.
Wenn Du Bündchen mit Sweatstoff verbinden möchtest, ist das sehr sinnvoll!
Sticknadeln sind da definitiv nicht erste Wahl.
Das ist richtig.
Die von Dir gezeigten hatte ganz zu Beginn mein Stickkarriere, seitdem nie wieder.
Die sind permanent abgebrochen. Im NAchinein betrachtet lag das aber nicht an den Nadeln.
Nichtsdestotrotz bevorzuge ich Schmetz Gold oder Super Universal.
Oder Black in süperdünn, NM 60/65.
Ausprobieren!
Die Schmetz superdünn benötigt in jedem dünnes Spezialgarn, NM60 anstatt 40.
Re: Stickmaschinennadeln
Das bedeutet primär das die Nadel wegen dem geschwächten Querschnitt leichter abbrechen kann, was man zugunsten des schöneren optischen Ergebnis in Kauf nimmt zumal beim Maschinensticken die auftretende Belastung gut abschätzbar ist. Grösseres Öhr scheuert den Faden weniger ab und schwächt die Nadel. Alle dezidierten Stickmaschinennadeln haben ein möglichst grosses Öhr, wobei richtige Stickmaschinen keine Flachkolbennadeln verwenden weil ich damit die Nadel nicht mehr verdehen kann (was häufig eine wichtige Hilfe bei problematischen Materialien ist). Das ist ja auch der Grund warum es keine Industriemaschinen mit Flachkolbennadel gibt.
Wenn in einem Industriebetrieb die ganze Woche dieselben Kleidungsstücke mit demselben Stoff/Faden produziert werden sieht man sofort den Unterschied wenn ich z.B. die Nadel um 2° verdrehe und diese Woche dann statt 500 Fadenbrüche nur mehr 30 habe und nur mehr 1/10 soviele Nadeln verbrauche.
Die höher/besser belastbaren Nadeln sind z.B. die Serv7 die bei problematischen Materialien häufig eindeutig bessere Ergebnisse bringen. Bei meinen Kunden teilweise weit über 50% weniger Nadel-/Fadenbrüche ... aber auch das immer nur bei bestimmten ungünstigen Materialien. Bei Serv7 ist der Bereich ums Öhr dicker, durch den dann dünneren Schaft flattert der Stoff weniger und durch die verbesserte Geometrie ist die Schlingenbildung stabiler.
Im Normalfall verwendet man eine normale Nadel welche ja auch bereits dafür optimiert wurde. Und die Erfahrung lehrt einem dann welche Nadeln man bei diesem Arbeitsgang probieren könnte um das Ergebnis zu verbessern, wobei die Verbesserung eine Aspektes durchaus zur Verschlechterung eines anderen führen kann. Bei Sticken ist dann oft die Entscheidung zwischen Ausschussquote und Aussehen. Ganz heikel sind z.B. unterschiedliche Spitzenformen deren Auswirkungen man oft erst nach dem zehnten Mal waschen erkennen kann (wenn sich dann Beschädigungen/Laufmaschen bilden).
Herzliche Grüsse vom Sputnik
P.S.: Bianchifan war schneller ... aber ich wollte nicht mehr alles ändern und finde das sich unsere Aussagen durchaus ergänzen
P.P.S.: Es kommte beim Sticken auch immer darauf an was ich besticke ... sticke ich Abzeichen ... Badetücher ... oder sehr teure fertige Kleidungsstücke.
Wenn in einem Industriebetrieb die ganze Woche dieselben Kleidungsstücke mit demselben Stoff/Faden produziert werden sieht man sofort den Unterschied wenn ich z.B. die Nadel um 2° verdrehe und diese Woche dann statt 500 Fadenbrüche nur mehr 30 habe und nur mehr 1/10 soviele Nadeln verbrauche.
Die höher/besser belastbaren Nadeln sind z.B. die Serv7 die bei problematischen Materialien häufig eindeutig bessere Ergebnisse bringen. Bei meinen Kunden teilweise weit über 50% weniger Nadel-/Fadenbrüche ... aber auch das immer nur bei bestimmten ungünstigen Materialien. Bei Serv7 ist der Bereich ums Öhr dicker, durch den dann dünneren Schaft flattert der Stoff weniger und durch die verbesserte Geometrie ist die Schlingenbildung stabiler.
