Ich hatte es schon mehrfach, obwohl mein Name deutlich auf der Klingel und dem Briefkasten war, dass Sendungen an mich nicht zugestellt wurden, weil angeblich Empfängername nicht vorhanden, Zustellung nicht möglich.



Da fragt man sich, ist das eine Ausrede, weil der Bote nicht da war, oder hat man es mit jemandem zu tun, der zu doof ist zu lesen.
Das hat i.d.R. einen
meist vernünftigen Grund. Glaube mir - nicht zuzustellen ist i.d.R. arbeitsintensiver als Zustellen - gerade bei Paketen. Nicht zustellbare Sendungen (z.B. vollbezahlte Briefpost oder sonstige mit P gekennzeichnete "Premiumadress Post" und Pakete) werden manuell vom Zusteller bearbeitet und der Grund der Nichtzustellung wird auf einem Aufkleber vermerkt und wird zurückgeschickt an den Absender oder geht ggf. zur Adressermittlung. Paket werden wieder eingeladen und müssen am Feierabend wieder ausgeladen werden und in den Paketabgang gelegt werden und Tagsüber sind solche Paket wegen Platzmangel oft störend.
Verdachtszustellung ist nicht erlaubt, von daher hat es, wie gesagt, meist einen vernünftigen Grund warum Post nicht zugestellt wird bzw. werden kann. Auch ein überfüllter oder defekter (z.B. nicht verschließbarer) Briefkasten kann zur Rücksendung führen. Post wird manchmal auch fehlgeleitet und es kann mal vorkommen, dass ein Zusteller fehlgeleitete Post mit falscher Ortsangabe (PLZ und Ort) aber richtiger Straße und Hausnummer vorfindet. Dann sollte allerdings kein Aufkleber drauf kommen aber auch so was kann vorkommen (wir machen alle Fehler). Falsch geschriebene Straßennamen oder falsche oder keine Hausnummer sind auch ein Nichtzustellgrund usw usw usw....
Du glaubst gar nicht wie unglaublich "dämlich" aber auch manche Versender und auch Empfänger (bei Paketbestellungen z.B.) sind, manchmal hast Du 2x den Vornamen ohne Nachnamen, manchmal wohnen Leute zur Untermiete oder der Freund / die Freundin sind eingezogen und er wird nicht auf Klingel oder Briefkasten vermerkt usw usw. Oder jemand bestellt sich ein Paket zum Arbeitsplatz und es wird nur Empfängername aber nicht die Firma angegeben. Das Paket / die Post geht dann im schlechtesten Fall zurück, weil der Empfänger nicht eindeutig zu ermitteln ist. Das habe ich regelmäßig, als "Stammzusteller" werfe ich manchmal eine handgeschriebene Karte ein, dass bitte Klingelschild / Briefkasten mit Namen ergänzt werden sollen "falls" jemand eingezogen ist usw usw. oder ich klingel auch mal beim Nachbarn und Frage nach - das muss ich nicht machen, mache ich aber, auch wenn es für mich Mehrarbeit bedeutet. Es gibt aber auch Kollegen, und sie haben recht damit, die Post / Pakete zurückgehen lassen, wenn die Anschrift nicht
eindeutig ist.
Ich selbst hatte neulich ein Paket, dass ich an eine Filiale liefern lassen haben (Packstation wurde bei uns abgebaut) und der Versender hat NICHT die bei Ebay hinterlegte Filialanschrift verwendet, sondern wohl scheinbar die aus seiner veralteten Datenbank (ich kanns mir nicht anders erklären) und zu dem einen falschen Firmennamen (Filiale ist in einem Shop). Das Paket konnte nicht übergeben werden und ging zurück. Klarer Versenderfehler.
Auch wenn Kunden einen Ablageort angegeben haben und der z.B. auf "Manfred XY" lautet aber auf dem Paket nur M.XY steht kann ein Paket nicht wie gewünscht abgelegt werden, weil ja auch ein/e Manuel, Miroslav, Michael oder Marion im Haushalt wohnen
könnte und die ebene keinen Ablageort haben bzw. keine Ablage wünschen und wenn das Paket dann abgelegt wird und weg kommt ist ggf. der Zusteller schuld. Und das will er ganz sicher nicht, weil da u.U. eine Haftung anstehen könnte.
Warum Sendungen nicht wie gewünscht zugestellt werden kann also viele Gründe haben.
Dem Zusteller die Schuld zu geben ist immer einfach, trifft es aber nicht immer.