In den letzten Jahren habe ich mich mehr auf das Nähen von Kleidung verlegt. Meine Mutter, die kürzlich im Alter von 92 Jahren verstorben ist, war Schneiderin. Fast alle meine Kleider und die meiner älteren Schwester waren in unserer frühen Kindheit von ihr geschneidert worden. Alles auf ihrer grauen Pfaff 260, weshalb ich wohl auch im „Team Pfaff“ gelandet bin. Ich durfte damals unter ihrer Aufsicht für meine Barbie auf der Pfaff Kleider nähen. Damals gab es in der Burda Schnittmuster für Barbie und Ken.
Meine Mutter hat viele der Reststoffe aufbewahrt und ihr Schrank war außerdem voll mit der Weißwäsche aus ihrer Aussteuer, alles mit Lochstickerei verziert und Monogramm versehen. Nun ist das alles bei mir im Schrank . Da ist auch noch Leinen, das von meiner Urgroßmutter gewebt wurde und vieles mehr. Das muss ja nun auch mal endlich verarbeitet werden.
Diese Bluse habe ich nach einem leicht abgewandelten Etzy-Schnitt genäht. Dafür habe ich ein sogenanntes Oberleintuch oder Überschlaglaken verwendet und zwei Kopfkissenbezüge.
Ich nähe Kleidung übrigens meistens auf meiner Pfaff 103 mit Fußwippe. Diese Maschine ist meine liebste, nachdem ich anfing überwiegend ohne Motorisierung zu nähen.
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Das ist eine super schicke Bluse geworden.
Man kann es manchmal kaum glauben, was früher so im Haushalt auf einfachen Nähmaschinen genäht wurde.
Finde es schön, dass du die Sachen deiner Mutter in Ehren hältst und etwas daraus machst.
Meine Mutter hat alles auf einer Gritzner R genäht die ich jetzt habe.
Grüße Heinrich
Das Wichtigste ist zu wissen, was das Wichtigste ist.
Manchmal vermisse ich hier den "Like"-Button.
Das ist wirklich eine sehr schöne Arbeit. Aber noch mehr Respekt, dass Du das auf einer Maschine mit Fußwippe schaffst.
Ich versuche mich gerade an der Fußwippe, nachdem ich eine alte Kayser bei einer Freundin wieder zum Laufen gebracht habe. Das wird bei mir wohl ein größeres Projekt...
Vielen Dank für eure Kommentare. Es freut mich, dass ich einen kleinen Teil des Materials in etwas verwandeln konnte, das einen Nutzen hat. Diese Stoffe sind viel zu schade, um über Jahrzehnte nur im Schrank zu liegen.
@Marcel Mit Fußwippe zu nähen, habe ich auf Geradstichmaschinen gelernt. Da muss nicht so viel Mechanik bewegt werden. Meine beiden mechanisch angetriebenen Pfaffs (30 + 103) laufen fast von selbst.
Hallo und schöne Pfingsten für alle!
Ich freue mich immer, wenn ich für ein Projekt alle „Zutaten“ bei mir im Fundus entdecke.
Eine Kollegin fragte mich, ob ich ihr eine Tasche für ihre Yogamatte nähen könnte. Beim Stöbern im Schrank fand ich:
1. den Stoff, der schon einige Zeit bei mir lag. Ich hatte ihn mal mitgenommen, weil er entsorgt werden sollte und weil er mir gefiel ohne eine konkrete Idee dafür zu haben.
2. Die Gurtbänder, die mir vor längerer Zeit von einer Freundin gegeben worden waren, damit ich sie irgendwann verwenden könnte.
3. Das grüne Band, dass schon so lange in der Schublade liegt, dass ich garnicht mehr weiß, woher es stammt.
4. Das grüne Leder, das aus einer geschenkten Flohmarkttasche stammt, in der unzählige Leder-Farbmusterteile drin waren.
5. Endlosreißverschluss habe ich sowieso immer im Haus.
Wir haben die Maße abgeglichen und dann ging es ans Rechnen. Nähen hat auch viel mit Mathe zu tun. Hier war der Radius der Seiten gefragt. Das passte am Ende zu 100% und ich war selbst ganz überrascht .
Das grüne Band war technisch unnötig, aber ich finde, es macht sich optisch sehr gut. Ich habe den Reißverschluss anders eingenäht als sonst, also rechts auf links und die Kanten mit dem Band außen abgedeckt. So ist es auf beiden Seiten schön.
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Wow ... wenn ich eine Yoga-Matte für auswärts hätte, würde ich Dich bitten mir eine Tasche dazu zu nähen ...
Ich habe zwar eine Matte, ob die aber für Yoga geeignet ist, weiß ich nicht ...