Im Normalfall verwendet man eine normale Nadel welche ja auch bereits dafür optimiert wurde. Und die Erfahrung lehrt einem dann welche Nadeln man bei diesem Arbeitsgang probieren könnte um das Ergebnis zu verbessern, wobei die Verbesserung eine Aspektes durchaus zur Verschlechterung eines anderen führen kann. Bei Sticken ist dann oft die Entscheidung zwischen Ausschussquote und Aussehen. Ganz heikel sind z.B. unterschiedliche Spitzenformen deren Auswirkungen man oft erst nach dem zehnten Mal waschen erkennen kann (wenn sich dann Beschädigungen/Laufmaschen bilden).
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Und sehen wir uns nicht in dieser Welt
dann sehen wir uns in Bielefeld! (Udo Lindenberg)
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Flickflak
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Re: Stickmaschinennadeln
Vielen Dank für Ihre Antworten. Ich habe keinerlei Erfahrung mit Overlockmaschinen und versuche daher, mich darüber zu informieren und sie zu verstehen.
Meine Schlussfolgerung ist derzeit, dass diese Nadeln nicht optimal für die Overlockmaschine geeignet sind.
Die Bedienungsanleitung für Mylock 644d finden Sie hier auf Manualslib:
https://www.manualslib.com/manual/51482 ... -644d.html
Hier ist eine Tabelle von Seite 76: Ich habe das Garn in der Maschine gemessen und untersucht. Es handelte sich um Tex 29 und ein 2-fädiges Nähgarn. Ich habe gelesen, dass 2-fädiges Garn in Overlockmaschinen üblich ist. Ich denke, das bedeutet, dass man für diese Garnstärke eine etwas größere Nadel im Verhältnis zum Tex-Wert verwenden sollte als für die üblichen 3-fädigen Garne.
Ich habe einige Artikel gelesen, die versuchen, die japanischen Garnbezeichnungen zu erklären, aber ich habe noch keine wirklich einheitliche Beschreibung gefunden. Ich glaube, Nr. 50 entspricht etwa Tex 21 und Nr. 60 etwa Tex 17. Nr. 80–100 ist ein dünneres Garn als in Europa üblicherweise verwendet wird.
Hier finden Sie eine Vergleichstabelle für Haushaltsnähmaschinennadeln von Schmetz:
https://www.schmetz.com/mm/media/en/web ... Nadeln.pdf
Und hier ein Auszug, der sich auf die von Janome empfohlene Nadel HA-1SP und die im Lieferumfang enthaltene Nadel 130/705H-E konzentriert: Die Konstruktion der Nadeln unterscheidet sich in mehreren Punkten.
Meine Schlussfolgerung ist derzeit, dass diese Nadeln nicht optimal für die Overlockmaschine geeignet sind.
Die Bedienungsanleitung für Mylock 644d finden Sie hier auf Manualslib:
https://www.manualslib.com/manual/51482 ... -644d.html
Hier ist eine Tabelle von Seite 76: Ich habe das Garn in der Maschine gemessen und untersucht. Es handelte sich um Tex 29 und ein 2-fädiges Nähgarn. Ich habe gelesen, dass 2-fädiges Garn in Overlockmaschinen üblich ist. Ich denke, das bedeutet, dass man für diese Garnstärke eine etwas größere Nadel im Verhältnis zum Tex-Wert verwenden sollte als für die üblichen 3-fädigen Garne.
Ich habe einige Artikel gelesen, die versuchen, die japanischen Garnbezeichnungen zu erklären, aber ich habe noch keine wirklich einheitliche Beschreibung gefunden. Ich glaube, Nr. 50 entspricht etwa Tex 21 und Nr. 60 etwa Tex 17. Nr. 80–100 ist ein dünneres Garn als in Europa üblicherweise verwendet wird.
