Doofe Idee für Hardcore-Superbastler
Doofe Idee für Hardcore-Superbastler
Eine Nähmaschine wie Singer 29,
mit sehr dünner und flacher Schnauze,
aber trotzdem genug Unterfaden:
Greifer ungefähr wie Colibri,
aber kein Schiffchen drin.
Stattdessen übergibt der Greifer ganz hinten,
wo er norm den Faden ums Schiffchen zieht,
an ein Greifer-Schiffchen, wie es Singer 29 und ähnliche Maschinen haben.
mit sehr dünner und flacher Schnauze,
aber trotzdem genug Unterfaden:
Greifer ungefähr wie Colibri,
aber kein Schiffchen drin.
Stattdessen übergibt der Greifer ganz hinten,
wo er norm den Faden ums Schiffchen zieht,
an ein Greifer-Schiffchen, wie es Singer 29 und ähnliche Maschinen haben.
Singer: IF, 15 home (-22,K26,-30,41), 15 industrial (15xx,15-31,15-39,15H526), 18-2, VS (VS3, VS3-28 Übergang, 28, 39,128, 127),
29K(1,51,56), 31K36, 32K3, 32H510 drei Typen),34pre,34K2, 45K65, 46K49,48K, 66,78-3, 96(K41,D41), 103,201,216
Claes F
29K(1,51,56), 31K36, 32K3, 32H510 drei Typen),34pre,34K2, 45K65, 46K49,48K, 66,78-3, 96(K41,D41), 103,201,216
Claes F
Re: Doofe Idee für Hardcore-Superbastler
Deine "doofe Idee" ist weder neu noch doof.
Der einzige grosse Nachteil beim Steppstich ist ja die Unterfadenspule.
Deshalb hat man schon vor langer Zeit versuchtmit grösseren Spulen zu arbeiten, und es gab sogar mindestens eine (Versuchs)Maschine bei der man versucht hat eine ganze Kone in einem grossen Greifer zu platzieren. Das hat sich aber alles als für Serien-/Industrieproduktion als unbrauchbar erwiesen.
Das Problem bei der Sache ist, das die Grösse der Oberfadenschlinge dafür verantwortlich ist wie oft eine Stelle des Nähfadens durch das Nadelöhr gezogen werden muss.
Bei einer "normalen" ? Steppstichmaschine passiert eine Stelle des Oberfadens ~80x das Nadelöhr. Natürlich immer auch in Abhängigkeit von Stichlänge und Materialstärke.
Dazu kommt das jeder Faden minimal elastisch ist, was dazu führt das die Schlinge kleiner wird was nur durch mehr Schlingenhub ausgeglichen werden kann. Ausserdem brauchen wir für eine schöne Naht mit schöner gleichmässiger Verknotung genügend, möglichst geringe, gleichmässige Fadenspannung.
Es gibt also die Hauptparameter:
- Belastbarkeit des Nähfadens durch Spannung und Reibung (ungünstige Parameter führen zu aufdrehen/verknoten/aufrauhen/beschädigen des Fadens)
- Nähgeschwindigkeit (und die damit zusammenhängende Zeit die zum Fadenanzug zur Verfügung steht)
- technische Machbarkeit der fadenführenden Teile
- Fadenlänge zwischen Spannung und Nadelöhr
Die Resultate und Folgen dieser Versuche sehen wir bei heute üblichen Nähmaschinen:
- Es war einfacher die Geschwindigkeit mit einem kleinem Greifer zu erhöhen als einen grösseren Greifer zu verwenden
- Es ist einfacher mit möglichst kurzen Fadenstrecken zu arbeiten, als längere Fadenwege in Kauf zu nehmen
Es müssen sich bei der Stichbildung alle Bewegungsabläufe innerhalb eines Stichs ausgehen ... und am Ende soll der Faden nicht aufgerauht/beschädigt, dIe Naht sauber, glatt (= Fäden spannungsfrei und nicht aufgerauht/beschädigt), gleichmässig und fest verknotet sein.
