Alte Maschinen zum Freihandquilten

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lomimarie
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Alte Maschinen zum Freihandquilten

#1 Beitrag von lomimarie »

Hallo zusammen,
ich bin neu hier und hoffe, ich habe das richtige Unterforum für mein Thema gewählt :)

Ich nähe zwar schon viel und lange, möchte jetzt aber gerne neu mit dem Freihandquilten anfangen. Dabei war ich ein bisschen erschlagen von den vielen verschiedenen Optionen (welche Maschine eignet sich, welches Füßchen, den Transporteur muss man doch eigentlich versenken oder ausbauen?). Darum wollte ich vorschlagen, eine kleine Sammlung von funktionierenden Kombinationen und Erfahrungen aufzumachen.

Mit meiner Pfaff Tipmatic hatte ich leider kein Glück dabei, obwohl ich das entsprechende Füßchen dafür besorgt habe und den Transporteur versenkt habe. Das Führen meines etwas dickeren Stoffpakets geht sehr unregelmäßig (ich verwende gerne Polsterstoff-Reste), mal mit viel Widerstand und dann plötzlich, als hätte sich irgendwas gelöst, mit einem Rutsch wieder los, daher werden die Stiche sehr unregelmäßig.

Daraufhin habe ich mich stattdessen an meiner alten Singer 28 damit versucht, und das klappt erstaunlich gut, obwohl ich den Transporteur dort nicht versenken kann und auch keine passende Abdeckplatte habe, und obwohl ich gelesen habe, dass Schwingschiffmaschinen eigentlich nicht so geeignet seien. Ich habe die Stichlänge ganz klein eingestellt und einen Pfaff 53001 Stopffuß angebaut. Dann noch die Oberfadenspannung per ausprobieren angepasst. Mit dem Ergebnis bin ich für den Anfang ganz zufrieden 😀

Als nächstes versuche ich jetzt, eine alte Pfaff 38-6 wieder gangbar zu bekommen und dann darauf zu quilten, sobald ich einen Adapter für die Super-Hochschaft-Füßchenaufnahme finde. Der große Durchlass und der große Tisch wären bei ‚richtigen‘ großen Projekten schon sehr praktisch!

Welche Kombinationen funktionieren bei euch gut zum Quilten? Es gibt ja noch eine ganze Reihe an gefederten Spezialfüßchen da draußen oder den Stoppax Adapter, bei dem die Nadelstange das Standardfüßchen in jedem Schritt etwas anhebt.

Viele Grüße! Rosmarie
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Asher
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Re: Alte Maschinen zum Freihandquilten

#2 Beitrag von Asher »

ich hatte es nicht probiert, weil mein gefederter China-Fuß alle Andere als brauchbar ist.

Und es wohl von Singer etc auch direkt gibt.
Aber müssen die Transporter (Feed dogs) nicht versenkt werden für das Spiel mit dem Fuß?
Singer: IF, 15 home (-22,K26,-30), 15 industrial (15xx,15-31,15-39,15H526 zwei mal), 18-2, VS (VS3, VS3-28 Zwischenmod., 28, 39,128, 127),
29(K1, K51, K56), 31K36, 32K3, 32H510 zwo Typen),34Kx,34K2, 46K49, 48K, 66, 96(K41, D41), 103, 201, 216

lomimarie
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Re: Alte Maschinen zum Freihandquilten

#3 Beitrag von lomimarie »

Asher hat geschrieben: Samstag 12. Oktober 2024, 22:33 Aber müssen die Transporter (Feed dogs) nicht versenkt werden für das Spiel mit dem Fuß?
Das dachte ich auch, darum war ich ja so überrascht, dass es an meiner ‚alten Dame‘ mit nicht versenkbarem Transporteur so viel besser geklappt hat als bei der viel modernen Maschine, Transporteur versenkt 🤷‍♀️
Vielleicht liegt es an der Wahl des Füßchens? Dieser Pfaff Fuß hat eine schön weiche Feder und übt nicht so viel Druck aus, aber ‘Lady Singer’ ist da nicht so zimperlich bei geringem Nähfußdruck.
Für die Singer 28 gibt es auch (theoretisch) eine Abdeckplatte, um sie auf die Stichplatte über den Transporteur zu schrauben, aber die hab ich nicht und man braucht wohl viel Geduld um irgendwann gebraucht eine zu finden.


PS: Du hast ja eine beeindruckende Liste an VS Singers in der Signatur, das war auch schon mal eine Herausforderung rauszufinden wie meine geerbtes Modell jetzt heißt. Ich glaube ich bin bei 28 gelandet, obwohl ich eine rechteckige Grundplatte habe und keine ‘Fiddle Base’, lt Seriennummer ist meine von 1889..

TOM_MUE
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Re: Alte Maschinen zum Freihandquilten

#4 Beitrag von TOM_MUE »

lomimarie hat geschrieben: Samstag 12. Oktober 2024, 16:17 Hallo zusammen,
ich bin neu hier und hoffe, ich habe das richtige Unterforum für mein Thema gewählt :)
Hallo Rosmarie und willkommen hier im Forum.