Hier finden Sie eine Vergleichstabelle für Haushaltsnähmaschinennadeln von Schmetz:
https://www.schmetz.com/mm/media/en/web ... Nadeln.pdf
Und hier ein Auszug, der sich auf die von Janome empfohlene Nadel HA-1SP und die im Lieferumfang enthaltene Nadel 130/705H-E konzentriert: Die Konstruktion der Nadeln unterscheidet sich in mehreren Punkten.
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Pfaff 30, Pfaff 11, Pfaff 230, Singer 201k, Singer 237, Singer 66k, Singer 48k, Köhler VS, Husqvarna Viking 6010,
Bernina 910, Dürkopp 291.
Youtube channel: https://www.youtube.com/channel/UCtdxan ... /playlists
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Re: Stickmaschinennadeln
Servus Viggo,
Du zäumst das Pferd vom Schwanz her auf.
Bei Overlock hat man ja ganz andere Kriterien was jemand mit einer Naht bezwecken will als mit einer normalen Nähmaschine.
Normalerweise stellt sich nicht die Frage welches Garn man verwendet, sondern z.B. die Erzeuger von Strumpfhosen nehmen das selbe (Bausch)Garn mit dem sie ihre Strumpfhosen wirken.
Die Frage ist dann immer welche Art Overlocknaht? 2 oder 3 Fädig nur um die Kante zu versäubern und die Naht anschliessend zu öffnen (eine Naht öffnen = jedes Teil wird mit 3 Fäden geendelt und die beiden Stoffteile werden anschliessend auf beide Seiten der Naht aufgebügelt) verwendet man, vor allem bei dünnen Stoffen meistens Fadenstärken von 150 bis 200. Der Faden braucht ja nur die Fäden des Stoffes gegen ausfransen zu schützen und wird nicht belastet.
Anderes Extrem wenn man bei Jeans/Arbeitshosen mit einer 5 Faden Overlocknaht z.B. die Hosenbeine auf der Innenseite schliesst. Da braucht man Fäden welche diese nicht unerhebliche Belsatung aushalten. Da werden häufig Fadenstärken zwischen 70 bis 100 verwendet.
Oder Strick-/Wirkware welche mit der sehr elastischen 4-Faden Sicherheitsnaht auch gleichzeitig geschlossen wird.
Manchmal verwendet man normales Garn als Nadelfaden und Bauschgarn für die Greifer um eine bessere Abdeckung bei weniger auftragender Naht zu erreichen ... usw.
Je nachdem was genäht wird möchte man manchmal die Naht sehen ... meistens aber nicht.
Ein Taschenbeutel für eine Hose wird auf jeden Fall mit anderen Fäden genäht als ein Hemd-/Blusenkragen.
Was die Nadeln angeht sollten die zum Stoff passen. Normale Stoffe mit normalen Spitzen, elastisches Material meisten mit SES (kleine Kugelspitze) oder SUK (grössere Kugelspitze). Das ist bei T-Shirts und Wäsche wichtig damit der Stoff nicht beschädigt wird.
In meiner uralt (~1930) Singer 3-Faden Overlock ist seit vielen Jahren EINE Schmetz Nadel #80 SES eingesetzt die sicher schon 10Km Naht hinter sich hat und immer noch wie neu aussieht (ich hätte noch ein paar tausend Reservenadeln vorrätig). Damit nähe ich von Putzfetzen bis T-Shirts alles was mit 3-Fäden (meistens Stärke 120) genäht wird. Manchmal auch Jeansstoff, Einkaufstaschen oder Abdeckhauben.
Herzliche Grüsse vom Sputnik
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Bei Overlock hat man ja ganz andere Kriterien was jemand mit einer Naht bezwecken will als mit einer normalen Nähmaschine.
Normalerweise stellt sich nicht die Frage welches Garn man verwendet, sondern z.B. die Erzeuger von Strumpfhosen nehmen das selbe (Bausch)Garn mit dem sie ihre Strumpfhosen wirken.
Die Frage ist dann immer welche Art Overlocknaht? 2 oder 3 Fädig nur um die Kante zu versäubern und die Naht anschliessend zu öffnen (eine Naht öffnen = jedes Teil wird mit 3 Fäden geendelt und die beiden Stoffteile werden anschliessend auf beide Seiten der Naht aufgebügelt) verwendet man, vor allem bei dünnen Stoffen meistens Fadenstärken von 150 bis 200. Der Faden braucht ja nur die Fäden des Stoffes gegen ausfransen zu schützen und wird nicht belastet.