Zusätzliche Parameter sind:
- die Kosten und die Lebensdauer der Maschine
- Der Zeitaufwand für Nähen und Nebenzeiten (z.B. Spulenwechsel)
- die Qualität von Nähgut und Faden
Für Stickautomaten gibt es bereits automatische Spuler und Spulenwechsler.
Konklusio:
- Im technisch/wirtschaftlichen Bereich ist das aktuell sinnvolle Optimum erreicht.
... Vermutlich werden sich durch neue Möglichkeiten (Materialien/Technologie/Wirtschaftlichkeit) noch geringfügige Veränderungen/Verbesserungen ergeben.
- Praktisch kann man eine Maschine bauen welche eine riesen Unterfadenspule nutzt.
... Aber die Produktionskosten und die maximal mögliche Nähgeschwindigkeit würden die Fertigungskosten für die Textilienproduktion massiv erhöhen.
Im technischen Bereich ergeben sich immer wieder Möglichkeiten zur Optimierung. Bei Stoffen und Fäden haben wir es immer mit sehr fragilen Materialien zu tun die wir kaum beeinflussen wollen. Wir könnten heute mit "Plastik" Klamotten herumlaufen ... aber wollen wir das?
Alcantara ist ein extrem hochwertiges Material welches jedem natürlichen Leder überlegen ist. Aber die Produktion ist dermaßen aufwendig und kostspielig das es fast nur bei teuren Autositzen und Luxus Trachtenmode verwendet wird (die billigeren Imitationen können diese Qualität leider nicht ereichen).
Reine Baumwollfäden können bereits auf keiner Industriemaschine der letzen 80 Jahre mehr verarbeitet werden.
Die guten Fasern für Textilproduktion (Hanf, Flachs und Seide) verlieren immer mehr an Marktanteil. Baumwolle ist aufgrund der Faserlänge und der Festigkeit das schlechteste Material überhaupt und kann nur mit enormen Wasser- und Chemikalienverbrauch vom Anbau bis zur Fertigstellung zu brauchbaren Textilien verarbeitet werden.
Was mich besonders ärgert ist, das seit dem Altertum bekannt ist das Hanf das beste Material noch vor Seide und Flachs(Leinen) ist ... und man trotzdem den Hanfanbau immer mehr reduziert hat. Es hatte gute Gründe warum Segel und Schiffstaue immer aus Hanffasern hergestellt wurden.
Ungarn war in Europa das Land mit der grössten Faserhanfproduktion und die haben die Verarbeitung so weit optimiert dass man Stoffe in ähnlicher Qualität wie Seide herstellen kann. Mir wurden solche Stoffe immer wieder stolz gezeigt. Und trotzdem hat man sich im Westen und im Endeffekt aktuell überall darauf beschränkt Hanf zu sackartigen Klamotten zu verarbeiten.
Aber wie Einstein schon beschrieb: Zeit ist relativ!
Herzliche Grüsse vom Sputnik
Der einzige grosse Nachteil beim Steppstich ist ja die Unterfadenspule.
Deshalb hat man schon vor langer Zeit versuchtmit grösseren Spulen zu arbeiten, und es gab sogar mindestens eine (Versuchs)Maschine bei der man versucht hat eine ganze Kone in einem grossen Greifer zu platzieren. Das hat sich aber alles als für Serien-/Industrieproduktion als unbrauchbar erwiesen.
Das Problem bei der Sache ist, das die Grösse der Oberfadenschlinge dafür verantwortlich ist wie oft eine Stelle des Nähfadens durch das Nadelöhr gezogen werden muss.
Bei einer "normalen" ? Steppstichmaschine passiert eine Stelle des Oberfadens ~80x das Nadelöhr. Natürlich immer auch in Abhängigkeit von Stichlänge und Materialstärke.
Dazu kommt das jeder Faden minimal elastisch ist, was dazu führt das die Schlinge kleiner wird was nur durch mehr Schlingenhub ausgeglichen werden kann. Ausserdem brauchen wir für eine schöne Naht mit schöner gleichmässiger Verknotung genügend, möglichst geringe, gleichmässige Fadenspannung.
