Hallo, ich habe aktuell einen Adler 221 Maschinenkopf in der Doppelnadelausführung mit 2 Greifern erhalten und taste mich an Reinigung und Einstellung heran.
Obwohl ich noch andere Nähmaschinen habe, habe ich noch nicht daran herumgeschraubt, mir hat gereicht, dass die funktionieren.
Obwohl erfahrener Oldtimer- und Segelbootschrauber, sind die filigrane Nähmaschinentechnik und besonders die vielen Schlitzschrauben ungewóhnt.
Beim Oldtimer wurden alle Schlitzschrauben ausgetauscht und bei den Booten und deren Motoren bleiben nur die großen VA-Schlitzschrauben erhalten, die man sowieso nicht anfasst, wie z.B. bei langen Schienen, die auf Deck montiert sind.
Die Adler: Die Mechanik lässt sich mit der Hand leicht drehen und optisch funktioniert Alles, auch die Stichlängenverstellung. Eine Fußkombination für 1-Nadel-Betrieb ist auch dabei. Leider hat die Maschine nicht das zusätzliche Handrad an der Front.
Einen neuen Servomotor 750 Watt habe ich noch, ich hoffe, der funktioniert mit entsprechnder Untersetzung. Aber erst muss ich den Tisch anpassen, den ich dafür vorgesehen habe.
Für die Reinigung habe ich erst mal nur die Füße, Nadelhalter, Stichplatte und die Kapseln herausgenommen.
Jetzt die erste Frage: Weiß jemand, wieviel Spiel die Greifer in der Drehung haben dürfen? Wenn ich das an der Greiferspitze messe, sind das gut 2 mm.
Das kommt mir recht viel vor, aber vielleicht ist es normal oder nicht entscheidend, sie drehen ja nur in eine Richtung.
Danke vorab für Antworten.
Adler 221-76-73
- Achim (js_hsm)
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Re: Adler 221-76-73
Herzlich willkommen hier.
So ist es ...2 mm sind aber relativ viel, prüf mal das Spiel/Abstand der Greiferzahnräderberliz hat geschrieben: Freitag 27. März 2026, 21:09 aber vielleicht ist es normal oder nicht entscheidend, sie drehen ja nur in eine Richtung.
Gruß, Achim
Gruß, Achim
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Re: Adler 221-76-73
Jetzt habe ich schon Einiges genäht mit der Adler 221 und konnte sie auch syncron einstellen auf beide Nadeln und Greifer, obwohl ich nur mit einer Nadel nähe.
Das liegt überwiegend daran, dass der Nadelabstand mit fast 18 mm doch sehr groß ist, ich würde eher 10-11 mm brauchen.
Außerdem habe ich es noch nicht geschafft, die max. Stichlänge einzustellen, statt 10 mm sind es 8 mm, was mir bisher gereicht hat.
Das Problem liegt dann eher darin, kurze Stichlängen präzise einzustellen. Die Stichlänge wird ja primär vom Excenter oben auf der Hauptwelle vorgegeben, mir ist noch nicht klar, ob ich dort etwas justieren kann.
Jetzt aber etwas, was ich bisher an keiner Maschine hatte. Damit der Oberfaden am Anfang der Naht nicht zuviel unter das Material gezogen wird und dort ein Knäuel bildet, muss ich bei Oberfaden mindd. bei den ersten beiden Stichen, mit der Hand gedreht, halten und sanft nach oben ziehen.
Erst beim 3. oder 4. Stich ist der Oberfaden so fixiert, dass die Naht sauber produziert wird bis zum Ende.
Diese Prozedur nervt, auch deshalb, weil die 76er Maschine kein zusätzliches Handrad an der Front hat.
Hat jemand eine Idee dazu?
Das liegt überwiegend daran, dass der Nadelabstand mit fast 18 mm doch sehr groß ist, ich würde eher 10-11 mm brauchen.
Außerdem habe ich es noch nicht geschafft, die max. Stichlänge einzustellen, statt 10 mm sind es 8 mm, was mir bisher gereicht hat.
Das Problem liegt dann eher darin, kurze Stichlängen präzise einzustellen. Die Stichlänge wird ja primär vom Excenter oben auf der Hauptwelle vorgegeben, mir ist noch nicht klar, ob ich dort etwas justieren kann.
