PR 650 Stick springt mittendrin

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sputnik
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Re: PR 650 Stick springt mittendrin

#11 Beitrag von sputnik »

PST war mein Fehler, sollte PES heissen welches bei den ersten Brother Mehrkopfmaschinen die ich gesehen habe verwendet wurde.

Ich hatte nie mit kleinen Firmen zu tun sondern eher mit grösseren, z.B. die Firma Vossen die hierzulande ~30Stk ZSK 24Kopfautomaten im Drei-Schichtbetrieb (24/365) betreibt, oder auch so kleine Firmen wie Addidas oder Lacost. Da wird immer noch das erstellen von Stickprogrammen als punchen bezeichnet und die grossen professionellen Softwarehersteller haben das zumindest bis Anfang der 2000er Jahre ebenfalls so gemacht. Ich weiss sogar wie das geht weil ich die komplette Hard- und Software (Sacnner, Digitalisiertische, Plotter, Lochtreifenleser & -stanzer, Dateiserver, etc.) für solche Firmen verkauft und betreut habe und auch neue Kunden dafür einschulen musste.
Das das ganze jetzt auch mit elektronischer Unterstützung gemacht wird ist mir auch schon irgendwann einmal aufgefallen. wink

Grüsse vom Sputnik

P.S.: Ergänzung zur aktuellen Verwendung des "veralteten Terminus" punchen ...
zusammenkopiert aus den ersten beiden Googleseiten von Heute.
PUNCH Software.jpg
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Zuletzt geändert von sputnik am Freitag 2. Januar 2026, 17:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Himbeertoni
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Re: PR 650 Stick springt mittendrin

#12 Beitrag von Himbeertoni »

FROHES NEUES!
Leider kann ich die DTS weder hier hochladen noch per PN senden ...sorry.. Ich hab die Kameraden die das (irgendwo in Dubai oder sonstwo) gepunched haben, mal gebeten da noch mal drüber zu gucken, daraufhin habe ich eine neue DST und eine PES bekommen. Beim ersten Probestick auf Teststoff war das OK, auf der (mittlerweile dritten) Schürze wieder der Sprung, allerdings an einer anderen Stelle, ca 500 Stiche weiter. Dann kann es es m.E. doch nur ein Sprung mechanischer Natur an der Maschine sein. Die PES hab ich noch nicht probiert, keine Zeit gehabt. Ich weiß auch nicht warum ich mit DST`s sticke, das hat man mier mal so gesagt. huh Ich werde jetzt mal die PES versuchen und werde die Maschine dann wohl mal beobachten müssen, ob man den Sprung oder Versatz irgendwie bemerkt beim Sticken und ob es irgendwie eine gesetztmäßigkeit bezüglich dieses verhaltens gibt.
Ich kann euch gerne die beiden Stickdateien mal per mail oder sonstwie senden.

Danke euch für die Hilfe hier!

LG

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Achim (js_hsm)
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Re: PR 650 Stick springt mittendrin

#13 Beitrag von Achim (js_hsm) »

Himbeertoni hat geschrieben: Freitag 2. Januar 2026, 16:22
Leider kann ich die DTS weder hier hochladen noch per PN senden ...sorry..
Zippen und wenn das Archiv <= 5MB ist als Anhang hier hochladen

Gruß, Achim
Gruß, Achim

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sputnik
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Re: PR 650 Stick springt mittendrin

#14 Beitrag von sputnik »

Es hilft leider nichts wenn Du mir die Datei sendest da ich weder das Brother- noch das Tajimaformat ausreichend kenne um weiterhelfen zu können und verfüge auch über keine Stickmaschine um das ausprobieren zu können.
Mit Tajimaformat habe ich mich früher zwangsweise auch ein wenig beschäftigen müssen, aber das ist 20 Jahre her und es geht ja nicht um das was in der Datei steht, sondern darum wie die Stickmaschine das interpretiert. Eben z.B. was macht die Maschine wenn sie zu einer Nadelnummer wechseln soll die bei diesem Modell nicht vorhanden ist?

Probier jetzt einmal die PES Datei. Wenn der Fehler dann wieder auftritt wäre es ideal das Muster,zwecks weiterer Fehlereingrenzung) auf einer anderen Maschine zu probieren.
Eventuell kannst Du mal bei der Firma Walz fragen ob die das für Dich probieren würden oder einen Ratschlag haben? Walz -> http://www.walz-gmbh.de/ ist der grösste Stickmaschinenhändler Deutschlands und verkauft auch Brother Stickmaschinen.

