Vielen Dank Noffi, sehr interessant!
Und weitere Fragen kommen nun auf, oder wieder ein Beweis, dass auch hier wieder herumgemischt wurde mit allerlei Händlerverewigungen, da üblicherweise bei Jax Maschinen seitlich am Gusseisengestell, Christoph Columbus steht mit Bildnis von Johann Jax, der, wie ich finde, irgendwie dem jungen Komponisten Brahms sehr ähnelte
An seinen Nähmaschinen vermute ich eher nicht, dass Händler sich seitlich im Eisen verewigten, da Jax nicht nur produzierte sondern auch in ganz Europa Niederlassungen
hatte.
Ausserdem ist diese ovale Plakette nicht von Jax! Dies teigt einen Doppeladler, der wohl für die K&K Zeit und damit osterr.- ungarisches Reich stehen wird, jedoch aber auch nicht für Jax selbst.
Im Nähmaschinenverzeichnis gibt es mittlerweile nun endlich ein Foto einer Langschiffchenmaschine von Jax. Danke übrigens, denn du brachtest mich darauf, nun dort wieder mal nachzusehen. Lustig eigentlich auch, da ich dem Verzeichnis damals meine Fotos vor längerem eben schon zur Verfügung stellte und übermittelte, da vor fast 6 Jahren ja noch nichts über Jax im Verzeichnis stand.
Bei dieser von mir im Beitrag oben gezeigten 'mystischen' Maschine, die sich immer weniger als echte Jax herausstellen dürfte, handelt es sich bereits umgerades Flachbrett und damit weicht diese natürlich wieder ab von Fiddlebases. Flachbrett kenne ich zu Hauf, Fiddles sah ich auch bereits, wenn auch in oftschrecklichem Zustand, nur eben nie mit diesem runden Metallschild in der Platte.
Ich denke Olaf wird goldrichtig liegen mit der Vermutung, dass hier ien anderer Fabrikant dahinter stecken könnte.
Unüblich von vorne herein, das mittig in der Arbetisplatte eingebrachte runde Jax Abzeichen, das ich noch nie in all der langen Zeit irgendwo so sah. Wobei bei uns in Österreich reichlich Jax Maschinen aller möglichen Epochen, bis in die 1950er/1960er Jahre etwa angeboten werden.
Hier mal Bilder von meiner zum Vergleich, da ich auch meist nur auf diese Gestelle teffe, wo eben 'Patent' dabeisteht, wobei die Echtheit deiner gezeigten Maschine keineswegs anzweifle oder ausschließen dürfte, da Jax wahrscheinlich nicht sofort begann mit eigenen Patenten seine Maschinen herzustellen, sondern vielmehr erst mit der Zeit. Wobei dies reine Vermutung ist.
Schwierig den Fall wirklich zu lösen, ich halt weiterhin die Augen offen nach einem Zwilling, mit mittig rundem Abzeichen auf der Grundfläche.
Weisst du zufällig, ob deine gezeigte Maschine aus dem deutschen oder österr. Raum stammt? In Detuschland sind sie heute nicht mehr so verbreitet und auch weniger bekannt, meine ich mal, zumal ihr in Deutschland ja auch genügend andere sehr gute Hersteller hattet, während es bei uns eher Jax sowie Rast & Gasser waren- letzterer gewann gegen Singer einst einen Prozess sogar. Rast & Gasser stritt mit Singer, ob das Wort „Singer“ ein geschützter Markenname oder Gattungsbezeichnung für eine bestimmte Art von Nähmaschinen (Langschiff-Nähmaschinen) sei.
Das Gericht entschied, dass „Singer“ in diesem Kontext als Gattungsbezeichnung anzusehen sei und nicht exklusiv von der Singer Company geschützt wurde.
LG
Andrea
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