Naumann kl.65 mit abgebrochen Handrad: was nun?

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hansvandongen
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Naumann kl.65 mit abgebrochen Handrad: was nun?

#1 Beitrag von hansvandongen »

Guten tag allen,

Letzter Woche bekam ich meine Naumann 65: hatte endlich jemand auf Kleinanzeigen gefunden den der Maschine nach mir (Niederlande) verschicken wollte. Er hat es auch ziemlich sorgfältig verpackt, aber nicht dem Handrad entfernt. Das hätte mir auch nicht eingefallen.
Also, der Armwelle ist mit dem Handrad abgebrochen (s. Bilder)
IMG_2483.jpeg
IMG_2484.jpeg
Ich denke, ich hatte 3 Möglichkeiten:
- Die ganze Maschine vergessen, und warten auf eine neue Chance.
- eine Schott-Maschine erwerben, die welle ausbauen und in meine Maschine einbauen. (Ich weiss einer, kostet aber 1 Tag sie ab zu hohlen)
- die welle reparieren. Ich habe dreh/fräsmaschine.

Ich dachte, ich kann die welle (12mm) zentrierbohren und ausbohren auf 8mm, und dann ein Stückchen Stahl auf 12.1mm (mit 8mm ende) mit Loctite darein stecken, und bis die originalen 12mm abdrehen oder schleifen,

Habe darüber auf ein Amerikanisches metallbearbeitungsforum fragen gestellt: (auf Englisch - die denken das wird schon gehen, aber das sind Metall,- und kein Nähmaschineleute…)
https://www.practicalmachinist.com/foru ... ed.450430/

Was denken Sie?

Viele Grüße,

Hans
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Ramses
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Re: Naumann kl.65 mit abgebrochen Handrad: was nun?

#2 Beitrag von Ramses »

Warum nicht die komplette Welle neu anfertigen?
Das Equipment scheint vorhanden, 12 mm ist absolut gängiges Maß!
Vorbild zum Kopieren ist vorhanden!

Man wächst mit den Aufgaben!

Bei einer 08/15 Veritas würde ich nach einer Ausschlachtnähmaschine Ausschau halten!
Dafür hätte ich einige Wellen auf Lager.

P.S.: Einen solch krassen Versandschaden hatte ich auch noch nie! Hätte gedacht, daß eher das Handrad bricht als die Welle, die sicher im Gegensatz zum Handrad auch kein Guss ist!

Makatea
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Re: Naumann kl.65 mit abgebrochen Handrad: was nun?

#3 Beitrag von Makatea »

Das wird auf jeden Fall knifflig.

So wie das gebrochen ist, vermute ich, daß die Welle durchgehärtet ist.
Da zentriert reinzubohren wird auf jeden Fall herausfordernd ;-)

Möglicherweise ist Welle ziehen und die von einem Ersatzteilspender einbauen am Ende doch weniger Theater
und vor allem zweifelsfrei gerade und ohne Unwucht oder Sollbruchstelle...

Auf Kleinanzeigen gibts aktuell zwei Stück zu sehr vertretbaren Preisen, die funktionsfähig sein sollen, das ist wahrscheinlich die einfachste und letztlich auch kosteneffektivste Lösung.

3607
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Re: Naumann kl.65 mit abgebrochen Handrad: was nun?

#4 Beitrag von 3607 »

....die Schlachtmaschine wäre kein Problem. Wäre natürlich sinnvoll die Welle auszubauen - wie viel Arbeit ist das????
Eine andere Frage stellt sich mir noch: haben die damals wirklich jedes Teil gleich gebaut ? oder wurden die passenden Welle / Lagerpaarungen füreinander angefertigt bzw. aufeinander angepasst....????

Grüße, Jürgen

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Achim (js_hsm)
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Re: Naumann kl.65 mit abgebrochen Handrad: was nun?

#5 Beitrag von Achim (js_hsm) »

3607 hat geschrieben: Mittwoch 12. August 2026, 16:53 ....die Schlachtmaschine wäre kein Problem. Wäre natürlich sinnvoll die Welle auszubauen - wie viel Arbeit ist das????
Eine andere Frage stellt sich mir noch: haben die damals wirklich jedes Teil gleich gebaut ? oder wurden die passenden Welle / Lagerpaarungen füreinander angefertigt bzw. aufeinander angepasst....????