Es gibt also die Hauptparameter:
- Belastbarkeit des Nähfadens durch Spannung und Reibung (ungünstige Parameter führen zu aufdrehen/verknoten/aufrauhen/beschädigen des Fadens)
- Nähgeschwindigkeit (und die damit zusammenhängende Zeit die zum Fadenanzug zur Verfügung steht)
- technische Machbarkeit der fadenführenden Teile
- Fadenlänge zwischen Spannung und Nadelöhr
Die Resultate und Folgen dieser Versuche sehen wir bei heute üblichen Nähmaschinen:
- Es war einfacher die Geschwindigkeit mit einem kleinem Greifer zu erhöhen als einen grösseren Greifer zu verwenden
- Es ist einfacher mit möglichst kurzen Fadenstrecken zu arbeiten, als längere Fadenwege in Kauf zu nehmen
Es müssen sich bei der Stichbildung alle Bewegungsabläufe innerhalb eines Stichs ausgehen ... und am Ende soll der Faden nicht aufgerauht/beschädigt, dIe Naht sauber, glatt (= Fäden spannungsfrei und nicht aufgerauht/beschädigt), gleichmässig und fest verknotet sein.
Zusätzliche Parameter sind:
- die Kosten und die Lebensdauer der Maschine
- Der Zeitaufwand für Nähen und Nebenzeiten (z.B. Spulenwechsel)
- die Qualität von Nähgut und Faden
Für Stickautomaten gibt es bereits automatische Spuler und Spulenwechsler.
Konklusio:
- Im technisch/wirtschaftlichen Bereich ist das aktuell sinnvolle Optimum erreicht.
... Vermutlich werden sich durch neue Möglichkeiten (Materialien/Technologie/Wirtschaftlichkeit) noch geringfügige Veränderungen/Verbesserungen ergeben.
- Praktisch kann man eine Maschine bauen welche eine riesen Unterfadenspule nutzt.
... Aber die Produktionskosten und die maximal mögliche Nähgeschwindigkeit würden die Fertigungskosten für die Textilienproduktion massiv erhöhen.
Im technischen Bereich ergeben sich immer wieder Möglichkeiten zur Optimierung. Bei Stoffen und Fäden haben wir es immer mit sehr fragilen Materialien zu tun die wir kaum beeinflussen wollen. Wir könnten heute mit "Plastik" Klamotten herumlaufen ... aber wollen wir das?
Alcantara ist ein extrem hochwertiges Material welches jedem natürlichen Leder überlegen ist. Aber die Produktion ist dermaßen aufwendig und kostspielig das es fast nur bei teuren Autositzen und Luxus Trachtenmode verwendet wird (die billigeren Imitationen können diese Qualität leider nicht ereichen).
Reine Baumwollfäden können bereits auf keiner Industriemaschine der letzen 80 Jahre mehr verarbeitet werden.
Die guten Fasern für Textilproduktion (Hanf, Flachs und Seide) verlieren immer mehr an Marktanteil. Baumwolle ist aufgrund der Faserlänge und der Festigkeit das schlechteste Material überhaupt und kann nur mit enormen Wasser- und Chemikalienverbrauch vom Anbau bis zur Fertigstellung zu brauchbaren Textilien verarbeitet werden.
Was mich besonders ärgert ist, das seit dem Altertum bekannt ist das Hanf das beste Material noch vor Seide und Flachs(Leinen) ist ... und man trotzdem den Hanfanbau immer mehr reduziert hat. Es hatte gute Gründe warum Segel und Schiffstaue immer aus Hanffasern hergestellt wurden.
Ungarn war in Europa das Land mit der grössten Faserhanfproduktion und die haben die Verarbeitung so weit optimiert dass man Stoffe in ähnlicher Qualität wie Seide herstellen kann. Mir wurden solche Stoffe immer wieder stolz gezeigt. Und trotzdem hat man sich im Westen und im Endeffekt aktuell überall darauf beschränkt Hanf zu sackartigen Klamotten zu verarbeiten.