Jetzt aber etwas, was ich bisher an keiner Maschine hatte. Damit der Oberfaden am Anfang der Naht nicht zuviel unter das Material gezogen wird und dort ein Knäuel bildet, muss ich bei Oberfaden mindd. bei den ersten beiden Stichen, mit der Hand gedreht, halten und sanft nach oben ziehen.
Erst beim 3. oder 4. Stich ist der Oberfaden so fixiert, dass die Naht sauber produziert wird bis zum Ende.
Diese Prozedur nervt, auch deshalb, weil die 76er Maschine kein zusätzliches Handrad an der Front hat.
Hat jemand eine Idee dazu?
- Achim (js_hsm)
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Re: Adler 221-76-73
Ich hab 2x2 Maschinen die quasi baugleich sind.berliz hat geschrieben: Dienstag 30. Juni 2026, 09:53 Jetzt aber etwas, was ich bisher an keiner Maschine hatte. Damit der Oberfaden am Anfang der Naht nicht zuviel unter das Material gezogen wird und dort ein Knäuel bildet, muss ich bei Oberfaden mindd. bei den ersten beiden Stichen, mit der Hand gedreht, halten und sanft nach oben ziehen.
Erst beim 3. oder 4. Stich ist der Oberfaden so fixiert, dass die Naht sauber produziert wird bis zum Ende.
Pfaff 335 und Adler 69
Pfaff 145 und Adler 67
Bei den Pfaff muss ich festhalten, bei den Adlern nicht !
Eine für mich befriedigende Erkärung habe ich nicht gefunden
Ich hab mir angewöhnt immer festzuhalten, dann gibt es keine negativen Überraschung
Gruß, Achim
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Re: Adler 221-76-73
Bei meiner 220-76-273 ist es so: Wenn der Extenter auf 10 steht, ergibt das auch eine Stichlänge von 10. Was steht bei dir auf der Skala?
bis 4 Stoffschichten, sogar 11mm.
bis 4 Stoffschichten, sogar 11mm.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Pfaff:34,60,114,115,138,141,142,145,175,191,192,193,195,230,238,260,335,345,362,422,433,545,546,1245
Minerva:331,335,01118,01258,72520,72524,72525
Adler:4,67,69,167,168,267,1217
Singer:24,29,34,51,178,221,316,320,457
Minerva:331,335,01118,01258,72520,72524,72525
Adler:4,67,69,167,168,267,1217
Singer:24,29,34,51,178,221,316,320,457
Re: Adler 221-76-73
Zum Greiferspiel:
Wie Achim bereits erwähnte: Bei diesen Maschinen müssen zum Greifereinstellen immer auch die Antriebszahnräder wieder optimal ( = leichtgängig und mit minimalem Spiel) eingestellt werden.
Nach meiner sehr vagen Erinnerung und durchblättern der aktuellen Klasse 221 Publikationen ... glaube ich mich wie folgt zu erinnern:
Viele dieser (grossen schweren alten) Maschinen wurden von einer Firma gebaut und von den anderen zugekauft. Deshalb gilt oft Dükopp = Adler = Pfaff. Die Konstruktion stammte dabei oft von Adler. Die Maschinen wurden von einer Firma angefertigt und unterschiedlich lackiert/beschriftet. Je nach Firma gab es dann leicht unterschiedliche Anleitungen und Ersatzteile.
Bei Adler wurden den Kunden oft unterschiedliche Greiferbestückungen angeboten welche nach Anwendung/Kundenwunsch ausgewählt werden konnten. Dabei ging es um Unterfadenspulengrössen, optische Erscheinung der Naht, und um Vermeidung von Fehlstichen etc. Bei Pfaff und Dürkopp habe ich keine Erfahrung wie das gehandhabt wurde. Man wählte dann z.B. für Polstermöbelbezüge den Greifer mit der grössten Spulenkapazität wenn die Nähte ohnehin nicht sichtbar waren ... und für Ziernähte auf Leder einen kleineren wegen der schöneren Naht.
Bei den meisten Nähmaschinen (ohne Fadenabschneider) ist vorgesehen (und auch in der Gebrauchsanleitung beschrieben) dass man den Anfangsfaden festhalten muss. Je nach Nähbedingungn ist das einmal unbedingt immer erforderlich und machmal funktioniert es auch ohne. Allerdings bleibt ohne Festhalten immer ein Restrisiko die teure Maschine zu beschädigen. Die Maschinen kosteten häufig soviel wie ein Mittelklasse-Auto.