Im Idealfall sollte sie den Bediener nach der gewünschten vorhandenen Nummer fragen oder darauf hinweisen dass ein Fehler erkannt wurde ... aber es ist nicht immer der Idealfall. Man kann ja normalerweise die Nadelwechsel direkt an der Maschine anpassen damit ich nicht alles neu einfädeln muss, was bei 24 Köpfen mit 15 Nadeln dann auch schon ein wenig dauern würde.

Falls Du jetzt neugierig geworden bist woher das fachsprachliche Wort punchen kommt noch die Erklärung dazu. Da liefert leider auch Google eine falsche Erklärung dass es vom Kartenstanzen käme. Das Wort ist aber schon viel älter als die Lochstreifen und stammt von dem Sticker der auf Handstick- und Grosstickmaschinen den Stickrahmen noch manuell bewegen musste und dann mit ganzer Kraft auf ein Pedal steigen musste um den Nadelbalken mit einigen hundert Nadeln durch den Stoff zu drücken. Der Sticker wurde als Puncher bezeichnet ... und später der Hersteller der Lochstreifen ... und heute der Hersteller des Stickmusters.
Solche alte Maschinen kann man sich heute noch, z.B. in Plauen oder in Arbon ansehen oder einer Vorführung beiwohnen.
Grosstick (=Schiffli) und Kleinstick bezeichnen dabei nicht die Maschinengrösse sondern die Art (den technischen Aufbau) der Maschine.
Die heute weitverbeiteten 24 Kopf Maschinen mit mehreren Tonnen und über 10 Meter Länge sind bereits Kleinstickmaschinen.

Grüsse vom Sputnik
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Hummelbrummel
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Re: PR 650 Stick springt mittendrin

#15 Beitrag von Hummelbrummel »

Ich hätte punchen jetzt auch auf das Lochen der Streifen bezogen.
Fotos hier zu sehen. https://hummelbrummel.blogspot.com/2022 ... lauen.html

So, wie Du das schilderst, Toni, denke ich doch, dass es eher ein Problem mit der Maschine ist.
Mein Blog –> https://hummelbrummel.blogspot.com
Blogthemen rund um die Nähmaschine hier entlang –> https://hummelbrummel.blogspot.com/sear ... hmaschinen

bianchifan
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Re: PR 650 Stick springt mittendrin

#16 Beitrag von bianchifan »

sputnik hat geschrieben: Freitag 2. Januar 2026, 17:27 es geht ja nicht um das was in der Datei steht, sondern darum wie die Stickmaschine das interpretiert.
Korrekt.
sputnik hat geschrieben: Freitag 2. Januar 2026, 17:27 Eben z.B. was macht die Maschine wenn sie zu einer Nadelnummer wechseln soll die bei diesem Modell nicht vorhanden ist?
Und genau solche Infos stehen in KEINER Stickdatei, dafür ist die Firmware zuständig, sprich das Bedienerpanel.
sputnik hat geschrieben: Freitag 2. Januar 2026, 17:27 Das Wort ist aber schon viel älter als die Lochstreifen und stammt von dem Sticker der auf Handstick- und Grosstickmaschinen den Stickrahmen noch manuell bewegen musste und dann mit ganzer Kraft auf ein Pedal steigen musste um den Nadelbalken mit einigen hundert Nadeln durch den Stoff zu drücken.
So oder so ähnlich hat man es mir mal im Rahmen einer Betriebsbesichtigung (Offene Tür) verklickert, nur teile ich diese Ansicht nicht. Anglizismen waren zu der Zeit sehr, sehr selten, die Verbreitung startete nach meinem Informationsstand nach dem 1. Weltkrieg.
IMHO stammt der Begriff hierzulande aus dem Herbst der Lochstreifenzeit, so wie wie ich es in meiner Programmiererausbildung vermittelt bekommen habe.
sputnik hat geschrieben: Freitag 2. Januar 2026, 17:27 Grosstick (=Schiffli) und Kleinstick bezeichnen dabei nicht die Maschinengrösse sondern die Art (den technischen Aufbau) der Maschine.
Die heute weitverbeiteten 24 Kopf Maschinen mit mehreren Tonnen und über 10 Meter Länge sind bereits Kleinstickmaschinen.
Das lese ich tatsächlich zum ersten mal...
Als Kleinstickmaschine hätte ich den von Hummelbrummel u.a. verlinkten Würker Dreikopfautomaten angesehen.
Himbeertoni hat geschrieben: Freitag 2. Januar 2026, 16:22 Beim ersten Probestick auf Teststoff war das OK, auf der (mittlerweile dritten) Schürze wieder der Sprung, allerdings an einer anderen Stelle, ca 500 Stiche weiter. Dann kann es es m.E. doch nur ein Sprung mechanischer Natur an der Maschine sein.
Genauso ist es!
Lt. Service Manual kommen für den Kreuztisch Nema 17 Motoren zum Einsatz, so wie in den heutzutage massenhaft erhältlichen Hobby 3D-Druckern, Drehmoment pi mal Daumen 40-50 Ncm.
Ist der Widerstamd zu groß, git's Schrittverlust...