Aber wie Einstein schon beschrieb: Zeit ist relativ!
Herzliche Grüsse vom Sputnik
Und sehen wir uns nicht in dieser Welt
dann sehen wir uns in Bielefeld! (Udo Lindenberg)
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Re: Doofe Idee für Hardcore-Superbastler
Ohne jetzt intensiv darüber nachgedacht zu haben, Overlockmaschinen verfügen ja bekanntlich über keine Spulenkapsel und damit über keine Unterfadenspule.
Der linke Greifer arbeitet aber prinzipiell wie der bei Steppstichmaschinen. Und den Faden dafür holt sich die Maschine von einer (vollwertigen) Kone.
Der einzige Punkt, den ich an dieser Stelle sehe ist, daß diese Kontruktion natürlich nicht annähernd so schnell näht wie eine Industrienähmaschine mit Umlaufgreifer.
Der linke Greifer arbeitet aber prinzipiell wie der bei Steppstichmaschinen. Und den Faden dafür holt sich die Maschine von einer (vollwertigen) Kone.
Der einzige Punkt, den ich an dieser Stelle sehe ist, daß diese Kontruktion natürlich nicht annähernd so schnell näht wie eine Industrienähmaschine mit Umlaufgreifer.
Re: Doofe Idee für Hardcore-Superbastler
Ramse:
hmmm ich war immer der Meinung, dass Overlock Kettenstich basteln, nicht "lockstitch".
Sputnik: danke für die ausführliche Antwort.
Aber mir gehts nicht um Maximierung des Unterfadens
"Eldredge two spool",
sondern um Verwendung von normalen Greiferschiffchen mit Spulen...
nur, dass ein Fadengreifer zwischengeschaltet ist,
um den vorne benötigten Raum zu minimieren.
Funktionieren würd der ja wie bei Colibri,
nur die Schiffchen-Art und Schiffchen-Anordnung wechselt
hmmm ich war immer der Meinung, dass Overlock Kettenstich basteln, nicht "lockstitch".
Sputnik: danke für die ausführliche Antwort.
Aber mir gehts nicht um Maximierung des Unterfadens
"Eldredge two spool",
sondern um Verwendung von normalen Greiferschiffchen mit Spulen...
nur, dass ein Fadengreifer zwischengeschaltet ist,
um den vorne benötigten Raum zu minimieren.
Funktionieren würd der ja wie bei Colibri,
nur die Schiffchen-Art und Schiffchen-Anordnung wechselt
Singer: IF, 15 home (-22,K26,-30,41), 15 industrial (15xx,15-31,15-39,15H526), 18-2, VS (VS3, VS3-28 Übergang, 28, 39,128, 127),
29K(1,51,56), 31K36, 32K3, 32H510 drei Typen),34pre,34K2, 45K65, 46K49,48K, 66,78-3, 96(K41,D41), 103,201,216
Claes F
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Claes F
- Achim (js_hsm)
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- Registriert: Montag 27. September 2021, 23:40
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Re: Doofe Idee für Hardcore-Superbastler
Dafür bräuchte man viel zu viel Oberfaden pro Stich !
Gruß, Achim
Der Maschinen(um)bauer
Adler 30,48,67,68,69 Pfaff 142,145,335,1222, Typical GC20606-18, Sailrite 9" Clone und..
https://youtube.com/@Special_Solutions
BLDC-Servos https://www.naehmaschinentechnik-forum. ... 33#p119733
Der Maschinen(um)bauer
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Re: Doofe Idee für Hardcore-Superbastler
da geb ich dir Recht, war auch meine Befürchtung.