Wie Achim auch bereits erwähnte geht es manchmal auch ohne, was sich auch mit meinen Erfahrungen deckt. Aber sicherheitshalber ist Festhalten immer zu empfehlen.
Bei schweren Maschinen ohne Sicherheitskupplung besteht immer ein hohes Risiko für eine Beschädigung der Maschine. (z.B. Greiferbruch oder schlimmeres).
Zum Handrad: Bei einigen grossen schweren ALTEN Adlern welche vorne die Aufnahme haben ist vorgesehen das man das orginale Handrad ENTWEDER seitlich ODER vorne montieren kann.
Wenn man das Handrad vorne montiert, wurde seitlich oft nur eine Riemenscheibe angebracht um die zusätzliche Schwungmasse des zweiten gusseiseren Handrads zuvermeiden.
Ab den 1980er Jahren wurde diese Umbaumöglichkeit verzichtet, da meistens Stoppmotore verwendet wurden um die Bedienung zu erleichterten.
Von vielen Maschinen gab es dann besondere Ausführungen von Spezialfirmen/Automatenbauern mit abweichenden Ausstattungen und Möglichkeiten (z.B. Automaten zum Matratzenschliessen)
Herzliche Grüsse vom Sputnik
Wie Achim bereits erwähnte: Bei diesen Maschinen müssen zum Greifereinstellen immer auch die Antriebszahnräder wieder optimal ( = leichtgängig und mit minimalem Spiel) eingestellt werden.
Nach meiner sehr vagen Erinnerung und durchblättern der aktuellen Klasse 221 Publikationen ... glaube ich mich wie folgt zu erinnern:
Viele dieser (grossen schweren alten) Maschinen wurden von einer Firma gebaut und von den anderen zugekauft. Deshalb gilt oft Dükopp = Adler = Pfaff. Die Konstruktion stammte dabei oft von Adler. Die Maschinen wurden von einer Firma angefertigt und unterschiedlich lackiert/beschriftet. Je nach Firma gab es dann leicht unterschiedliche Anleitungen und Ersatzteile.
Bei Adler wurden den Kunden oft unterschiedliche Greiferbestückungen angeboten welche nach Anwendung/Kundenwunsch ausgewählt werden konnten. Dabei ging es um Unterfadenspulengrössen, optische Erscheinung der Naht, und um Vermeidung von Fehlstichen etc. Bei Pfaff und Dürkopp habe ich keine Erfahrung wie das gehandhabt wurde. Man wählte dann z.B. für Polstermöbelbezüge den Greifer mit der grössten Spulenkapazität wenn die Nähte ohnehin nicht sichtbar waren ... und für Ziernähte auf Leder einen kleineren wegen der schöneren Naht.
Bei den meisten Nähmaschinen (ohne Fadenabschneider) ist vorgesehen (und auch in der Gebrauchsanleitung beschrieben) dass man den Anfangsfaden festhalten muss. Je nach Nähbedingungn ist das einmal unbedingt immer erforderlich und machmal funktioniert es auch ohne. Allerdings bleibt ohne Festhalten immer ein Restrisiko die teure Maschine zu beschädigen. Die Maschinen kosteten häufig soviel wie ein Mittelklasse-Auto.
Wie Achim auch bereits erwähnte geht es manchmal auch ohne, was sich auch mit meinen Erfahrungen deckt. Aber sicherheitshalber ist Festhalten immer zu empfehlen.
Bei schweren Maschinen ohne Sicherheitskupplung besteht immer ein hohes Risiko für eine Beschädigung der Maschine. (z.B. Greiferbruch oder schlimmeres).
Zum Handrad: Bei einigen grossen schweren ALTEN Adlern welche vorne die Aufnahme haben ist vorgesehen das man das orginale Handrad ENTWEDER seitlich ODER vorne montieren kann.
Wenn man das Handrad vorne montiert, wurde seitlich oft nur eine Riemenscheibe angebracht um die zusätzliche Schwungmasse des zweiten gusseiseren Handrads zuvermeiden.
Ab den 1980er Jahren wurde diese Umbaumöglichkeit verzichtet, da meistens Stoppmotore verwendet wurden um die Bedienung zu erleichterten.
Von vielen Maschinen gab es dann besondere Ausführungen von Spezialfirmen/Automatenbauern mit abweichenden Ausstattungen und Möglichkeiten (z.B. Automaten zum Matratzenschliessen)
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Und sehen wir uns nicht in dieser Welt
dann sehen wir uns in Bielefeld! (Udo Lindenberg)
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