Anderes Extrem wenn man bei Jeans/Arbeitshosen mit einer 5 Faden Overlocknaht z.B. die Hosenbeine auf der Innenseite schliesst. Da braucht man Fäden welche diese nicht unerhebliche Belsatung aushalten. Da werden häufig Fadenstärken zwischen 70 bis 100 verwendet.
Oder Strick-/Wirkware welche mit der sehr elastischen 4-Faden Sicherheitsnaht auch gleichzeitig geschlossen wird.
Manchmal verwendet man normales Garn als Nadelfaden und Bauschgarn für die Greifer um eine bessere Abdeckung bei weniger auftragender Naht zu erreichen ... usw.
Je nachdem was genäht wird möchte man manchmal die Naht sehen ... meistens aber nicht.
Ein Taschenbeutel für eine Hose wird auf jeden Fall mit anderen Fäden genäht als ein Hemd-/Blusenkragen.
Was die Nadeln angeht sollten die zum Stoff passen. Normale Stoffe mit normalen Spitzen, elastisches Material meisten mit SES (kleine Kugelspitze) oder SUK (grössere Kugelspitze). Das ist bei T-Shirts und Wäsche wichtig damit der Stoff nicht beschädigt wird.
In meiner uralt (~1930) Singer 3-Faden Overlock ist seit vielen Jahren EINE Schmetz Nadel #80 SES eingesetzt die sicher schon 10Km Naht hinter sich hat und immer noch wie neu aussieht (ich hätte noch ein paar tausend Reservenadeln vorrätig). Damit nähe ich von Putzfetzen bis T-Shirts alles was mit 3-Fäden (meistens Stärke 120) genäht wird. Manchmal auch Jeansstoff, Einkaufstaschen oder Abdeckhauben.
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Re: Stickmaschinennadeln
Danke für die Informationen. In einer offenen Werkstatt geht es nicht so organisiert zu, und die Qualitätsansprüche sind nicht so hoch. Man sollte froh sein, wenn die Maschinen funktionieren und sich jemand ein wenig darum kümmert. Ein Teil basiert auch auf Spenden aus verschiedenen Quellen, was die Situation etwas anders gestaltet.
Zum Beispiel stammt viel Nähgarn aus einer geschlossenen Schneiderei. Hier ist etwas Garn, wie auf dem Bild zu sehen: Das Garn hat zwei Litzen (nicht drei) und befindet sich auf Spulen, wie sie typischerweise für Overlockmaschinen verwendet werden. 1 m Garn wiegt 44 mg, was Tex 40 entspricht, was auch hier zu sehen ist. Ist zwei Litzen und 2-Fädig dasselbe? Es ist also ein ziemlich dickes Garn im Vergleich zur obigen Tabelle von Janome. Können Sie erwarten, dass diese Janome-Overlockmaschine dieses Garn verarbeiten kann?
Sputnik – wofür kann man dieses Garn verwenden?
Grüß, Viggo
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Re: Stickmaschinennadeln
Für fast alles ...
Einer jener Fäden die häufig auch als "Allesnäher" beworben werden.
Wird verwendet für (Seiden)Wäsche, Oberbekleidung, Jeans, Knopflöcher, Möbelstoffe, Leder, Schuhe, Sattlerwaren, Sonnenschirme, Markiesen, Gartenmöbel, Segel, technische Textilien, Berufsbekleidung, Bettwäsche .... und vieles andere mehr.
Es handelt sich um ein sehr gutes, festes und extrem hochwertiges reines Polyestergarn welches witterungs-, alterungs-, UV-beständig und relativ farbecht ist. Deshalb wird es z.B. auch für Gartenmöbel, Motorradsitzbänke, Segel, (Zirkus)Zelte, Fahnen etc. oder Küchenwäsche benutzt. Es ist Reiss-/Abriebfest/Scheuerbeständig wodurch viel weniger Fasern als bei Baumwoll-/baumwollumsponnnen Fäden abgerieben werden, es hat eine kontinuierlichere Qualität welche bei Naturfasern (vor allem bei Baumwolle) auch trotz extremen Chemiekalieneinsatz nicht erreicht werden kann.