Wirtschaftlich unsinnig, technisch unzuverlässig... aber durchführbar wäre es (dann am Besten mit verkürztem Fadengreifer)
Wirtschaftlich unsinnig, technisch unzuverlässig... aber durchführbar wäre es (dann am Besten mit verkürztem Fadengreifer)
Singer: IF, 15 home (-22,K26,-30,41), 15 industrial (15xx,15-31,15-39,15H526), 18-2, VS (VS3, VS3-28 Übergang, 28, 39,128, 127),
29K(1,51,56), 31K36, 32K3, 32H510 drei Typen),34pre,34K2, 45K65, 46K49,48K, 66,78-3, 96(K41,D41), 103,201,216
Claes F
29K(1,51,56), 31K36, 32K3, 32H510 drei Typen),34pre,34K2, 45K65, 46K49,48K, 66,78-3, 96(K41,D41), 103,201,216
Claes F
Re: Doofe Idee für Hardcore-Superbastler
@ Ramses -> Overlocks können um einiges schneller laufen als Steppstichmaschinen.
Bei CB- und Ringschiffgreifern ist wegen der oszillierenden Bewegung das Maximum bei etwa 3000 Stiche/min erreicht.
Beim Doppelumlaufgreifer bei etwa 6000 Stiche/min ... da macht der Greifer ja schon 12000 Umdrehungen/min und wird trotz Keramik/Hartmetall/Spezial-Oberflächenbeschichteten Teilen einfach zu heiss.
Bei Kettenstich ist die oszillierende Masse bei Maschinen mit kleinen Greifern wesentlich geringer und man braucht keinen Fadenspalt wie beim CB-Greifer. Die Greifer meiner Reece Wäscheknopflochmaschine Klasse S2 sind ungefähr 10mm lang. Bei anderen Maschinen gibt es noch wesentlich kleinere.
Dadurch ist das Limit nur die Nadeltemperatur welche sich bis etwa 10000 Stiche/min unter Kontrolle halten lässt. Natürlich mit aktiver Nadelkühlung mit gekühltem Ölbad am Tiefpunkt und Druckluft mit Minusgraden, Nadel und Fadenschmierung etc.. Es gibt Maschinen welche drei Kühlkreisläufe, spezielle Öle und einen riesigen LKW-Kühler brauchen um die Wärme der kleinen Overlock wegzubekommen.
Wenn die Nadel zu heiss ist wird der Faden bei jedem Stillstand beschädigt oder durchgebrannt.
Und Overlock/Kettenstich geht bei vielen Anwendungen nicht weil sich die Naht bei einer Beschädigung zu leicht auftrennt.
Herzliche Grüsse vom Sputnik
Bei CB- und Ringschiffgreifern ist wegen der oszillierenden Bewegung das Maximum bei etwa 3000 Stiche/min erreicht.
Beim Doppelumlaufgreifer bei etwa 6000 Stiche/min ... da macht der Greifer ja schon 12000 Umdrehungen/min und wird trotz Keramik/Hartmetall/Spezial-Oberflächenbeschichteten Teilen einfach zu heiss.
Bei Kettenstich ist die oszillierende Masse bei Maschinen mit kleinen Greifern wesentlich geringer und man braucht keinen Fadenspalt wie beim CB-Greifer. Die Greifer meiner Reece Wäscheknopflochmaschine Klasse S2 sind ungefähr 10mm lang. Bei anderen Maschinen gibt es noch wesentlich kleinere.
Dadurch ist das Limit nur die Nadeltemperatur welche sich bis etwa 10000 Stiche/min unter Kontrolle halten lässt. Natürlich mit aktiver Nadelkühlung mit gekühltem Ölbad am Tiefpunkt und Druckluft mit Minusgraden, Nadel und Fadenschmierung etc.. Es gibt Maschinen welche drei Kühlkreisläufe, spezielle Öle und einen riesigen LKW-Kühler brauchen um die Wärme der kleinen Overlock wegzubekommen.
Wenn die Nadel zu heiss ist wird der Faden bei jedem Stillstand beschädigt oder durchgebrannt.
Und Overlock/Kettenstich geht bei vielen Anwendungen nicht weil sich die Naht bei einer Beschädigung zu leicht auftrennt.
Herzliche Grüsse vom Sputnik
Und sehen wir uns nicht in dieser Welt
dann sehen wir uns in Bielefeld! (Udo Lindenberg)
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Re: Doofe Idee für Hardcore-Superbastler
Zum Kett- und Stepstich, ich habe da nicht groß überlegt und meinen Beitrag ala Brainstorming gepostet.
