BERNINA Record 531-1 (530): Nadelposition quer verstellt
BERNINA Record 531-1 (530): Nadelposition quer verstellt
Guten Abend,
ich habe heute eine Frage an die BERNINA Record 530 Expertinnen und Experten:
Entgegen besserem Wissen habe ich für 20 Euro eine schöne 531-1 BERNINA Record im gut erhaltenen Koffer beim Flohmarkt mitgenommen.
Sie sah tadellos aus, war innen und aussen blitz sauber, aber blockiert. Zuhause habe ich einige Fadenstücke aus der Greiferbahn entfernt, und schon war die Blockade behoben. Also flugs den Strom angeschlossen und eingeschaltet. Peng hat es gemacht, die Sicherung war draußen und aus dem Motorgehäuse quoll streng riechender Rauch. Das ließ sich beliebig reproduzieren, war aber letztlich auch nicht schlimm, denn nach dem Ausbau der Entstörkondensatoren (neue sind bereits bestellt) blieb die Sicherung drin und der Motor lief ohne Probleme.
Nun habe ich mir die Maschine aber genauer angeschaut. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Nadel nicht zentrisch im Nadelloch ist, sondern quer zur Nähmaschinenachse (in Richtung des Stofftransports) nach hinten (vom Näher weg) verschoben ist.
Durch diese Verschiebung trifft die Nadel kurz hinter der Spitze sogar den Rand des Nadellochs und wird dadurch beim Absenken leicht nach vorne (zum Näher) gedrückt.
Die Nadel habe ich bereits gegen eine neue getauscht, auch die Aufnahme in der Nadelstange habe ich untersucht und geputzt. Das hat nichts geändert.
Das sieht für mich nicht normal aus. Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass die Nadel zentrisch im Nadelloch positioniert sein sollte. Wie ist das bei den Berninas der Klasse 530 / 531?
Wie kann ich diese Nadelposition ggfs. korrigieren und die Nadel zur Mitte des Nadellochs bekommen?
Da ich mit meinem Latein am Ende bin und alleine bei dem Problem nicht weiterkomme, bin ich für alle Hinweise dankbar.
ich habe heute eine Frage an die BERNINA Record 530 Expertinnen und Experten:
Entgegen besserem Wissen habe ich für 20 Euro eine schöne 531-1 BERNINA Record im gut erhaltenen Koffer beim Flohmarkt mitgenommen.
Sie sah tadellos aus, war innen und aussen blitz sauber, aber blockiert. Zuhause habe ich einige Fadenstücke aus der Greiferbahn entfernt, und schon war die Blockade behoben. Also flugs den Strom angeschlossen und eingeschaltet. Peng hat es gemacht, die Sicherung war draußen und aus dem Motorgehäuse quoll streng riechender Rauch. Das ließ sich beliebig reproduzieren, war aber letztlich auch nicht schlimm, denn nach dem Ausbau der Entstörkondensatoren (neue sind bereits bestellt) blieb die Sicherung drin und der Motor lief ohne Probleme.
Nun habe ich mir die Maschine aber genauer angeschaut. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Nadel nicht zentrisch im Nadelloch ist, sondern quer zur Nähmaschinenachse (in Richtung des Stofftransports) nach hinten (vom Näher weg) verschoben ist.
Durch diese Verschiebung trifft die Nadel kurz hinter der Spitze sogar den Rand des Nadellochs und wird dadurch beim Absenken leicht nach vorne (zum Näher) gedrückt.
Die Nadel habe ich bereits gegen eine neue getauscht, auch die Aufnahme in der Nadelstange habe ich untersucht und geputzt. Das hat nichts geändert.
Das sieht für mich nicht normal aus. Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass die Nadel zentrisch im Nadelloch positioniert sein sollte. Wie ist das bei den Berninas der Klasse 530 / 531?
Wie kann ich diese Nadelposition ggfs. korrigieren und die Nadel zur Mitte des Nadellochs bekommen?
Da ich mit meinem Latein am Ende bin und alleine bei dem Problem nicht weiterkomme, bin ich für alle Hinweise dankbar.
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Re: BERNINA Record 531-1 (530): Nadelposition quer verstellt
Schraube (Pfeil) lösen und verschieben.
Dannach kontrollieren, ob der Abstand Greiferspitze zur Nadel noch korrekt ist, ansonsten nachstellen.
Grüße Heinrich
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Das Wichtigste ist zu wissen, was das Wichtigste ist.