Grüße, Jürgen
Zu der Zeit wurde eigentlich überall schon mit "normierten" Passungen gearbeitet.
Gruß, Achim

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Ramses
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Re: Naumann kl.65 mit abgebrochen Handrad: was nun?

#6 Beitrag von Ramses »

Achim (js_hsm) hat geschrieben: Mittwoch 12. August 2026, 17:47
3607 hat geschrieben: Mittwoch 12. August 2026, 16:53 ....die Schlachtmaschine wäre kein Problem. Wäre natürlich sinnvoll die Welle auszubauen - wie viel Arbeit ist das????
Eine andere Frage stellt sich mir noch: haben die damals wirklich jedes Teil gleich gebaut ? oder wurden die passenden Welle / Lagerpaarungen füreinander angefertigt bzw. aufeinander angepasst....????

Grüße, Jürgen
Zu der Zeit wurde eigentlich überall schon mit "normierten" Passungen gearbeitet.
In Anbetracht der Tatsache, daß gerade die Klasse 65 eine gewisse Evolution durchgemacht hat, wäre ich nicht wirklich überrascht, wenn die Armwelle der Spendermaschine nicht zur Empfängermaschine passte!

Was ich aber nicht verstehen würde, warum die Welle durchgehärtet sein sollte. Das hätte doch nur Nachteile! Z.B., daß sie leichter brechen könnte! smile

Makatea
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Re: Naumann kl.65 mit abgebrochen Handrad: was nun?

#7 Beitrag von Makatea »

Wegen der Passung würde ich mir auch keine Sorgen machen, das war damals schon lange Standard mit den auswechselbaren Ersatzteilen.

Nicht unterschätzen würde ich allerdings den Demontage-Aufwand, sämtliche Schrauben und Stifte unfallfrei zu entfernen
und hinterher alles, auch die Sache mit dem Zickzack, wieder einzustellen...

hansvandongen
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Re: Naumann kl.65 mit abgebrochen Handrad: was nun?

#8 Beitrag von hansvandongen »

Nicht unterschätzen würde ich allerdings den Demontage-Aufwand, sämtliche Schrauben und Stifte unfallfrei zu entfernen
und hinterher alles, auch die Sache mit dem Zickzack, wieder einzustellen...
Genau. Ich habe das noch nie gemacht. Ich denke aber, es ist auch bei Wellen-reparatur (das ist mein Plan) notwendig - Weil meine dreh/fräsmaschine einfach zu klein ist om die Naumann genau in auf zu spannen.

Und die Welle ist definitiv nicht durchgehärtet; am Aussen grift eine Feile überhaupt nicht an; in der Mitte der Bruch aber schon.

Gibt's ein irgendwo ein Heft "Naumann Kl. 65 An,- und auseinanderbauen für Dummies" ? :-)

Hans

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Re: Naumann kl.65 mit abgebrochen Handrad: was nun?

#9 Beitrag von 3607 »

Achim (js_hsm) hat geschrieben: Mittwoch 12. August 2026, 17:47
Zu der Zeit wurde eigentlich überall schon mit "normierten" Passungen gearbeitet.
...eigentlich schon. Nur geht meine Vorstellung noch in eine andern Richtung: Seine oder meine Maschine kann gebaut worden sein, als gerade wieder die ersten Versuche zur Aufnahme der Produktion liefen. Dresden war so kaputt wie nur wenige andere Städte in Deutschland und es ist mir gut vorstellbar, dass wirklich alles zu Rate gezogen wurde, was irgendwie greifbar war, zusammen passte und die Befreier nicht hinter den Ural geschlappt hatten.

Meine Fragen beziehen sich also auf das unvorstellbare Chaos welches hier überall geherrscht muss...

Grüße, Jürgen

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Re: Naumann kl.65 mit abgebrochen Handrad: was nun?

#10 Beitrag von Makatea »

hansvandongen hat geschrieben: Donnerstag 13. August 2026, 11:42 Gibt's ein irgendwo ein Heft "Naumann Kl. 65 An,- und auseinanderbauen für Dummies" ? :-)
Zumindest die 60 müßte doch im Renters dokumentiert sein, oder?

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