Siehe auch:
Saba -> https://www.amann.com/de/produkte/produkt/saba/
Farbkarte -> https://www.amann.com/fileadmin/user_up ... d_scan.pdf
Ein Nachteil von reinem Polyestergarn ist das man es nicht, wie baumwollumsponnene Fäden nachträglich färben kann.
Das bedeutet von dem Saba gibt es NUR ~ 500 Farben
weil es nach der Herstellung nicht mehr gefärbt werden kann.
Deshalb benutzt man in der Modeindustrie für hochwertige/spezielle Ansprüche manchmal lieber baumwollumsponnene Fäden, weil diese auch auf Kundenwunsch gefärbt werden können.
Herzliche Grüsse vom Sputnik
P.S.: Zu Viggos Frage wegen der Janome Overlock: Haushalts-Overlockmaschinen sind normalerweise wenig empfindlich bei Fäden. Saba 80 sollte keinerlei Probleme machen. Bei Industrie gibt es dann unterschiedliche Maschinen/Unterklassen für dicke/dünne Materialien, aber z.B. bei schwerer Arbeitsschutzbekleidung werden Schliessnähte auf der (5-Faden) Overlock vermutlich manchmal auch mit noch etwas dickeren Fäden genäht. In der von Dir abgebildeten Tabelle steht bis 50er Fäden.
P.P.S.: Zur Frage der Einzelsträhnen/Nähfadenaufbau (Fachung/Stufigkeit):
Das hat hauptsächlich unterschiedliche produktionstechnische und optische Gründe.
Ein wesentliches Merkmal eines Nähfadens ist wie der auf dem zu verarbeitenden Material aussieht.
Andere Merkmale sind Stabilität, Weichheit, Oberflächenbeschaffenheit u.v.a.m..
Für Stabilität, Weichheit und Oberfläche ist vor allem der Aufbau eines Nähfadens ausschlaggebend. Bereits in der Frühzeit der Entstehung des Menschen wurden Fasern zu diesem Zweck einfach und auch mehrfach "verseilt/verzwirnt". Dabei entstehen durch unterschiedliche Materialien und Verarbeitungsschritte unterschiedliche Qualitäten, welche für verschiedene Aufgaben benötigt werden. Der praktische Aufbau von Nähfäden hängt natürlich von vielen Kriterien ab, unter anderem auch was das fertige Produkt kosten wird und wie gut es seine Aufgabe erfüllt. Daraus enstehen dann Verarbeitungsstrategien wie z.B. die Verseilung/Verzwirnung in gleiche oder in entgegengesetzte Richtung. Alles hat Vor- und Nachteile.
Häufig braucht man unterschiedliche Aufbauten für maximale Festigkeit oder für bestes Aussehen. Eine Zierkordel ist kein Seil für Bergsteiger. Bei Nähfäden ist es ähnlich, wobei der Unterschied im Aufbau hauptsächlich für spezielle Verwendungszwecke relevant ist. Beim Sticken möchte man häufig ganz weiche, glatte, glänzende Fäden (welche dann meistens nur 2-fach gefacht sind) und für einen festen dicken Sattlerzwirn werden oft viele Fäden mehrfach gestuft und verzwirnt wobei das optische Erscheinungsbild oft nebensächlich ist.
Praktisch ist es eben so das der Saba bis Stärke 35 ein Zweifachzwirn ist und alle stärkeren Zwirne dann mit mehr Einzelgarnen hergestellt werden. Mehr zu den Details findet man im Amann Focus Buch -> https://www.google.com/url?sa=t&source= ... rvFM2qQLkf
Einer jener Fäden die häufig auch als "Allesnäher" beworben werden.
Wird verwendet für (Seiden)Wäsche, Oberbekleidung, Jeans, Knopflöcher, Möbelstoffe, Leder, Schuhe, Sattlerwaren, Sonnenschirme, Markiesen, Gartenmöbel, Segel, technische Textilien, Berufsbekleidung, Bettwäsche .... und vieles andere mehr.