Vorstellen kannst Du Dich hier im Forum im Bereich
Neuvorstellungen: https://www.naehmaschinentechnik-forum ... .php?f=29

Wenn Du Maschinen oder die jeweiligen Probleme oder Situationen beschreibst, füge zum besseren Verständnis immer Bilder in Deinem Beitrag ein.
lomimarie hat geschrieben: Samstag 12. Oktober 2024, 16:17

Daraufhin habe ich mich stattdessen an meiner alten Singer 28 damit versucht, und das klappt erstaunlich gut, obwohl ich den Transporteur dort nicht versenken kann und auch keine passende Abdeckplatte habe, und obwohl ich gelesen habe, dass Schwingschiffmaschinen eigentlich nicht so geeignet seien.
Wenn Du den Transporteur nicht versenken kannst besteht die Gefahr das du dir den Stoff von der Unterseite verletzt. Dieser hat ja scharfkantige Zähne und die reiben bei dieser Arbeit unter Umständen den Stoff auf.

Eine Lösung könnte für Dich sein, dass Du dir über einen 3D-Drucker eine Abdeckung erstellst. Entweder hast Du selbst einen 3D-Drucker oder Du schaust mal ob Du in deiner Nähe oder online einen Passenden 3D-Druckdienst findest. Dort kann man Dich dann sicher gut beraten.

Oder, du gehst so wie viele hier von uns auf die Jagt nach einer passenden, gebrauchten Nähmaschine die auch einen versenkbaren Transporteur und Greifer hat.

VG, TOM_MUE
Meine aktuelle Suchliste: Pfaff 134-06 | Singer Klasse 7

claude
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Re: Alte Maschinen zum Freihandquilten

#5 Beitrag von claude »

Wenn Du mit dem Schwingschiffchen nur quilten willst, kannst Du Dir auch mal die Mechanik des Transporters anschauen und ihn absenken oder ausbauen.

Falls die Stichplatte dick genug ist, kannst Du sie mit Unterlegscheiben einfach so hoch legen, daß die Zähnchen vom Transporter nicht mehr darüber hinausragen. Das ist sicher die am wenigsten invasive Methode.

Oder Du schneidest aus festem Karton (keine Wellpappe), der einen mm stärker ist, als der Transporter über die Stichplatte hinaussteht, eine Aussparung für den Transporter.

Über dieses Loch klebst Du mit doppelseitigem Klebeband dünnes, aber dennoch nicht nachgebendes Stück entgratetes, poliertes Blech, z. B. Inox, so 0,8 bis 1 mm Stärke sollte passen.

Das Ganze kann man dann noch mit schwarzem Spraylack verschönern und mit etwas doppelseitigem Klebeband auf dem Maschinenbett fixieren.

Das sieht dann zwar etwas gefrickelt aus, sollte aber deutlich besser funktionieren, als jetzt.

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det
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Re: Alte Maschinen zum Freihandquilten

#6 Beitrag von det »

Hallo,
Schwingschiffchenmaschinen wie die Singer (1)28 gibt es reichlich und günstig. Ich würde mir einfach eine Maschine als Quiltmaschine herrichten und dazu den Transporteur ausbauen oder versenken, wie Claude schon schrieb.

Ich persönlich habe mir eine Pfaff 30 für solche Zwecke hergerichtet, die hat ab Werk eine Transporteurversenkung.

Gruß
Detlef
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TOM_MUE
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Re: Alte Maschinen zum Freihandquilten

#7 Beitrag von TOM_MUE »

det hat geschrieben: Sonntag 13. Oktober 2024, 19:47 Hallo,
Schwingschiffchenmaschinen wie die Singer (1)28 gibt es reichlich und günstig. Ich würde mir einfach eine Maschine als Quiltmaschine herrichten und dazu den Transporteur ausbauen oder versenken, wie Claude schon schrieb.

Ich persönlich habe mir eine Pfaff 30 für solche Zwecke hergerichtet, die hat ab Werk eine Transporteurversenkung.

Gruß
Detlef
...du quiltest mit der Pfaff 30 - cool heart
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Re: Alte Maschinen zum Freihandquilten

#8 Beitrag von det »

Hi Tom,
TOM_MUE hat geschrieben: Sonntag 13. Oktober 2024, 19:50...du quiltest mit der Pfaff 30 - cool heart
eigentlich freihandsticke ich mit der Pfaff ;-)

Gruß
Detlef
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lomimarie
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Re: Alte Maschinen zum Freihandquilten

#9 Beitrag von lomimarie »

Danke für die tollen Antworten!
Das mit der Unterlegscheibe unter der Stichplatte gefällt mir besonders gut, das werde ich ausprobieren. Da fehlt ja wirklich nicht viel Höhe, und es ist einfach umzubauen.
Mein Mann hat bei der Arbeit zwar Zugang zu einem 3D-Drucker, wie man aber das Muster für eine Abdeckplatte anfertigen würde ohne ein Original vorliegen zu haben ist mir glaube ich noch zu kompliziert.

Edit:
Bei dünnen Stoffen könnte das mit der Unterlegscheibe eine gute Lösung sein. Allerdings kommt mit jedem Millimeter zusätzlicher Höhe der Pfaff-Fuß a seine Grenzen, mit dickem Quiltsandwitch passt das schon nicht mehr. Also doch nach einem Singer Fuß oder Stoppax suchen..
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js_hsm
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Re: Alte Maschinen zum Freihandquilten

#10 Beitrag von js_hsm »

Vorsicht. Diese Stichplatten werden durch eine Schrauge und die Aussenkontor in ihrer Position gehalten.
Ist die Unterlegscheibe zu dick hält die Kontor nicht mehr und die Stichplatte kann sich verdrehen und ggf. den Transporteur behindern oder beschädigen.

Gruß, Achim
Der Maschinen(um)bauer
Adler 30,48,67,68,69 Pfaff 130,141,142,145,335,1222, Typical GC20606-18, Sailrite 9" Clone und.....
https://youtube.com/@Special_Solutions
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