'Overlockmaschinen kenne ich nur in der Haushaltsversion, und da pendelt doch eine ziemliche Menge/Masse hin und her.
Vielleicht läuft mir ja irgendwann einmal mal eine Industrieoverlock über den Weg!
Denn irgendwie sind die Dinger ja doch faszinierend!
'Overlockmaschinen kenne ich nur in der Haushaltsversion, und da pendelt doch eine ziemliche Menge/Masse hin und her.
Vielleicht läuft mir ja irgendwann einmal mal eine Industrieoverlock über den Weg!
Denn irgendwie sind die Dinger ja doch faszinierend!
Re: Doofe Idee für Hardcore-Superbastler
Da stimme ich zu, so eine Industrie-Overlock ist schon ein ganz anderes "Kaliber".
Habe so ein Teil, eine Rimoldi, hat ein Schneidermeister verschenkt.
Mit dieser kann man auch mal über mehrere Stofflagen drüber ohne dass sich etwas verstellt oder verbiegt...
Als Antrieb reicht ein normaler Nähmaschinen-Motor.
Grüße Heinrich
Habe so ein Teil, eine Rimoldi, hat ein Schneidermeister verschenkt.
Mit dieser kann man auch mal über mehrere Stofflagen drüber ohne dass sich etwas verstellt oder verbiegt...
Als Antrieb reicht ein normaler Nähmaschinen-Motor.
Grüße Heinrich
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Das Wichtigste ist zu wissen, was das Wichtigste ist.
Re: Doofe Idee für Hardcore-Superbastler
Das ist ja immer die Frage was braucht man / was möchte man damit machen.
Bei 9000 Stichen/min und einer relativ grossen Stichlänge muss man schon üben (oder langsamer nähen) pergamum damit klar zu kommen.
Ein Bettwäschekunde von mir hatte nicht die schnellsten Maschinen, aber bei Bettwäsche hat man relativ grosse Stichlänge und lange Nähte. Da lehnt sich bei der längsten Naht (Bettdecke Längsnaht) die Näherin ganz zurück, steigt voll aufs Pedal ... muss einmal umgreifen ... und ist in 3 Sekunden mit der Naht fertig.
Ich nähe aber nicht so oft Bettwäsche dass mir das wichtig wäre.
Was anderes ist es, wenn jemand Abend-/Ball-/Brautkleider mit vielen Rollsäumen näht. Da braucht man einen sehr kleinen Stich ... und da kommen Dir die 6000 Stiche/min schneckenlangsam vor. Zumal man da bei vielen Volants ja auf eine enorme Gesamtlänge kommt.
Das Video gefällt mir sehr gut! Muss ich mir merken ... Danke fürs zeigen!
Herzliche Grüsse vom Sputnik
Bei 9000 Stichen/min und einer relativ grossen Stichlänge muss man schon üben (oder langsamer nähen) pergamum damit klar zu kommen.
Ein Bettwäschekunde von mir hatte nicht die schnellsten Maschinen, aber bei Bettwäsche hat man relativ grosse Stichlänge und lange Nähte. Da lehnt sich bei der längsten Naht (Bettdecke Längsnaht) die Näherin ganz zurück, steigt voll aufs Pedal ... muss einmal umgreifen ... und ist in 3 Sekunden mit der Naht fertig.
Ich nähe aber nicht so oft Bettwäsche dass mir das wichtig wäre.
Was anderes ist es, wenn jemand Abend-/Ball-/Brautkleider mit vielen Rollsäumen näht. Da braucht man einen sehr kleinen Stich ... und da kommen Dir die 6000 Stiche/min schneckenlangsam vor. Zumal man da bei vielen Volants ja auf eine enorme Gesamtlänge kommt.
Das Video gefällt mir sehr gut! Muss ich mir merken ... Danke fürs zeigen!
Herzliche Grüsse vom Sputnik
Und sehen wir uns nicht in dieser Welt
dann sehen wir uns in Bielefeld! (Udo Lindenberg)
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