Re: BERNINA Record 531-1 (530): Nadelposition quer verstellt
der axiale Drehpunkt des Nadelstangensupports -oben drin, unter dem Deckel, der -federnd- abgezogen werden kann-
lässt sich- nach Lösen des Gewindestifts, der seinen Haltebolzen im Alublock fixiert- durch minimales Verschieben bzw. "klöppeln" ;
nach hinten verändern ...und somit wandert der Support und damit das untere Ende der Nadelstange nach vorn...
vorab gilt es jedoch, im Istzustand zu prüfen, ob der Abstand des Greifers -beim hinten Vorbeifahren an der Nadel-
auch gegen Null geht bzw. max. 1/10 mm beträgt; wenn der Greifer bereits an der Nadel streift oder sie sogar schon -fast-blockiert, war diese axiale Verschiebung auch die Ursache...
der Gewindestift jedoch, der den Bolzen des Alublocks auf dem Maschinengehäuse fixiert, darf jedoch nicht gelöst -oder gar der Alublock verdreht- werden...
vorab muss zum axialen Verschieben die Anlaufhülse (2 sehr kleine Schlitzschräubchen, hinten am Bolzen) gelockert
und nach dem Verschieben wieder auf Anschlag gebracht und fixiert werden;
nach einer korrekten Einstellung sollte zwischen der Hinterkante der Nadel im Langloch noch ca. 1/2 mm Luft sein
sollte es dagegen immer noch Probleme mit dem Nadel-Greifer Abstand geben, müsste dieser Rest durch minimales axiales Verschieben der Greiferglocke (mit 1 Gewindestift, auf 11 Uhr fixiert, hinter der Glocke, diesen lösen) kompensiert werden

lässt sich- nach Lösen des Gewindestifts, der seinen Haltebolzen im Alublock fixiert- durch minimales Verschieben bzw. "klöppeln" ;
nach hinten verändern ...und somit wandert der Support und damit das untere Ende der Nadelstange nach vorn...
vorab gilt es jedoch, im Istzustand zu prüfen, ob der Abstand des Greifers -beim hinten Vorbeifahren an der Nadel-
auch gegen Null geht bzw. max. 1/10 mm beträgt; wenn der Greifer bereits an der Nadel streift oder sie sogar schon -fast-blockiert, war diese axiale Verschiebung auch die Ursache...
der Gewindestift jedoch, der den Bolzen des Alublocks auf dem Maschinengehäuse fixiert, darf jedoch nicht gelöst -oder gar der Alublock verdreht- werden...
vorab muss zum axialen Verschieben die Anlaufhülse (2 sehr kleine Schlitzschräubchen, hinten am Bolzen) gelockert
und nach dem Verschieben wieder auf Anschlag gebracht und fixiert werden;
nach einer korrekten Einstellung sollte zwischen der Hinterkante der Nadel im Langloch noch ca. 1/2 mm Luft sein
sollte es dagegen immer noch Probleme mit dem Nadel-Greifer Abstand geben, müsste dieser Rest durch minimales axiales Verschieben der Greiferglocke (mit 1 Gewindestift, auf 11 Uhr fixiert, hinter der Glocke, diesen lösen) kompensiert werden
Re: BERNINA Record 531-1 (530): Nadelposition quer verstellt
btw. = auf diesem Bild fehlt (ganz hinten am Bolzen) der Anlaufring... allein dieser bewirkt, dass der Support kein axiales Spiel hat...er muss wieder dran...
der vordere Anschlag wird durch eine Benzingfeder gesichert (sieht auf dem Bild so aus, als ob zwischendrin einer wäre)
der vordere Anschlag wird durch eine Benzingfeder gesichert (sieht auf dem Bild so aus, als ob zwischendrin einer wäre)
Re: BERNINA Record 531-1 (530): Nadelposition quer verstellt
Vielen Dank, Heinrich und uu4y, für Eure Ratschläge! Werde ich heute Abend versuchen.
Btw: Wie stelle ich fest, ob die Nadelstange gerade ist?
Danke! Joseph
Btw: Wie stelle ich fest, ob die Nadelstange gerade ist?
Danke! Joseph
Re: BERNINA Record 531-1 (530): Nadelposition quer verstellt
Das Bild stammt von meiner Bernina 540 Favorit, sollte gleich sein.von uu4y » Dienstag 26. Mai 2026, 17:35
btw. = auf diesem Bild fehlt (ganz hinten am Bolzen) der Anlaufring... allein dieser bewirkt, dass der Support kein axiales Spiel hat...er muss wieder dran...
der vordere Anschlag wird durch eine Benzingfeder gesichert (sieht auf dem Bild so aus, als ob zwischendrin einer wäre)
Der "Federring" links ist vorhanden.
Die Scheibe rechts wird durch die geteilte Buchse in welcher der Lagerbolzen geklemmt wird gehalten.
Um Spiel bei der Verstellung zu vermeiden, muss diese Buchse wieder "angedrückt" werden, sodass sich die Scheibe zwar dreht, aber nicht "wakelt".
Grüße Heinrich
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Re: BERNINA Record 531-1 (530): Nadelposition quer verstellt
Dazu sollte man sie ausbauen.von agricola » Dienstag 26. Mai 2026, 17:54
Wie stelle ich fest, ob die Nadelstange gerade ist?
Schaue daher erst mal, ob du durch das Verstellen die Nadelstellung optimieren kannst, ist weniger Aufwand.
Du hast für gerade mal 20 € eine klasse Bernina "geangelt", welch normalerweise kaum unter 100 € zu bekommen ist.
Grüße Heinrich
Das Wichtigste ist zu wissen, was das Wichtigste ist.