Mein Tipp:
Spendier der Mechanik Deiner Maschine mal einen Service.
Gehäuse ab, Wellen und Lagerbuchsen säubern (Petroleum) und neu schieren mit hochwertigem Lithiumfett, evtl. plus einem Tropfen Nähmaschinenöl.
Bei aufgetrennter Verbindung der Motoren zur Steuerplatine sollte sich der Tisch leichtgängig,, geschmeidig und ruckelfrei bewegen lassen, ansonsten sind die Lagerbuchen hinüber.
Himbeertoni hat geschrieben: Freitag 2. Januar 2026, 16:22 Ich weiß auch nicht warum ich mit DST`s sticke, das hat man mier mal so gesagt.
Das Format ist völlig wurscht, DST ist Standard und hat die höchste Verbreitung, Bei PES siehst Du am Bedienpanel die Farben, die in der Stickdatei hinterlegt sind.
Nichtsdestotrotz kannst Du lila-grün geringelt einfädeln, obwohl auf dem Display königsblau angezeigt wird.
Himbeertoni hat geschrieben: Freitag 2. Januar 2026, 16:22 Ich kann euch gerne die beiden Stickdateien mal per mail oder sonstwie senden.
Wird IMHO nicht mehr nötig sein, falls doch, wie bereits ausgeführt.. in eine Zipdatei packen und hier anhängen...
Ich werde später mal eine dhoc Konvertierung von Deiner PDF hier rein packen, just for fun und nicht mit ausgeklügelter Stichrichtung.

bianchifan
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Re: PR 650 Stick springt mittendrin

#17 Beitrag von bianchifan »


bianchifan
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Re: PR 650 Stick springt mittendrin

#18 Beitrag von bianchifan »

Ink/Stich SVG
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STickdateien
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Beschreibung
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22. Kielux 10cm_realistic.jpg
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sputnik
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Re: PR 650 Stick springt mittendrin

#19 Beitrag von sputnik »

sputnik hat geschrieben: ↑Freitag 2. Januar 2026, 17:27
Das Wort ist aber schon viel älter als die Lochstreifen und stammt von dem Sticker der auf Handstick- und Grosstickmaschinen den Stickrahmen noch manuell bewegen musste und dann mit ganzer Kraft auf ein Pedal steigen musste um den Nadelbalken mit einigen hundert Nadeln durch den Stoff zu drücken.
So oder so ähnlich hat man es mir mal im Rahmen einer Betriebsbesichtigung (Offene Tür) verklickert, nur teile ich diese Ansicht nicht. Anglizismen waren zu der Zeit sehr, sehr selten, die Verbreitung startete nach meinem Informationsstand nach dem 1. Weltkrieg.
IMHO stammt der Begriff hierzulande aus dem Herbst der Lochstreifenzeit, so wie wie ich es in meiner Programmiererausbildung vermittelt bekommen habe.

Mit den Anglizismen hast Du völlig recht. Aber das Wort punchen ist in diesem Fall kein Anglizismus sondern stammt vom Lateinischen "pungo" für stechen ab. Ein anderes Beispiel aus der Schneiderei ist das Wort steppen das Althochdeutsche Wurzeln hat. Daraus (aus dem Althochdeutschen steppon) ist im englischen das Wort Step für Schritt entstanden ... und im deutschen beschrieb es "einen Schritt/Stich nach dem anderen machen". Daraus hat sich dann bereits vor Jahrhunderten "steppen" als fachsprachlicher Terminus für eine (gerade) Naht gebildet. An den Textilschulen und auch in grösseren Betrieben werden Nähmaschinen die nur gerade nähen üblicherweise als "Steppmaschine" bezeichnet.

Punchen wird auch nicht "englisch" ausgesprochen sondern wie bei uns das Getränk. Irgendwo im deutschen Sprachraum war auch in der ersten Hälfte des 18. Jhdt. das Wort "Drücker" für den sonst weitverbreitet "Puncher" genannten (Hand)Stickmaschinenbediener gebräuchlich.

Der Hermann Hollerith war dann erst viel später dran, da wurde der Begriff Kartenschlagen von den Arbeiterinnen die Jaquardkarten kopiert/hergestellt haben übernommen.

Herzliche Grüsse vom Sputnik

P.S.: gerade gefunden ... Quelle Wikipedia gemeinfrei
Schifflistickmaschine.jpg

P.P.S.: Zur Voralberger Sticker.at Webseite -> https://www.sticker.at/ und Geschichte der Vorarlberger Stickereiwirtschaft -> https://www.sticker.at/geschichte/
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