Es handelt sich um ein sehr gutes, festes und extrem hochwertiges reines Polyestergarn welches witterungs-, alterungs-, UV-beständig und relativ farbecht ist. Deshalb wird es z.B. auch für Gartenmöbel, Motorradsitzbänke, Segel, (Zirkus)Zelte, Fahnen etc. oder Küchenwäsche benutzt. Es ist Reiss-/Abriebfest/Scheuerbeständig wodurch viel weniger Fasern als bei Baumwoll-/baumwollumsponnnen Fäden abgerieben werden, es hat eine kontinuierlichere Qualität welche bei Naturfasern (vor allem bei Baumwolle) auch trotz extremen Chemiekalieneinsatz nicht erreicht werden kann.
Siehe auch:
Saba -> https://www.amann.com/de/produkte/produkt/saba/
Farbkarte -> https://www.amann.com/fileadmin/user_up ... d_scan.pdf
Ein Nachteil von reinem Polyestergarn ist das man es nicht, wie baumwollumsponnene Fäden nachträglich färben kann.
Das bedeutet von dem Saba gibt es NUR ~ 500 Farben
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P.S.: Zu Viggos Frage wegen der Janome Overlock: Haushalts-Overlockmaschinen sind normalerweise wenig empfindlich bei Fäden. Saba 80 sollte keinerlei Probleme machen. Bei Industrie gibt es dann unterschiedliche Maschinen/Unterklassen für dicke/dünne Materialien, aber z.B. bei schwerer Arbeitsschutzbekleidung werden Schliessnähte auf der (5-Faden) Overlock vermutlich manchmal auch mit noch etwas dickeren Fäden genäht. In der von Dir abgebildeten Tabelle steht bis 50er Fäden.
P.P.S.: Zur Frage der Einzelsträhnen/Nähfadenaufbau (Fachung/Stufigkeit):
Das hat hauptsächlich unterschiedliche produktionstechnische und optische Gründe.
Ein wesentliches Merkmal eines Nähfadens ist wie der auf dem zu verarbeitenden Material aussieht.
Andere Merkmale sind Stabilität, Weichheit, Oberflächenbeschaffenheit u.v.a.m..
Für Stabilität, Weichheit und Oberfläche ist vor allem der Aufbau eines Nähfadens ausschlaggebend. Bereits in der Frühzeit der Entstehung des Menschen wurden Fasern zu diesem Zweck einfach und auch mehrfach "verseilt/verzwirnt". Dabei entstehen durch unterschiedliche Materialien und Verarbeitungsschritte unterschiedliche Qualitäten, welche für verschiedene Aufgaben benötigt werden. Der praktische Aufbau von Nähfäden hängt natürlich von vielen Kriterien ab, unter anderem auch was das fertige Produkt kosten wird und wie gut es seine Aufgabe erfüllt. Daraus enstehen dann Verarbeitungsstrategien wie z.B. die Verseilung/Verzwirnung in gleiche oder in entgegengesetzte Richtung. Alles hat Vor- und Nachteile.
Häufig braucht man unterschiedliche Aufbauten für maximale Festigkeit oder für bestes Aussehen. Eine Zierkordel ist kein Seil für Bergsteiger. Bei Nähfäden ist es ähnlich, wobei der Unterschied im Aufbau hauptsächlich für spezielle Verwendungszwecke relevant ist. Beim Sticken möchte man häufig ganz weiche, glatte, glänzende Fäden (welche dann meistens nur 2-fach gefacht sind) und für einen festen dicken Sattlerzwirn werden oft viele Fäden mehrfach gestuft und verzwirnt wobei das optische Erscheinungsbild oft nebensächlich ist.
Praktisch ist es eben so das der Saba bis Stärke 35 ein Zweifachzwirn ist und alle stärkeren Zwirne dann mit mehr Einzelgarnen hergestellt werden. Mehr zu den Details findet man im Amann Focus Buch -> https://www.google.com/url?sa=t&source= ... rvFM2qQLkf
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